Eine Hand wäscht die andere ist ein geflügeltes Wort. Es bedeutet, dass gegenseitige Unterstützung hilfreich ist, auch im halblegalen Sinne.
Verwendungen Antike Erwähnungen Die älteste Erwähnung dieser Redewendung ist von dem griechischen Komödiendichter Epicharmos um 500 v. Chr. überliefert: Epicharmos, Fragment 30 (Hā de cheir tān cheira nizei.) Auch der Dichter Menander schrieb im 4. Jahrhundert v. Chr.: „“.Menander, 832 (Cheir cheira niptei) Diese enthält schon die heutige Bedeutung der eine Missetäter nimmt den anderen in Schutz. In der Erweiterung hieß sie (Eine Hand wäscht die andere, die Finger waschen Finger.)
Die römischen Autoren Seneca (Apocolocyntosis) und Petronius (Satyricon) im ersten Jahrhundert nach Chr. übernahmen diese als „Manus manum lavat“ (erweitert Digitum lavat digitus et manum manus.) Diese beinhalteten nun den positiven Gedanken, dass gegenseitige Unterstützung nützlich ist. Im Apocolocyntosis heißt es „gib etwas und du bekommst etwas.“ (Wie bei Epicharmos: "δός τι καὶ λάβοις τί κα".)
18. und 19. Jahrhundert
In diesem Sinn verwendete sie auch Johann Wolfgang von Goethe in einem Gedicht „Wie du mir, so ich dir“:
Und Georg Wilhelm Friedrich Hegel schrieb um 1806:
20. und 21. Jahrhundert mini|hochkant|Emblem der SED Das Emblem der SED mit dem symbolischen Händedruck wurde ironisch mitunter auch so gedeutet:
mini|Skulptur von Guido Messer in Stuttgart: Manus manum lavat In Köln kennt man im Zusammenhang mit dem „Kölsche Klüngel“ (Man kennt sich, und man hilft sich) noch eine andere, sehr freie Übertragung: „Die eine Hand darf nicht wissen, wen die andere wäscht“.
In einem gleichnamigen Lied von Saltatio Mortis wird die mit diesem Prinzip verbundene „Korruption und Kungelei“ kritisiert.
Siehe auch Seine Hände in Unschuld waschen Do ut des
Weblinks
Eine Hand wäscht die andere Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
Einzelnachweise
Kategorie:Geflügeltes Wort Kategorie:Hand in der Kultur Kategorie:Körperpflege