mini|Mariä Geburt in Neukirchen Die römisch-katholische, denkmalgeschützte Pfarrkirche und Wallfahrtskirche Mariä Geburt zum Heiligen Blut steht in Neukirchen beim Heiligen Blut, einem Markt im Landkreis Cham der Oberpfalz. Die Kirche gehört zum Bistum Regensburg. Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-3-72-144-13 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Entstehung der Wallfahrt Auf einem Baumstumpf nahe Neukirchen soll ein Hostie aufgefunden worden sein, die sich nicht in die Marktkirche St. Nikolaus bringen ließ, weswegen man direkt über diesen Ort eine Kapelle baute. Der Legende nach soll dann eine Frau aus Böhmen im Jahr 1419 eine Marienstatue aus der Pfarrkirche in Loučim vor dem Bildersturm der Hussiten in diese Kapelle in Sicherheit gebracht haben. Die Statue wurde jedoch von einem bilderfeindlichen Hussiten entdeckt und in einen Brunnen geworfen. Nachdem sie dreimal auf den Altar zurückkehrt war, hieb er seinen Säbel auf den Kopf der Figur, woraus Blut geflossen sein soll. Die Wallfahrtslegende ist auf mehreren Bildern an der Emporenbrüstung dargestellt. Das bis heute sehr verehrte Gnadenbild in der Mitte des Hochaltars ist um 1400 entstanden.
Beschreibung Das Langhaus der Kreuzkirche wurde 1610 auf Veranlassung von Maximilian I. (Bayern) an die Klosterkirche St. Katharina des Franziskanerklosters nach Westen angebaut. Von den Plänen für den Umbau kam 1690–95 nur der Kirchturm auf quadratischem Grundriss im Westen nach einem Entwurf von Philipp Plank zur Ausführung. Sein aufgestocktes achteckiges Geschoss beherbergt die Turmuhr und den Glockenstuhl. Darauf sitzt eine Zwiebelhaube, die von einer Laterne bekrönt wird. 1718–21 wurden die halbrund geschlossenen seitlichen Kapellen, die ein Querschiff bilden, westlich des Chors an das Langhaus angebaut und der gesamte Innenraum mit einem Stichkappengewölbe überspannt. Die Deckenmalereien stammen von Joseph Anton Merz.
Zur Kirchenausstattung gehört ein Hochaltar, den Johann Joseph Obrist, Johann Ferdinand Ledergerber und Goldschmied Franz Thaddäus Lang fertigten. In diesem schreinartigen Gnadenaltar mit Säulen und Baldachin, der von beiden Kirchen aus zu sehen ist, steht das Gnadenbild. Die Altarretabel der Altäre in den Seitenkapellen werden Otto Gebhard zugeschrieben.
Orgel mini|Die Hirnschrodt-Orgel auf der Empore Die Orgel mit 30 Registern auf drei Manualen und Pedal wurde von Eduard Hirnschrodt (Regensburg) 1969 in den Frühbarockprospekt von 1647 der von Kurfürstin Anna Maria gestifteten früheren Orgel eingebaut;Information zur Orgel der Prospekt war 1762 erweitert worden. Die vom Regensburger Domorganisten Eberhard Kraus entworfene Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) online, abgerufen am 9. Juni 2024 I Kronwerk C–g3 Bleigedackt 8′ Choralflöte 4′ Nasat ′ Piffaro III 2′ Terz ′ Scharff III ′ Trompete 16′ Trompete 4′ II Hauptwerk C–g3 Pommer 16′ Prinzipal 8′ Holzflöte 8′ Oktave 4′ Flachflöte 2′ Mixtur V ′ Trompete 8′ III Schwellwerk C–g3 Holzgedackt 8′ Prinzipal 4′ Gamba 4′ Nachthorn 2′ Larigot ′ Zimbel III ′ Septenhörnle III ′ Krummhorn 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbaß 16′ Offenbaß 8′ Hohlflöte 8′ Choralbaß 4′ Rauschpfeife III ′ Posaune 16′ Fagott 8′
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Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Cham Maria Geburt Kategorie:Mariä-Geburt-Kirche Kategorie:Erbaut im 17. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Wallfahrtskirche des Bistums Regensburg Neukirchen beim Heiligen Blut