Ebenfelde, bis 1928 Kummehlupchen, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich an der Straße von Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg) – acht Kilometer westnordwestlich – nach Tretjakowo (Sodargen) – vier Kilometer ostsüdöstlich.

Geschichte mini|Die Gemeinde Ebenfelde auf zwei Messtischblättern von 1931 und 1937 Die Landgemeinde Ebenfelde wurde im Jahr 1928 durch Zusammenschluss der Landgemeinde Kummehlupchen (s. u.) mit den beiden Gutsbezirken Batschken (s. u.) und Batschkehlen (s. u.) gebildet. Sie gehörte zum Amtsbezirk Willuhnen im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Willuhnen 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 187 1939 195

Kummehlupchen Um 1780 war Kummelupchen ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 79. 1874 wurde die Landgemeinde Kummelupchen in den neu gebildeten Amtsbezirk Willuhnen eingegliedert. Es gab auch die Schreibweisen Kummehlupschen und Kummehlupchen, die wohl am gebräuchlichsten war. 1928 ging die Landgemeinde Kummehlupchen in der neu gebildeten Landgemeinde Ebenfelde auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 108 1871 115 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 103 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 88 1910 76

Batschken (Bussardhorst) Um 1780 war Batzken ein kölmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 11. 1874 wurde auch der Gutsbezirk Batschken in den Amtsbezirk Willuhnen eingegliedert. 1928 wurde er an die neu gebildete Landgemeinde Ebenfelde angeschlossen. Dort wurde der Ortsteil 1938 in Bussardhorst umbenannt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 95 1871 94 1885 129 1905 90 1910 87 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 120

Batschkehlen (Bussardwalde) Um 1780 war Batzkehlen ein kölmischer Ort mit einer Pferde-Ölmühle.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 11. 1874 wurde auch der Gutsbezirk Batschkehken in den Amtsbezirk Willuhnen eingegliedert. 1928 wurde er an die neu gebildete Landgemeinde Ebenfelde angeschlossen. Dort wurde der Ortsteil 1938 in Bussardwalde umbenannt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 18 1871 14 1885 20 1905 21 1910 23 1925 32

Kirche Ebenfelde gehörte zum evangelischen Kirchspiel Groß Warningken. Kummehlupchen hatte zunächst zum evangelischen Kirchspiel Willuhnen gehört, während Batschken und Batschkehlen zum evangelischen Kirchspiel Pillkallen gehört hatten. Nach der Errichtung der dortigen Kirche 1895 gehörten diese Orte dann zum evangelischen Kirchspiel Groß Warningken.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk