mini|Lageplan von Turmhügel Perwolfing auf dem Urkataster von Bayern Perwolfing ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Runding im Landkreis Cham des Regierungsbezirks Oberpfalz im Freistaat Bayern.
Geografie Perwolfing liegt in der Cham-Further Senke zwei Kilometer nordwestlich von Runding und 700 Meter südöstlich der Bundesstraße 20.
Einen Kilometer nordwestlich von Perwolfing fließt der Chamb Richtung Südwesten dem Regen zu, in den er 4 Kilometer westlich von Perwolfing mündet. Der Regen fließt 2 Kilometer südwestlich von Perwolfing in Richtung Nordwesten.
Ein Kilometer nordwestlich von Perwolfing verläuft die Bahnstrecke Schwandorf–Furth im Wald. Nächster Haltepunkt auf dieser Strecke ist Kothmaißling 2 Kilometer nördlich von Perwolfing.
Ein Kilometer südwestlich von Perwolfing verläuft die Bahnstrecke Cham–Bad Kötzting. Nächster Haltepunkt auf dieser Strecke ist Cham-Schwedenschanze 3 Kilometer westlich von Perwolfing.
Nordöstlich von Perwolfing erhebt sich der 440 Meter hohe Blauberg.
Geschichte Bereits im 11. Jahrhundert gab es in Perwolfing eine Burg, die jedoch schon im 13. Jahrhundert verfiel. Perwolfing wurde im 15. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt.
Perwolfing hatte 1752 6 Anwesen, darunter ein Gemeinde-Hüthaus. Die Eigentümer hießen Schwägerl, Moser, Löb, Huber.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Perwolfing zum Steuerdistrikt Niederrunding. Der Steuerdistrikt Niederrunding umfasste die Orte Niederrunding, Göttling, Langwitz, Öd, Perwolfing und Satzdorf.
1821 wurden im Landgericht Cham Gemeinden gebildet. Aus dem Steuerdistrikt Niederrunding ging die Gemeinde Niederrunding hervor. Die Gemeinde Niederrunding bestand 1861 aus den Ortschaften Niederrunding, Göttling, Langwitz, Perwolfing und Satzdorf.
Bei der Gebietsreform in Bayern wurde 1972 die Gemeinde Niederrunding in die Gemeinde Runding eingemeindet.
Perwolfing gehört zur Pfarrei Runding. 1997 hatte Perwolfing 119 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1838 + 1838–1913 Jahr Einwohner Gebäude 1838 61 11 1861 54 34 1871 52 29 1885 118 15 1900 94 18 1913 125 18
+ 1925–2011 Jahr Einwohner Gebäude 1925 125 20 1950 126 21 1961 118 23 1970 130 k. A. 1987 119 36 2011 121 k. A.
Denkmalschutz und Tourismus Das Gebiet von Perwolfing wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Davon zeugen Siedlungen der Urnenfelderkultur und der Spätlatènezeit nordwestlich von Perwolfing, die als Bodendenkmal mit der Denkmalnummer D-3-6742-0184 ausgezeichnet sind.
Ein weiteres Bodendenkmal ist der Platz westlich von Perwolfing, auf dem die mittelalterliche Turmhügelburg Perwolfing stand. Er hat die Denkmalnummer D-3-6742-0021.
Nordöstlich von Perwolfing befindet sich auf dem Blauberg ein ausgedehnter Granitsteinbruch des Josef Rädlinger Bauunternehmens. Teile des Steinbruchs, die bereits ausgeschöpft wurden, bilden das Geotop Blaubergsee. Es ist unter der Geotop-Nummer 372A014 registriert.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 27. Februar 2022. Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 621 Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.1972 Excel-Tabelle, Habersdorf: Blatt 1972, Zeile 3108, Spalte E; bei destatis.de. Abgerufen am 22. Februar 2023. Perwolfing bei Bayernatlas. Abgerufen am 12. Juni 2023. Perwolfing bei Bayernatlas, historische Karte. Abgerufen am 12. Juni 2023.
Kategorie:Runding Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Ersterwähnung im 15. Jahrhundert