August Wilhelm Ernst von Hake (* 1764 Gut Petkus bei Dahme; † 21. Oktober 1842 in Dresden) war königlich sächsischer Generalmajor, Leiter der MusterinspektionKöniglich Sächsischer Hof-Civil-und Militär-Staat im Jahre 1828. G. Reimer-Weidmann Leipzig/Dresden 1828, Übersichten: Muster-Inspection / GeneralMajore, S. 278, S. 280, S. 307. und MitgliedBiographische Notizen und Nekrolog, In: XX-S. 156; S 183., Vgl. R. Jecht: Neues Lausitzisches Magazin. Band 76, Hrsg. OGdW-Selbstverlag, Görlitz 1900, S. 141. der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften.
Herkunft Seine Eltern waren Karl Gottfried von Hake (* 27. Juli 1717; † 5. Dezember 1776) und dessen dritte Ehefrau Frederike Wilhelmine von Holleufer (* 1722; † 28. Oktober 1788). Der Luckenwalder Landrat Gustav Wilhelm von Ha(c)ke und Gutsherr auf Petkus, Petkus-Kaltenhausen und Liepe, war sein Großvater. Der sächsische Generalmajor Hermann Hans Bruno von Hake (1807–1880) war sein Neffe.
Leben Er kam 1777 in das sächsische Kadettenkorps und wechselte 1783 als Fähnrich in das Infanterieregiment Kurfürst. Sein Diensteifer fiel auf und er wurde bald Adjutant im Regiment. Während des Ersten Koalitionskrieges kämpfte er 1793 am Rhein. Im Vierten Koalitionskrieg kämpfte er als Brigadeadjutant auf Seiten der Franzosen bei der Belagerung von Danzig. In der folgenden Schlacht bei Friedland erwarb er den St. Heinrichs-Orden.Königlich Sächsischer Hof-Civil-und Militär-Staat im Jahre 1828. G. Reimer-Weidmann-Leipzig, Dresden 1828, S. 60. Im Fünften Koalitionskrieg kommandierte er 1809 bereits ein Grenadierbataillon und kam anschließend 1810 als Oberstleutnant zur Verwaltung der Armee. Hier war er mit Anderen an der Reorganisation der Armee beteiligt. Er wurde 1812 Oberst und im folgenden Jahr Beobachter im Kreuzturm, während der Schlacht bei Dresden. Seine Meldungen gingen direkt in das Hauptquartier Napoleons. Seine Kenntnis der Umgebung und sein militärischer Verstand waren so hilfreich, dass er neben einer Belobigung auch das Kreuz der Ehrenlegion erhielt. Nach der Niederlage der Franzosen und der Besetzung von Sachsen durch die Alliierten hielt er seinem König die Treue. Nach der Rückkehr des Königs Friedrich August wurde er Mitglied der Friedensvollziehungkommission für die Militärangelegenheiten, sowie Präses der zur Organisation der medizinisch-chirurgischen Akademie in Dresden ernannten Kommission. Seine letzte bedeutende Tätigkeit war die Wiederbewaffnung der sächsischen Armee.
Der General beschäftigte sich nebenbei mit der vaterländischen Geschichte und baute eine bedeutende Bibliothek auf.
Familie Hake heiratete 1794 Auguste Frederike Christiane Charlotte von Troyff genannt Weißzerling (* 4. Dezember 1765; † 24. Dezember 1850). Das Paar hatte mehrere Kinder: Karl Wilhelm Adolf (* 27. Mai 1795; † 16. Dezember 1874), Oberforstmeister ⚭ 1828 Elisabeth Henriette Charlotte von Oppell (* 29. November 1798; † 20. Oktober 1850) Heinrich Friedrich Gustav (* 16. Februar 1797; † 15. Dezember 1877) ⚭ Louise von Britzke (* 21. April 1813; † 15. Juni 1880) Charlotte Sophie Amalie (* 8. Mai 1799; † 9. Oktober 1869) Stiftsdame Albert Franz Anton (* 3. Juni 1800; † 4. Mai 1889), sächsischer Oberst ⚭ 1844 Ulrike Antonie von Muschwitz (* 17. Februar 1814) Otto Leopold Ernst (* 2. Januar 1805; † 4. Mai 1849), sächsischer Regierungsrat ⚭ 1837 Luise Ernestine Loose (* 20. Dezember 1811; † 29. Juli 1886)
Genealogie Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 1, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (D.A.G.), Vaterländische Verlagsanstalt-W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 774–775. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. Jahrgang 1, Justus Perthes, Gotha Januar 1900, S. 370. Dietloff von Hake-Kleinmachnow: Geschichte der brandenburgischen Familie von Hake. Band 2: Die Häuser Bornim, Stülpe-Genshagen, Petkus, der österreichische Zweig, die Nachkommen Hans Friedrichs II. auf Genshagen, die rote Linie Hake, Dietloff. C. A. Starke Verlag, Görlitz 1928, u. a. Tafel XII-Das Haus Petkus.
Literatur Neuer Nekrolog der Deutschen. Zwanzigster Jahrgang-1842, Theil 2, Bernh. Friedr. Voigt, Weimar 1844, S. 736 f. Todesanzeige, In: E. W. Leske: Allgemeine Militär-Zeitung. Jahrgang 17, No. 111-1842, Darmstadt, Dienstag 15. November 1842, S. 881. J. Meyer (Hrsg.): Das grosse Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände. Dritter Supplement-Band, Bibliographisches Institut, Hildburghausen / Amsterdam / Paris / Philadelphia 1853, S. 1258.
Weblinks August Wilhelm von Hake auf Stadtwiki Dresden Autograph aus Familienchronik d. Dietloff von Hake-Kleinmachnow, 1928.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) August Wilhelm Ernst Kategorie:Ritter des Militär-St.-Heinrichs-Ordens Kategorie:Generalmajor (Sachsen) Kategorie:Geboren 1764 Kategorie:Gestorben 1842 Kategorie:Mann