mini|Ebba Thomsen (1919) Ebba Ove Thomsen (* 3. Mai 1887 in Kopenhagen, Dänemark; † 18. Dezember 1973 ebenda) war ein dänischer Stummfilmstar der 1910er und 1920er Jahre.
Leben und Wirken Ebba Thomsen, Tochter eines Modeschöpfers, gab nach ihrer Schauspielausbildung bei Mathilde Nielsen ihren künstlerischen Einstand 1910 in Oscar Wildes Ein idealer Gatte am Det Ny Teater ihrer Heimatstadt Kopenhagen. Nur ein Jahr darauf wendete sie sich der noch in den Kinderschuhen steckenden Kinematographie zu und ließ sich von der wichtigsten Filmproduktionsfirma ihres Landes, der Nordisk Film, verpflichten. In gut einem Jahrzehnt spielte sie in einer Fülle von Haupt- und großen Nebenrollen vor allem Töchter und Ehefrauen, unter anderem in so zentralen Produktionen wie der ambitionierten Hauptmann-Verfilmung Atlantis, Dänemarks erster Großproduktion (in der sie die zentrale Rolle der Bildhauerin Eva Burns verkörperte), und dem wegweisenden Science-Fiction-Untergangsdrama Das jüngste Gericht, wo man sie als die Minenverwaltertochter Dina West sah. In dem Drama Den frelsende Film um eine Frau zwischen drei Männern gab sie 1916 in der weiblichen Hauptrolle die allseits begehrte Schauspielerin Ilse Weilbach, und im darauffolgenden Jahr, ebenfalls in der weiblichen Hauptrolle, war Thomsen die Emma Schultze in dem nach einem Drehbuch von Carl Theodor Dreyer entstandenen Drama Hotel Paradies.
In diesen Jahren ihrer größten Filmerfolge zählten vor allem August Blom, Holger-Madsen und Robert Dinesen zu ihren bevorzugten Regisseuren, Leinwandstars wie Olaf Fönss, Alf Blütecher, Gunnar Tolnæs und vor allem immer wieder Valdemar Psilander waren ihre Filmpartner. Nach Ende des Ersten Weltkriegs begann die Karriere der Thomsen, die 1917 die Nordisk verlassen hatte und sich bis 1920 der kleineren Firma Astra Films anschloss, allmählich zu verblassen. Nach ihrer Mitwirkung in Bloms Drama Wer trägt die Schuld?, in dem sie nur noch eine Mutter-Nebenrolle überantwortet bekam, zog sich die Künstlerin weitgehend von der Leinwand zurück. Sie trat anschließend noch einige Jahre am Dagmarteatret auf, ehe sie sich 1930 vom Schauspielberuf weitgehend verabschiedete. Für eine winzige Rolle als Bäuerin in dem nach einer Novelle von Selma Lagerlöf gestalteten Streifen Husmandtøsen, ihrer einzigen Tonfilmproduktion, kehrte die seit 1915 mit dem norwegischen Schauspielkollegen Thorleif Brinch Lund verheiratete Kopenhagenerin 1952 letztmalig vor die Kamera zurück.
Filmografie 1911: En stranding ved Vesterhavet 1912: Den glade Løjtnant 1912: Guvernørens Datter 1912: Den sorte Kansler 1912: Lynstraalen 1912: Pro forma 1912: Du hast mich besiegt (Den Stærkeste) 1913: Atlantis 1913: Der Pressepirat (Pressens Magt) 1913: Das Geheimnis des Fürsten (En Hofintrige) 1913: Hustruens Ret 1913: Zwei Brüder (Broder mod Broder) 1913: Guldmønten 1914: Amors Krogveje 1914: Ein Charakter (En karakter / Arbejdet adler) 1914: Den mystiske Fremmede 1914: Gar el Hama III 1915: Mit Fædreland, min Kærlighed 1915: For Lykke og Ære 1915: I Farens Stund 1915: En Skæbne 1915: En Opstandelse 1915: Den sidste Nat 1915: Zigøjnerblod 1916: Den frelsende Film 1916: Das jüngste Gericht (Verdens Undergang) 1916: Børnevennerne 1916: Lyset og Livet 1916: Selskabsdamen 1916: Das zweite Ich (Lykken) 1916: Der Flammentanz (Lydia) 1917: Hotel Paradies (Hotel Paradis) 1917: Krigens Fjende 1918: Das Feuer und sein Meister (Mands Vilje) 1918: Lykketyven 1918: Hans Kæreste 1918: Dømmer ikke 1919: Gøglerbandens Adoptivdatter 1919: Den Æreløse 1920: Scenens Børn 1920: Lykkeper 1921: Munkens Fristelser 1921: Hendes Fortid 1922: Timeglasset 1923: Republikaneren 1924: Min Ven Privatdetektiven 1924: Wer trägt die Schuld? (Det store Hjerte) 1952: Husmandstøsen
Weblinks Ebba Thomsen in der dänischen Filmdatenbank Ebba Thomsen auf danskefilm.dk Ebba Thomsen in der schwedischen Filmdatenbank
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