Aufbruch zur Farbe. Luministische Malerei in Holland und Deutschland war der Titel einer Ausstellung, die 1996 in Zusammenarbeit dreier Museen in Deutschland gezeigt wurde. Sie zeigte die Entwicklung des Luminismus in den Niederlanden ab etwa 1900 und seinen Einfluss auf deutsche Künstlergruppen.

Die Ausstellung Die Werke waren vom 18. Februar bis 14. April im Kunstmuseum Ahlen, vom 28. April bis 23. Juni im Clemens Sels Museum Neuss und vom 30. Juni bis 15. September 1996 im Bonner August-Macke-Haus ausgestellt.Ursula Bode: Holländische Lichtgestalten. In: Die Zeit vom 3. Mai 1996. Jahrgang 1996, Ausgabe 19 Die Wanderausstellung war Teil des Schwerpunktprojektes „NachbarLand – Kunst und Kultur der Niederlande“ des Kultursekretariats NRW Gütersloh 1995/96.Claudia Posca: Aufbruch zur Farbe. In: Kunstforum International, Band 134, 1996, S. 427

In der Ausstellung wurden Werke niederländischer Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die prägend für den Amsterdamer Luminismus waren sowie von ihnen beeinflusste deutsche Maler, vornehmlich aus dem Rheinland:

Zur Ausstellung erschien 1996 ein umfassender Katalog im Kettler-Verlag. Neben einer Einleitung der Kunsthistorikerin Ina Ewers-Schultz enthält der Katalog Textbeiträge von ihr und weiteren Kunsthistorikerinnen und -historikern, die das Thema vertiefend behandeln. Außerdem enthält das Buch unter anderem die Biographien der ausgestellten Künstlerinnen und Künstler und gibt einen Überblick über die für die Herausbildung des Luminismus wichtigsten Ausstellungen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland in der Zeit von ca. 1890 bis 1913.Ausstellungsübersicht. In: Aufbruch zur Farbe: Luministische Malerei in Holland und Deutschland. Ausstellungs-Katalog, Kettler 2016, S. 163–170 Ina Ewers-Schultz gibt in „Der holländische Luminismus“ einen Überblick über die Herausbildung dieser Stilbildung, seine Besonderheiten und zugehörigen KünstlerIna Ewers-Schultz: Der holländische Luminismus. In: Aufbruch zur Farbe: Luministische Malerei in Holland und Deutschland. Ausstellungs-Katalog, Kettler 2016, S. 57–74 und beleuchtet die Einflüsse des Luminismus auf die deutsche Kunstlandschaft in ihrem Beitrag „Eine Parallele des Luminismus in Deutschland am Beispiel der Thorn Prikker Schüler an der Kunstgewerbeschule in Krefeld sowie Christian Rohlfs und Curt Herrman“.Ina Ewers-Schultz: Eine Parallele des Luminismus in Deutschland am Beispiel der Thorn Prikker Schüler an der Kunstgewerbeschule in Krefeld sowie Christian Rohlfs und Curt Herrmann. In: Aufbruch zur Farbe: Luministische Malerei in Holland und Deutschland. Ausstellungs-Katalog, Kettler 2016, S. 95–131 Gerda Wendermann beschreibt in „Der Neo-Impressionismus und der Aufbruch zur Moderne in den Niederlanden“ die Rezeption des Neoimpressionismus in den Werken der niederländischen Künstler.Gerda Wendermann: Der Neo-Impressionismus und der Aufbruch zur Moderne in den Niederlanden. In: Aufbruch zur Farbe: Luministische Malerei in Holland und Deutschland. Ausstellungs-Katalog, Kettler 2016, S. 13–56 Carel Blotkamp schrieb „Mondrian und der Luminismus. Kunst als ‚Übergang zu höheren Sphären‘“, in dem er die theosophisch beeinflusste Auffassung des Luminismus, wie er bei Piet Mondrian und Jacoba van Heemskerck zu finden ist, darstellt und die Unterschiede zu Werken von Jan Toorop, Leo Gestel und Jan Sluijters benennt.Carel Blotkamp: Mondrian und der Luminismus. Kunst als ‚Übergang zu höheren Sphären‘. In: Aufbruch zur Farbe: Luministische Malerei in Holland und Deutschland. Ausstellungs-Katalog, Kettler 2016, S. 75–94

Die Ausstellungsstücke waren vorwiegend Leihgaben. Neben einer Vielzahl von Privatpersonen gehörten zu den Leihgebern das Van Gogh Museum, das Stedelijk Museum und das Gemeentearchief in Amsterdam, die Sammlung der Gemeinde Bergen, das Kunstmuseum Bonn, RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis und das Kunstmuseum Den Haag, das Museum Ostwall in Dortmund, die Galerie Remmert und Barth in Düsseldorf, das Duisburger Lehmbruck-Museum, das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, das Frans Hals Museum in Haarlem, Hannema-de Stuers Fundatie / Museum de Fundatie in Heino, das Städtische Kramer-Museum in Kempen, das Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum, das Zeeuws-Museum in Middelburg, die Neue Pinakothek in München, das Clemens Sels Museum Neuss, das Kröller-Müller Museum in Otterlo, das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, das Stedelijk Museum in Schiedam, das Centraal Museum Utrecht und das Museum für Gestaltung Zürich.

Gemälde in der Ausstellung