mini|St. Jakobus der Ältere (Regenstauf) Die römisch-katholische, denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere steht am Kirchplatz 1 in Regenstauf, einem Markt im Landkreis Regensburg der Oberpfalz.
Sie ist Teil der Pfarreiengemeinschaft Maria Magdalena im unteren Regental im Bistum Regensburg.
Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-3-75-190-3 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Geschichte mini|Innenansicht Seit dem Ende des 12. Jahrhunderts ist in Regenstauf eine Kirche vorhanden. Sie ist nachweisbar seit spätestens 1483 eine Filiale der Pfarre Wenzenbach. Von der Einführung der Reformation in Pfalz-Neuburg 1543 bis zur Rekatholisierung durch den Religionsübertritt des Landesherrn Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg ist Regenstauf bis 1619 eine evangelisch-lutherische Pfarre. Während dieser Zeit gehören die Katholiken weiter zur Pfarre Wenzenbach. Ab 1619 wird Regenstauf eigenständige Pfarre.
Im Laufe der Zeit gab es mehrere Vorgängerbauten die oft durch Brände zerstört wurden. Durch ein Feuer in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1846 ist der Vorgängerbau der jetzigen Kirche bis auf Reste des Turmes abgebrannt. "Gegen ½ 1 in der Mitternacht vom 29 auf den 30 Sept 1846 brach im Stadel des Pfarrers Gerog Herdegen plötzlich Feuer aus, dasselbe wurd an der Nordseite des Stadels durch die Bretterwand in dem Kornhausen gelegt. Es griff so schnell um sich, daß die Nachbarn des Stadels Mühe hatten, nur das Nothwendigste zu retten. Barbara Hettenkofer Besitzerin des Frühmeßhofes, sogenannte Demmelbäuerin hat sich stark verbrannt. Ihre Kinder mußten durch das Fenster hinausgegeben werden. Es brannten nieder die sämmtlichen Pfarrgebäude, die Kirche, der Thurm; die sämmtlichen Gebäude der Barbara Hettenkofer, das Haus des Wüst, bürgerlichen Krämmers; das Haus der Wittwer Horn, des Metzgers Riedl; des Mauerers Helmberger und des Wirthes Gruber. Regenstauf den 9 Okt 1846, Georg Herdegen Pfarrer"
Die jetzige spätklassizistische Kirche wurde von 1849 bis 1850 erbaut und am 28. September 1851 konsekriert.
Die Kirche galt 2021 als einsturzgefährdet und wurde aus statischen Gründen gesperrt. Es gab Überlegungen, sie nach einem Rückbau komplett neu, in moderner Formensprache zu errichten. Von den Plänen wurde aus Ortsbildgründen abgesehen und sie wurde von 2022 bis 2026 umfassend außen und innen saniert. Am Festtag des Heiligen Jakobus, 25. Juli 2026 wurde in einem Festgottesdienst die Kirche wieder eröffnet und ein neuer Altar geweiht. Die Weihe von Altar, Ambo und Tabernakel führte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg in Konzelebration mit den Erzbischof von Dakar André Guèye durch. In den Altar wurden Reliquien des heiligen Wolfgang und der heiligen Anna Schäffer eingesetzt.
Architektur
Außenbeschreibung
Die Staffelhalle besteht aus einem Langhaus mit drei Kirchenschiffen, einem Chor mit 5/8tel-Schluß im Osten des Mittelschiffs und einem Fassadenturm im Westen, der nur leicht aus der Fassade mit fünf Achsen hervortritt. Seine unteren Geschosse stammen bis zum Ansatz des Helms aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Putz ist mit Pilastern und Lisenen gegliedert. Das oberste Geschoss beherbergt die Turmuhr und den Glockenstuhl, in dem vier KirchenglockenInformation zu den Glocken hängen. Darauf sitzt ein Helm, der mit einer Laterne bekrönt ist.
Innenbeschreibung
Der Innenraum des Mittelschiffs ist mit einem Tonnengewölbe überspannt, die durch Arkaden abgetrennten Seitenschiffe haben Flachdecken. Daher gibt es nur eine Gewölbezone.
Ausstattung Zur Kirchenausstattung gehört ein Gnadenbild von 1744.
Orgel Um 1867 erhielt die Kirche eine Orgel von Johann Anton Breil.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Regensburg Kategorie:Baudenkmal in Regenstauf Kategorie:Jakobus-der-Ältere-Kirche Kategorie:Hallenkirche in Bayern Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Regensburg Kategorie:Erbaut in den 1840er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Bauwerk in Regenstauf