Serkalnoje (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich fünf Kilometer südöstlich von Prawdino (Grumbkowkaiten/Grumbkowsfelde) am Ozero Borodinskoje (Willuhner See).
Geschichte mini|Die Gemeinde Kötschen (Köschen) auf zwei Messtischblättern von 1936 und 1938
Der Ort wurde vor 1625 gegründet.Kiečiai in der Mažosios Lietuvos enciklopedija (Kleine Litauische Enzyklopädie) Um 1780 war Kötschen ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 73. 1874 wurde die Landgemeinde Kötschen in den neu gebildeten Amtsbezirk Willuhnen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Willuhnen 1938 wurde Kötschen in Köschen umbenannt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen Serkalnoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Prawdinski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Serkalnoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht der Ort nicht mehr auf.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 175 1871 173 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 204 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 177 1910 168 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 137 1939 137
Kirche Kötschen/Köschen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Willuhnen.
Söhne und Töchter des Ortes Heinz Jurkat (1929–2011), Vorsitzender des Landesblinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk