Pawidlaugken, 1938 bis 1945: Bruchdorf (Ostpr.), , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich vier Kilometer südöstlich von Pobedino (Schillehnen/Schillfelde) am Rande des Hochmoores Bolschije Kusty „Große Sträucher“ (dt. Große Plinis, auch Königsbruch genannt).
Geschichte mini|Die Gemeinde Pawidlauken auf einem Messtischblatt von 1936 Der Ort wurde nach 1765 gegründet.Erwin Spehr: Aus der Geschichte des Kreises Schloßberg (Pillkallen), auf wiki.genealogy.net Um 1780 war Pawidlaucken ein kölmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 115. 1874 wurde die Landgemeinde Pawidlaugken in den neu gebildeten Amtsbezirk Schillehnen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Schillfelde 1938 wurde Pawidlaugken in Bruchdorf (Ostpr.) umbenannt. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 81 1871 82 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 90 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 59 davon 6 litauischsprachige 1910 65 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 67 1939 64
Kirche Pawidlaugken/Bruchdorf gehörte zum evangelischen Kirchspiel Willuhnen. Die katholische Minderheit (1905: 5 von 59 Bewohner) war bis 1930 in Bilderweitschen und dann in Schillehnen eingepfarrt.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk