Ina Rarisch (* 8. Juni 1926 in Meißen; † 7. Februar 2012 in Dresden) war eine deutsche Filmregisseurin und Animatorin.
Leben und Werk Ina Rarisch legte 1946 das Abitur ab und absolvierte anschließend bis 1949 eine Schauspielausbildung. Sie arbeitete an verschiedenen Theatern in Dresden und betätigte sich auf dem Gebiet des politischen Kabaretts.
Ab 1951 widmete sich Rarisch dem Puppentheater und wurde Ensemblemitglied im Staatlichen Puppentheater Dresden. 1956 führte sie das Puppenspiel zum DEFA-Studio für Trickfilme. Dort arbeitete sie zunächst im Drehstab des Regisseurs Herbert K. Schulz, später bei Johannes Hempel. 1969 begann Rarisch ein externes Regie-Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg und schloss dieses 1975 ab.
Rarisch entwickelte sich zu einer Expertin auf dem Gebiet des Puppentrickfilms. Zu ihren bekanntesten und künstlerisch gelungensten Werken zählen Das rote Ahornblatt, eine Adaption eines asiatischen Märchens, sowie Klein Zaches, genannt Zinnober nach E. T. A. Hoffmann. 1988 ging Ina Rarisch in den Ruhestand.
Filmografie (Auswahl) 1961: Die seltsame Historia von den Schiltbürgern (Sprecherin, Puppenführung) 1969: Paulchen Haselnuß 1975: Das rote Ahornblatt 1978: Klein Zaches, genannt Zinnober 1981: Das häßliche junge Entlein 1985: Cäcilie, die Vogelscheuche 1987: So ein Hundeleben (Dackel Oskar)
Literatur Ralf Schenk & Sabine Scholze (Hrsg.): Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990, Bertz + Fischer Verlag, Berlin: 2003, ISBN 978-3-92947-027-7. Volker Petzold: Ina Rarisch: Trick – nicht nur für kleine Kinder. In: Ralf Schenk & Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme, Schriftenreihe der DEFA-Stiftung, Bertz + Fischer Verlag, Berlin: 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S. 272–278.
Weblinks
Zeitzeugengespräch im Rechtebestand der DEFA-Stiftung
Einzelnachweise
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