mini|Porträt von Jak R. Maier (1970er-Jahre) Jak R. Maier (* 21. Februar 1933 in Tailfingen, Württemberg; † 2010 in Tailfingen) war ein deutscher Künstler, der in Berlin als Metallbildhauer gearbeitet und an der Universität der Künste gelehrt hat. Einige seiner Skulpturen wurden für den öffentlichen Raum realisiert. Sein künstlerischer Nachlass befindet sich im Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung.
Leben Jakob Richard Maier war eines von drei Kindern des Schmiede- und Schlossermeisters Konrad Maier und seiner Frau Maria, geborene WizemannPersonalfragebogen von Jakob Richard Maier, vom 30. November 1968, S. 1, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin.. Nach einer dreijährigen Lehre zum Schmied beim VaterPersonalfragebogen von Jakob Richard Maier, vom 30. November 1968, S. 3, Dokument aus dem Archiv der Universität der Künste / Berlin, Personalakte Jakob Richard Maier. besuchte er von 1956 bis 1957 die Meisterschule für Kunst- und Bauschlosserei in Stuttgart und schloss sie als Kunstschmiedemeister abPersonalfragebogen von Jakob Richard Maier, vom 30. November 1968, S. 3, Dokument aus dem Archiv der Universität der Künste / Berlin, Personalakte Jakob Richard Maier.. Begleitend absolvierte/verbrachte(?) er Studienaufenthalte in der Schweiz und Italien, unter anderem bei Prof. Toni Benetton in TrevisoFachliches Zertifikat des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltung zum Nachlass Jak R. Maier, vom 26. Oktober 2016, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin..
Ab April 1958 besuchte er regelmäßig Kurse an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Berlin (HfbK), der späteren Universität der Künste Berlin (UdK)Immatrikulationsunterlagen Jakob Richard Maier, vom 26. Oktober 1959, Dokument aus dem Archiv der Universität der Künste / Berlin, Personalakte Jakob Richard Maier.. Jakob Richard Maier immatrikulierte sich dort im Wintersemester 1959/60 für den Bereich Freie KunstFachliches Zertifikat des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltung zum Nachlass Jak R. Maier, vom 26. Oktober 2016, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin.. Parallel dazu belegte er Bildhauerkurse bei Prof. Hans UhlmannImmatrikulationsunterlagen Jakob Richard Maier, vom 26. Oktober 1959, Dokument aus dem Archiv der Universität der Künste / Berlin, Personalakte Jakob Richard Maier.. Nach Abschluss der Meisterklasse begann seine freiberufliche Tätigkeit als MetallbildhauerMaier, Jak R.: Lebenslauf vom 30. November 1968, Archiv der Universität der Künste / Berlin..
Vom Wintersemester 1967/68 bis zum Sommersemester 1968 arbeitete Maier als Dozent an der Staatlichen Akademie für Grafik, Druck und Werbung, Berlin, der späteren Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende KunstFachliches Zertifikat des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltung zum Nachlass Jak R. Maier, vom 26. Oktober 2016, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin.. Er nutzte seit den 1960er-Jahren den Künstlernamen Jak R. Maier.
Maier wurde 1968 Dozent an der Universität der Künste Berlin und trug von 1971 bis 1998 die Amtsbezeichnung ProfessorBriefliche Mitteilung von der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst Berlin an den Senator für Wissenschaft und Kunst, am 29. Juli 1972, Dokument aus dem Archiv der Universität der Künste / Berlin, Personalakte Jakob Richard Maier.. Seinen letzten Kurs hielt er 1999Ausstellung unpacking Jak R. Maier, im Bauhaus-Archiv Berlin (1. März-30. Juni 2023). Unterlagen aus seiner Lehrtätigkeit sind kaum mehr vorhanden.
1962 heiratete er Marianne Erna Luise Maier, geborene LüttcherPersonalfragebogen von Jakob Richard Maier, vom 30. November 1968, S. 1, Dokument aus dem Archiv der Universität der Künste / Berlin, Personalakte Jakob Richard Maier.(* 17. Juli 1932 in Berlin-Karlshorst; † 15. Mai 2013 in Berlin-Reinickendorf)Satzung der Jakob und Marianne Maier Stiftung zur Pflege des Ideengutes des Bauhauses, vom 2. Februar 2015, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin.. Das Paar lebte zeitlebens in einem Einfamilienhaus in Berlin-Reinickendorf.
Werk mini|Jak R. Maier, Rote Figur im öffentlichen Raum, 2000er-Jahre mini|Jak R. Maier, Fotografie einer Figur, 1970er-Jahre mini|Jak R. Maier, Fotografie einer Figur, 1970er-Jahre mini|Jak R. Maier, Grafik aus dem Jahr 1968 mini|Jak R. Maier, Fotografie einer Figur, 1970er-Jahre
Jak R. Maier fertigte vor allem Figuren aus Metall und arbeitete zudem mit Werkstoffen wie Plexiglas, Stein und HolzKleinplastiken aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin.. Die meisten Kleinplastiken Maiers sind Modelle, die in vergrößerter Form im öffentlichen Raum realisiert werden solltenFachliches Zertifikat des Bauhaus-Archivs Berlin zum Nachlass Jak R. Maier, vom 26. Oktober 2016, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin. . Nur wenige seiner Projekte wurden dabei tatsächlich im Außenraum umgesetzt. Prominent waren die drei roten Kuben vor dem Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf, die später am Berliner Funkturm standen und dann nach Baden-Württemberg umzogen wurdenUhrig, Stefanie: Jak R. Maier: Der Glücksschmied, Berliner Morgenpost vom 26. Februar 1984.. Ein anderes Werk, die Metallfigur Sportler in Aktion, steht noch im baden-württembergischen Albstadt-Truchtelfingen.
Maier inszenierte seine kleinformatigen Modelle in zahlreichen Fotografien, setzte sie dabei ins Stadtbild oder ins Größenverhältnis zu menschlichen Figuren oder Autos. Insgesamt umfasst sein künstlerisches Werk großformatige Skulpturen, Kleinplastiken, Modelle, Fotografien, grafische Arbeiten und Konstruktionszeichnungen. Seine Frau Marianne Maier verfügte testamentarisch, dass der gemeinsame Besitz des Paares an das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin gehen solle. Der künstlerische Nachlass Jak R. Maiers befindet sich seit 2013 im Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin.
Das Bauhaus-Archiv besitzt rund 200 Kleinskulpturen, 8 größere Skulpturen, 2000 Grafiken, 200 Konstruktionspläne sowie über 100 Fotoalben und rund 1000 FotografienFachliches Zertifikat des Bauhaus-Archiv Berlin zum Nachlass Jak R. Maier, vom 26. Oktober 2016, Dokument aus dem Nachlass Jak R. Maier im Bauhaus-Archiv Berlin.. Das Vermögen des Paares wurde in die Jakob und Marianne Maier Stiftung zur Pflege des Ideengutes des Bauhauses überführt.
Einzelausstellungen Anhand der Dokumente im Nachlass, der sich im Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin befindet, wurden die folgenden Ausstellungen und Auszeichnungen zusammengetragen.
1961 Eröffnung Galerie „S“ Ben Wargin, Berlin 1962 Juryfreie Kunstausstellung, Berlin 1965 Teilnahme am Deutschen Kunstpreis der Jugend-Plastik, Stuttgart 1965 Junge Stadt sieht junge Kunst, Wolfsburg 1966 Hechingen 1967 Junge Stadt sieht junge Kunst, Wolfsburg 1967 Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin 1967 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1967 Schwäbisch Gmünd 1967 Balingen 1968 Juryfreie Kunstausstellung, Berlin 1968 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1969 Junge Stadt sieht junge Kunst, Wolfsburg 1969 Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin 1969 Haus am Kleistpark: Berliner Künstler 69, Berlin 1987 Porsche-Zentrum am Kurfürstendamm, Berlin 2023 Unpacking Jak R. Maier, Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung im the temporary bauhaus-archiv, Berlin
Gruppenausstellungen
1972 Jahresausstellung im Verein der Berliner Künstlerinnen, Berlin 1978 Ausstellung Jakob R. Maier und K. R. Schadt „Malerei+Plastik“ in der Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin 2023 HIER UND JETZT, Basement, Berlin
Auszeichnungen
Dezember 1963, Auszeichnung, Wettbewerb „Architektur und bildende Kunst“ 1966, Teilnahme, Wettbewerb zur Erstellung eines Berlin-Denkmals in Rio de Janeiro
Literatur
Oliver Möst (Hg): Katalog anlässlich der Ausstellung “Hier und Jetzt” im Basement Berlin (27. Januar 2023 – 30. März 2023) Fock, Gloria: Dinge, die wir hinterlassen, https://stories.bauhaus.de/beitraege/maierfock/ Maier, Jak R.: Jak R. Maier Metallplastikern, Selbstverlag, Berlin 1970 Jaeggi, Annemarie: „Ein Stück Berliner Kunstgeschichte“, https://stories.bauhaus.de/beitraege/maierjaeggi/ Regio Kunstwege, Bodensee Kulturraum, https://regio-kunstwege.eu/kunstwerk/sportler-in-aktion-von-jakob-r-maier Uhrig, Stefanie: Jak R. Maier: Der Glücksschmied, Berliner Morgenpost vom 26. Februar 1984 Wahlich, Maximilian: Von Fotoalben, Sportwagen und Metallscheren, https://stories.bauhaus.de/beitraege/maierwahlich/ Wahlich, Maximilian / Fock, Gloria: Jak R. Maier: Metall, Selbstarchivierung und verschwundene Kunstwerke, https://stories.bauhaus.de/beitraege/jak-r-maier-metall-selbstarchivierung-und-verschwundene-kunstwerke/ Wiedemeyer, Nina: Der ideale Bauhauskünstler, https://stories.bauhaus.de/beitraege/maierwiedemeyer/
Unterlagen zu Jak R. Maier
Archive
Universitätsarchiv der Universität der Künste Berlin (Archiv Bildende Kunst) Archiv der Akademie der Künste Berlin (https://archiv.adk.de/objekt/2266652) Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung (künstlerischer Nachlass)
Öffentliche Sammlungen
Graphothek Berlin-Reinickendorf (https://www.graphothek-berlin.de/?hmenu=2&item=26&suchwort=Maier,+Jak+R.)
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Gestorben 2010 Kategorie:Mann