Fichtenhöhe, bis 1928 Berszeningken, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich an der Grenze zu Litauen an der Scheschuppe acht Kilometer nördlich von Kutusowo (Schirwindt) und neun Kilometer ostsüdöstlich von Pobedino (Schillehnen/Schillfelde). Auf litauischer Seite befindet sich der Ort Turčinai.

Geschichte mini|Die Landgemeinde Fichtenhöhe auf einem Messtischblatt von 1934 Die Landgemeinde Fichtenhöhe wurde im Jahr 1928 durch Zusammenschluss der Landgemeinde Berszeningken (s. u.) mit dem Gutsbezirk Kummetschen (s. u.) gebildet (formal durch Umbenennung der Gemeinde und Anschlusses des Gutsbezirkes). Sie gehörte zum Amtsbezirk Doristhal im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Doristhal 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 166 1939 149

Berszeningken Um 1780 war Berszeningken ein adeliges Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 12. 1874 wurde die Landgemeinde Berszeningken in den neu gebildeten Amtsbezirk Doristhal eingegliedert. 1928 ging die Landgemeinde Berszeningken in der neu gebildeten Landgemeinde Fichtenhöhe auf. Seit 1938 wurde der Ortsteil nicht mehr benannt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 110 1871 100 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 80 davon 5 Juden 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 78 1910 61

Kummetschen Auch das eineinhalb Kilometer nordwestlich von Berszeningken gelegene Kummetschen war um 1780 ein adeliges Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 79. Später wurde daraus ein Rittergut. 1874 wurde auch der Gutsbezirk Kummetschen in den Amtsbezirk Doristhal eingegliedert. 1928 wurde er an die neu gebildete Landgemeinde Fichtenhöhe angeschlossen. Dort wurde der Ortsteil seit 1938 nicht mehr benannt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 161 1871 151 1885 198 1905 132 1910 138 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 152

Kirche Fichtenhöhe wie auch Berszeningken und Kummetschen gehörten zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt. Die katholischen Minderheiten von Berszeningken und Kummetschen (jeweils weniger als zehn Bewohner) waren bis 1930 in Bilderweitschen und dann in Schillehnen eingepfarrt.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk