Die Bürgermeisterei Friemersheim war eine Bürgermeisterei im Regierungsbezirk Düsseldorf der preußischen Rheinprovinz. Ihr Gebiet gehört heute zu den Städten Duisburg und Krefeld in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte

Von 1798 bis 1814 stand der linke Niederrhein unter französischer Herrschaft. Während dieser Zeit wurde nach französischem Vorbild die Mairie Friemersheim gebildet, die zum Kanton Uerdingen im Arrondissement Krefeld des Rur-Departements gehörte.GenWiki: Kanton Uerdingen Nachdem 1814 das gesamte Rheinland auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen wurde, kam der Kanton Uerdingen 1816 im Zuge der Preußischen Verwaltungsorganisation zum neuen Kreis Krefeld. Aus der Mairie Friemersheim der Franzosenzeit wurde die preußische Bürgermeisterei Friemersheim. Die Bürgermeisterei umfasste die vier Landgemeinden Bliersheim, Friemersheim, Hohenbudberg-Kaldenhausen und Rumeln.Otto v. Mülmann: Statistik des Regierungsbezirks Düsseldorf , 1867, S. 1004

1857 wurde die Bürgermeisterei Friemersheim vom Kreis Krefeld in den neuen Kreis Moers umgegliedert.Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1857, S. 819

In den 1920er Jahren kam es zu umfassenden kommunalen Neugliederungen, bedingt durch die starke Industrialisierung und das damit verbundene Bevölkerungswachstum. Zunächst wurde die Gemeinde Bliersheim am 1. Juli 1920 in die Gemeinde Friemersheim eingegliedert.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1920, S. 240 1923 wurden dann die Gemeinden Hochemmerich und Friemersheim zur neuen Gemeinde Rheinhausen sowie die Bürgermeistereien Hochemmerich und Friemersheim zur Bürgermeisterei Rheinhausen vereinigt.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1923, S. 159Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1923, S. 299 Die neue Bürgermeisterei Rheinhausen umfasste damit die drei Gemeinden Rheinhausen, Hohenbudberg-Kaldenhausen und Rumeln.

Der Südteil der Gemeinde Hohenbudberg-Kaldenhausen wurde am 1. November 1927 in die Stadt Uerdingen im Landkreis Krefeld umgemeindet. Der Rest der Gemeinde verblieb als Gemeinde Kaldenhausen in der Bürgermeisterei Rheinhausen.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1927, S. 277 Am Ende des Jahres 1927 wurde die Bezeichnung aller rheinischen Landbürgermeistereien in Amt geändert.Gesetz über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927: „Die Landbürgermeisterei in der Rheinprovinz führt hinfort die Bezeichnung Amt.“ Die Bürgermeisterei Rheinhausen hieß nun Amt Rheinhausen.

Rheinhausen erhielt 1934 das Stadtrecht und wurde amtsfrei. Gleichzeitig wurde Kaldenhausen nach Rumeln eingemeindet. Das Amt Rheinhausen wurde aufgehoben. Rheinhausen und Rumeln verblieben amtsfreie Gemeinden im Kreis Moers.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1934, S. 259

Bürgermeister von Friemersheim 1794–1828: Freiherr Karl von Nyvenheim, genannt von Neukirchen, aus Kaldenhausen 1828–1831: Bürgermeister Erlenwein, aus Linn 1831–1851: Bürgermeister Westerkamp 1851–1879: Bürgermeister Hermann Pickhardt 1879–1896: Bürgermeister Ernst Czettritz († 1896) (1.8) 1896–1923: Bürgermeister Emil Heynen (* 1862, † 1929)

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1816 1.793 Beschreibung des Regierungsbezirkes Düsseldorf (1817) 1828 1.966 Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf 1829, S. 149 1871 2.805 Gemeindeverzeichnis Rheinprovinz 1871 1885 3.562 Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland 1885 1895 4.282 Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland 1898 1910 11.796

Einzelnachweise

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