Eliezer (oder Elieser) Sussmann war Sohn des Kantors Schlomo Katz aus Brody in Galizien und bedeutender Synagogenmaler im 18. Jahrhundert.

Leben und Werk Er malte zwischen 1730 und 1740 mehrere Synagogen im fränkisch-schwäbischen Raum nach Art der volkstümlichen barocken Holzsynagogen in Polen aus. Die bisher bekannten von Sussmann ausgemalten Synagogen sind die 1938 zerstörte Scheunensynagoge von Bechhofen (1732),Scheunensynagoge Bechhofen auf worksheets.de, gesehen am 12. Juli 2009 die Synagoge von Horb am Main (1735), heute Ortsteil von Marktzeuln, deren bemalte Ausstattungsteile sich heute im Israel Museum in Jerusalem befinden; Bild und Kurzinformation zur Synagoge von Horb bei Israel Museum, Jerusalem auf imj.org.il, gesehen am 12. Juli 2009 die Beträume von Unterlimpurg und Steinbach bei Schwäbisch Hall in Württemberg (1738/39): die bemalte Vertäfelung der Unterlimpurger Synagoge und die der Steinbacher „Frauenschul“ werden im Stadtmühlentrakt des Hällisch-Fränkischen Museums in Schwäbisch Hall gezeigt; die Synagoge von Kirchheim (Unterfranken) bei Würzburg (1739/40); die Synagoge von Colmberg bei Ansbach (zeitlich unbestimmt); die Synagoge von Georgensgmünd im Fränkischen Seenland (ca. 1733/34, Einweihung der Synagoge 1735). die Synagoge Odenbach, frühestens 1752.

Die Lebensdaten von Sussmann sind bisher nicht bekannt.

Literatur David Davidovicz: Wandmalereien in alten Synagogen. Sponholtz, Hameln 1969. Armin Panter: Die Unterlimpurger Synagogenvertäfelung des Eliezer Sussmann im Hällisch-Fränkischen Museum Schwäbisch-Hall. In: Schwäbische Heimat. Bd. 57 (2006), Nr. 3, S. 270–276 (https://doi.org/10.53458/sh.v57i3.4106). Württembergisch Franken 90/91 (2006/2007), S. 438f.

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Geboren im 17. oder 18. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 18. oder 19. Jahrhundert Kategorie:Mann