Verriegelte Zeit ist ein Dokumentarfilm von Sibylle Schönemann von 1990. Er beschreibt ihre Suche nach Orten und Verantwortlichen ihrer Haft in der DDR.
Hintergründe Die DEFA-Regieassistentin Sibylle Schönemann wurde 1984 nach einem Ausreiseantrag in der DDR verhaftet und Anfang 1985 zu 12 Monaten Haft verurteilt. Im Juli 1985 wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft und lebte seitdem in Hamburg. 1990 begann sie ihre Suche nach den damaligen Ereignissen.
Beschreibung Sibylle Schönemann besucht die Orte ihrer Haft. Ihr gelingt es, mit vielen Zeitzeugen vor der Kamera über diese Ereignisse zu sprechen. Dazu gehören Mitbetroffene, aber vor allem Verfahrensbeteiligte, wie Angestellte im Strafvollzug, Beteiligte im Strafprozess und weitere Verantwortliche. Sie muss bald ernüchtert feststellen, dass alle angeblich kaum verantwortlich waren und nur unter äußeren Zwängen handelten., unten im Text Ratlos bleibt sie am Ende mit der Frage nach den eigentlichen Verantwortlichen zurück.
Der Film Verriegelte Zeit berührt vor allem durch seine unbefangene, unideologische und fast naive Grundeinstellung zu den Vorgängen, die nicht voreilig Schuld zuweisen möchte...
Selbstbeschreibung Sibylle Schönemann beschrieb ihren Film selbst so:
Auszeichnungen Sybille Schönemann erhielt für ihren wichtigsten Film mehrere Auszeichnungen
1990 Internationale Leipziger Filmwoche für Dokumentar- und Animationsfilm: Silberne Taube 1991 Deutscher Filmpreis: Filmband in Silber in der Kategorie „Weitere Filme“ 1991 Films de Femmes Créteil: Bester Dokumentarfilm 1991 Internationales Dokumentarfilmfestival Yamagata: Großer Preis 1993 Rheinland-Pfälzischer Filmpreis
Weblinks Verriegelte Zeit in der Filmdatenbank der DEFA-Stiftung
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 1990 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Gefängnisfilm Kategorie:Aufarbeitung der SED-Diktatur