mini|Max von Milkau

Max Friedrich Robert Freiherr von Milkau (* 25. Juni 1850 in Skassa; † 16. Juni 1908 in Gotha) war ein sächsischer Generalleutnant. mini|Familiengut Skassa b. Großenhain. Um 1856.G. A. Poenicke (Hrsg.), F. Heise (Lith.).: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Section II: Meissner Kreis. Selbstverlag (Expedition), Leipzig 1856, S. 92 f.

Leben Max von Milkau entstammte der uradeligen Familie von Milkau. Er wuchs in Skassa auf,Annemarie Engelmann: Von Abtei bis Zwiebelhaus. Ein Lexikon zur Geschichte der Stadt Borna. Hrsg. Förderverein des Museums der Stadt Borna e.V., Borna 2001, S. 104. wie auch Hans-Dedo von Milkau, dort hatte die Familie um Robert Freiherr von Milkau eine Begüterung.

Er trat 1869 in das Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (1. Königlich Sächsisches) Nr. 17 der sächsischen Armee ein und wurde schon im selben Jahr zum Fähnrich ernannt. Inmitten des Krieges gegen Frankreich erfolgte am 27. Juli 1870 seine Beförderung zum Leutnant. Er wurde für seine Verdienste im Konflikt, darunter auch bei der Belagerung von Paris, mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Ritterkreuz des Albrechtsordens mit Schwertern ausgezeichnet. Am 30. Dezember 1870 unternahm er mit zwei Mann eine kühne Rekognoszierung der Festung Cambroy und konnte bis zum Waffenplatz vordringen, bis er durch Gegenbeschuss der französischen Truppen gezwungen war die Rückkehr anzutreten. Er konnte sich aber die genaue Stärke der Festungsbesatzung einprägen und wurde deshalb größtens ausgezeichnet. Der Ritt fand auch in französischen Zeitungen Beachtung.Wochenblatt für Zschopau und Umgegend. Amtsblatt für die Königliche Amtshauptmannschaft Flöha, sowie für das Königliche Amtsgericht und den Stadtrat zu Zschopau. №. 73, 76. Jahrgang, Zschopau, Dienstag, 23. Juni 1908, Digitalisat

Nach Kriegsende avancierte er 1875 zum Oberleutnant und 1880 zum Rittmeister. 1882 wurde er Eskadronschef im Regiment. 1888 erfolgte die Aufnahme in den Johanniterorden als Ehrenritter.C. Herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens-balley Brandenburg. Jahrgang 29, Nr. 41, Berlin, den 10. Oktober 1888, S. 245. Digitalisat 1889 nahm Freiherr von Milkau an der Wettin-Feier in Dresden teil.[(Dr.)] Blochwitz, R. Schumann: Nachtrag zur amtlichen Festschrift. Die Wettin-Feier in Dresden. Juni 1889. Ein Blatt der Erinnerung für jeden Festteilnehmer. Albanus-Dresden, Dresden 1889, S. 9. Digitalisat Max von Milkau wurde im gleichen Jahr zur Schießschule in Spandau abkommandiert. Nach seiner Beförderung zum Major im Jahr 1890 wurde er etatsmäßiger Stabsoffizier im Regiment. Er wurde am 7. April 1894 als Nachfolger von Oberst Karl Emil Kirchner zum Regimentskommandeur des Königlich Sächsischen Karabinier-Regiment (2. Schweres Regiment) ernannt. Er verblieb die weiteren Jahre in dieser Eigenschaft und erlebte 1895 die Beförderung zum Oberstleutnant und am 17. April 1898 die zum Oberst. Am 15. September 1899 wurde er zu den Offizieren von der Armee versetzt. Am 29. März 1900 wurde er als Nachfolger von Generalmajor Hermann von Broizem zum Brigadekommandeur der 3. Kavallerie-Brigade Nr. 32 ernannt und wechselt am 22. März 1901 in gleicher Eigenschaft in die 1. Kavallerie-Brigade Nr. 23, wo er am 19. Juli 1901 zum Generalmajor befördert wurde. Gleichzeitig war er auch mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Inspekteurs der Militär-Reitanstalt beauftragt. Nach mehreren Jahren in dieser Position wurde er unter Genehmigung seines Abschiedsgesuches am 22. April 1905 unter Verleihung des Charakters eines Generalleutnants zur Disposition gestellt.Siehe Literatur: Deutsches Adelsblatt. №. 26, 26. Jahrgang, J. Neumann-Neudamm, Berlin, Sonntag, den 28. Juni 1908, S. 368. DigitalisatDigitalisat: Hofrat Doenges: Dresdner Journal. Königlich Sächsischer Staatsanzeiger. Verordnungsblatt der Ministerien und der Ober- und Mittelbehörden. Nr. 139, Dresden, Donnerstag, 18. Juni 1908, S. 2.

Er war mit Katharine Benus verheiratet, was nicht näher belegt ist. Den Sohn Hans bekam Milkau mit Doris Scherz.Beiblatt des Deutschen Herold. Nr. 8 u. 9-1879. Hrsg. Herold (Verein), Berlin 1879, S. 111. Hans Freiherr von Milkau wurde Rittmeister,Kriegsministerium, Abteilung für persönliche Angelegenheiten (Hrsg.): Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1912 (Nach dem Stand vom 23. Dezember 1911). Verlag C. Heinrich, Dresden-Neustadt 1911/1912, S. 422. Digitalisat dann Major, ging als Jugendlicher auf das bekannte Vitzthum-Gymnasium in Dresden. Digitalisat: Ernst Ziel (Hrsg.): XII. Programm des Vitzthumschen Gymnasiums. E. Blochmann & Sohn, Dresden 1873, S. 95. Milkau jun. verstarb als Offizier im August 1915 in Afrika.Digitalisat: Nachrichten für Naunhof. Amtlicher Anzeiger. Sächs. Landeszeitung. Nr. 105, 26. Jahrgang, Freitag, 03. September 1915. Unpagniert.Vgl. Alexis v. Schoenermarck (Hrsg.): Helden-Gedenkmappe des deutschen Adels. Mit Geleitwort von Alex-Victor v. Frankenberg u. Ludwigsdorff. Verlag Wilhelm Petri, Stuttgart 1921, S. 209. Digitalisat

Max von Milkau wurde in Gotha eingeäschert.

Literatur Kommandeur v. Milkau, Max Frdr. Rob. Freiherr, In: Königliches Gesammtministerium (Hrsg.): Staatshandbuch für das Königreich Sachsen auf das Jahr 1897. C. Heinrich, Dresden 1897m S. 740. Nachruf, In: Deutsches Adelsblatt. Wochenschrift für die Aufgaben des christlichen Adels. Organ der Deutschen Adelsgenossenschaft. №. 26, 26. Jahrgang, J. Neumann-Neudamm, Berlin, Sonntag, 28. Juni 1908, S. 368. Nachruf Max Friedrich Robert Freiherr von Milkau, In: Allgemeiner Anzeiger zum Militär-Wochenblatt. Nr. 78, E. S. Mittler & Sohn, Berlin, 25. Juni 1908, S. 740.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Sachsen) Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Kavallerist (Sachsen) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter) Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1850 Kategorie:Gestorben 1908 Kategorie:Mann