Kłoda ( Kegelsmühl, früher Kegelsmühle) ist ein Dorf in der Landgemeinde (Gmina) Szydłowo im Powiat Pilski der polnischen Woiwodschaft Westpommern.
Geographische Lage Das Dorf liegt im Netzedistrikt im ehemaligen Westpreußen, etwa 18 Kilometer südsüdöstlich von Wałcz, fünf Kilometer südwestlich von Szydłowo und drei Kilometer südlich von Pokrzywnica.
Geschichte Die Grenzregion des Netzedistrikts, in der das Dorf liegt, hatte ursprünglich zum Herzogtum Pommern gehört, war vorübergehend unter polnische Herrschaft gelangt und dann an die Markgrafen von Brandenburg gekommen. Im Rahmen der Ersten Teilung Polen-Litauens kam das Dorf 1772 zusammen mit dem Landkreis Deutsch Krone an Preußen.
Die Ortschaft war von der Familie Kegel angelegt worden. 1781 wohnten hier zwei Privilegierte; sie hatten freie Hütung im Krummfließer Busch.Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Deutsch Croner Kreises. Lambeck, Thorn 1867, S. 226 (Google Books). Um 1896 bestanden hier die Güter Kegelsmühl I und Kegelsmühl II mit Stärkefabrik, deren Besitzer ein Kreike bzw. Leopold Jokisch waren.C. Leuchs: Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibenden, Gutsbesitzer etc. Band 11a: Westpreussen, Nürnberg 1896, S. 170, rechte Spalte (Google Books).
Um 1930 hatte die Gemeinde Kegelsmühl eine 5,4 km² große Gemarkungsfläche, und in dem Gemeindegebiet, auf dem Kegelsmühl der einzige Wohnplatz war, standen zwölf bewohnte Wohnhäuser.
Im Jahr 1945 gehörte das Dorf Kegelsmühl zum Landkreis Deutsch Krone im Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Kegelsmühl war dem Amtsbezirk Krummfließ zugeordnet.
Im Februar 1945 wurde Kegelsmühl von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit ganz Hinterpommern und der südlichen Hälfte Ostpreußens – militärische Sperrgebiete ausgenommen – der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es wanderten nun Polen zu. Kegelsmühl wurde unter der polnischen Ortsbezeichnung „Kłoda“ verwaltet. Die einheimische Bevölkerung wurde mit wenigen Ausnahmen von der polnischen Administration aus Kegelsmühl vertrieben.
Demographie + Bevölkerungsentwicklung bis zur Eingemeindung nach Machlin 1928 Jahr Einwohner Anmerkungen 1783 – königliches Freigut nebst einer Wassermühle, sechs Feuerstellen (Haushaltungen), im Netzedistrikt, Kreis KroneJohann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Anhang (mit neu beginnender Seitenzählung): Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, Marienwerder 1789, S. 107 (Google Books). 1818 37 königliches Dorf, Amt LebehnkeAlexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2: G–Ko, Halle 1821, S. 319, Ziffer 1677 (Google Books). 1864 129 darunter 54 Evangelische und 75 KatholikenEmil Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868. Ortschaft-Verzeichnis des Regierungsbezirks Marienwerder, S. 60–61, Ziffer 115 (Google Books). 1910 152 am 1. Dezember, darunter 39 Evangelische und 84 Katholiken; 47 Personen mit polnischer MutterspracheKöniglich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1912, Heft III: Regierungsbezirk Marienwerder, 3. Kreis Deutsch Krone, S. 12–13, Ziffer 40 (Google Books). 1925 202 darunter 132 Evangelische und 70 KatholikenDie Gemeinde Kegelsmühl im ehemaligen Kreis Deutsch Krone in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011). 1933 192 1939 249
Kirche Die Protestanten der hier bis 1945 anwesenden Dorfbevölkerung gehörten zur Pfarrei Groß Wittenberg.Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 472–473 (Google Books).
Literatur Kegelsmühl, Dorf, Kreis Deutsch Krone, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Kegelsmühl (meyersgaz.org). Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Deutsch Croner Kreises. Lambeck, Thorn 1867 (Google Books). Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 472–473 (Google Books).
Weblinks Die Gemeinde Kegelsmühl im ehemaligen Kreis Deutsch Krone in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011). Amtsbezirk Krummfließ (Territorial.de)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Westpommern Kategorie:Gmina Szydłowo (Powiat Pilski)