mini|Margarethe von Trotta Diese Liste enthält Regisseurinnen, die in deutschsprachigen Filmen mitwirkten. Sie ist nicht vollständig.

Geschichte In deutschsprachigen Filmens gab es bis etwa 1980 nur wenige Frauen, die Regie führten. Danach verbesserte sich die Situation etwas, aber auch in der Gegenwart gibt es prozentual nur wenige Filme, die von Frauen gedreht wurden, obwohl auf den Filmhochschulen etwa die Hälfte der Studierenden weiblich sind.Regisseurinnen im deutschen Kino epd-Film, 2016Frauen im deutschen Kino. Benachteiligung von Regisseurinnen, in Der Spiegel vom 9. Februar 2015 Text

Zu den bekanntesten deutschen Regisseurinnen bis 1980 gehörten Leni Riefenstahl und Margarethe von Trotta. Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten gab es einige erfolgreiche Regisseurinnen wie Doris Dörrie und Vivian Naefe.

Deutschland 1911–1944 Stummfilme 1911–1930 In der Zeit des Stummfilms gab es einige Regisseurinnen, die jedoch nicht sehr bekannt waren. Daneben wirkten Produzentinnen, Drehbuchautorinnen und weitere Akteurinnen in Stummfilmen mit.Gabriele Hansch, Gerlinde Waz: Filmpionierinnen in Deutschland. Abschlußbericht, 2019, 502 Seiten, unveröffentlichtFilmpionierinnen f films, Angaben nach Gabriele Hansch, Gerlinde Waz, 2019 (zu Fern Andra, Rosa Porten, Olga Wohlbrück und Iwa Raffay)

Hanna Henning, 1911–1924, 42 Filme, oft auch Produzentin Olga Wohlbrück, 1913, ein Film Fern Andra, 1915–1919, 7 Filme Rosa Porten, 1916–1927, 11 Spielfilme, Schwester von Henny Porten Iwa Raffay, 1918–1927, 8 Filme Friedel Köhne, 1919, ein Spielfilm Eva Christa, 1921–1922, vier Spielfilme Marie-Louise Droop, 1920, zwei Spielfilme Gertrud David, 1922–um 1928, einige Dokumentarfilme zu sozialen Themen (Bethel), danach Tonfilme Lotte Reiniger, 1926, erster abendfüllender Animationsfilm überhaupt Luise Fleck, 1926–1930, etwa 20 Filme, vorher 1911–1924 in Österreich, danach Tonfilme Ella Bergmann-Michel, 1931–1932, 5 Dokumentarkurzfilme, einige zu sozialen Themen

Tonfilme 1931–1944 Auch in den frühen Tonfilmen seit 1931 gab es nur wenige Regisseurinnen.

Leontine Sagan, 1931, 2 Spielfilme, danach 1946 einer in England Louise Fleck, 1931–1932, etwa 2 Spielfilme, danach wieder in Österreich Leni Riefenstahl, 1932–1944, 12 Filme, meist Dokumentarfilme Gertrud David, 1933–1934, ein Spielfilm und mehrere Dokumentarfilme über die Bodelschwingschen Anstalten und weitere soziale Themen Thea von Harbou, 1934, zwei Spielfilme, ansonsten viele Drehbücher und Bücher

DDR 1949–1990 Übersicht In der DDR gab es etwa 60 Filmregisseurinnen bei der DEFA.Susanne Klauß, Ralf Schenk (Hrsg.): Sie. Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme, Berlin 2019 (Informationen mit Inhaltsverzeichnis, Inhaltsverzeichnis), mit Biographien von 60 Regisseurinnen Suche DEFA-Stiftung, mit Angaben zu den meisten DEFA-Regisseurinnen Die meisten drehten Dokumentar- oder Animationsfilme und blieben weitgehend unbekannt. Die einzigen Spielfilmregisseurinnen der DEFA waren Ursula Pohle (ein Kurzfilm), Bärbl Bergmann (Kurzfilme), Ingrid Reschke (erster langer Spielfilm), Iris Gusner (mehrere Spielfilme), Evelyn Schmidt (mehrere Spielfilme) und Hannelore Unterberg (Kinderfilme). Sie stießen mit ihren Produktionen häufig auf Widerstände, öfter gab es Verrisse,Filmregisseurinnen in der DDR. Mit hohem künstlerischem Anspruch Deutschlandfunk, vom 24. Juli 2021, mit kurzen Angaben, anlässlich einer Langen Nacht über Helke Misselwitz, Gabriele Denecke und Petra Tschörtner (Wiederholung vom 3. Oktober 2015 [25 Jahrestag Einheit]) (Die vielversprechende Ingrid Reschke verunglückte mit 35 Jahren in der Zeit der Vorbereitungen zur Legende von Paul und Paula tödlich.) Einige Dokumentarfilmerinnen, vor allem Helke Misselwitz, sowie Barbara Junge, Gitta Nickel, Róża Berger-Fiedler, Sibylle Schönemann und Petra Tschörtner erreichten eine etwas größere künstlerische Anerkennung.

Für das DDR-Fernsehen waren Ruth Heucke-Langenscheidt (erster Spielfilm einer Regisseurin), Ursula Bonhoff, Christa Kulosa (Bühnenkomödien), Christa Mühl und Vera Loebner als Spielfilmregisseurinnen tätig, Annelies Thomas zeichnete Bühnenstücke als Bildregisseurin auf.

Chronologisch (Auswahl) mit den ersten Filmen als Regisseurin 1940er Jahre Marion Keller, 1946– , Dokumentarfilme, Leiterin der DEFA-Wochenschau Der Augenzeuge Ella Ensink, 1947–, Dokumentarfilme Eva Fritzsche, Dokumentarfilm, 1949–

1950er Jahre Charlotte Martens, 1950–1953, 16 Kurzlehrfilme zu landwirtschaftlichen Themen, vorher und nachher in Hamburg Annelie Thorndike, 1958–1978, zahlreiche politische Dokumentarfilme und einige Spielfilme, meist mit Andrew Thorndike Bärbl Bergmann, zuerst Dokumentarkurzfilme, dann 1959 ersten Kurzspielfilm einer DDR-Regisseurin Ruth Heucke-Langenscheidt, 1959–, erster langer Spielfilm einer DDR-Regisseurin Katja Georgi, Puppentrickfilme Christl Wiemer, Zeichentrickfilme

1960er Jahre Monika Krauße-Anderson, Animationsfilm Barbara Junge, Dokumentarfilme (Kinder von Golzow) Ingrid Reschke, je zwei Kinder- und Erwachsenenspielfilme Ingrid Sander, Politische Fernsehdokumentarfilme und vier Spielfilme (darunter ein Polizeiruf 110)

1970er Jahre Ursula Bonhoff, Fernsehfilme Gabriele Denecke, etwa sieben Dokumentar- und Spielfilme (Der Staatsanwalt hat das Wort) Iris Gusner, neun Spielfilme Sieglinde Hamacher, Animationsfilm Christa Mühl, elf Fernsehfilme Gitta Nickel, Dokumentarfilme Ursula Schmenger, Kinderfilme für das Fernsehen Evelyn Schmidt, Spielfilme Annelies Thomas, Fernsehfilme Hannelore Unterberg, Kinderfilme.

1980er Jahre Róza Berger-Fiedler, Dokumentarfilme Cox Habbema, 1981 eine Fernsehstudioinszenierung Karola Hattop, Kinderfilme, nach 1990 Fernsehspielfilme Sabine Meienreis, Animationsfilme Helke Misselwitz, Dokumentarfilme Marion Rasche, Animationsfilme Tamara Trampe, Dokumentarfilme Petra Tschörtner, Dokumentarfilme

Alphabetisch DEFA Angelika Andrees (* 1951), Dokumentarfilme Róża Berger-Fiedler (* 1940), Dokumentarfilme Bärbl Bergmann (1931–2003), Dokumentarfilme, erster Kurzspielfilm einer Regisseurin bei der DEFA Elke Bräuniger (1943–2018), Animationsfilme Käte Conen (* 1940), Industrie- und Werbefilme Ursula Demitter (* 1945), Dokumentarfilme Renate Drescher (1932–2021), Dokumentarfilme Barbara Eckhold (* 1944), Animationsfilme Hanna Emuth (1920–2008), Dokumentarfilme mini|Ella Ensink (1946) Ella Ensink-Kleberg (1897–1968), Dokumentarfilme Nina Freudenberg (* 1933), Dokumentarfilme Eva Fritzsche (1908–1986), erste Dokumentarkurzfilmregisseurin der DEFA, danach langjährige Leiterin der Synchronabteilung Heide Gauert (* 1942), Dokumentarfilme Katja Georgi (1928–2022), Animationsfilme Irina Gregor (1942–1996), Dokumentarfilme mini|rechts|Iris Gusner bei der Berlinale 2019 Iris Gusner (* 1941), Spielfilme Sieglinde Hamacher (1936–2020), Animationsfilme Gerda Hammer-Wallburg (1919–1995), Animationsfilme Karola Hattop (* 1949), Spielfilme Christiane Hein (1944–2002), Dokumentarfilme Ingrid Hinz (* 1939), Lehrfilme Maria Hohnstein (* 1926), Dokumentarfilme Barbara Junge (* 1943), Dokumentarfilme (Die Kinder von Golzow) mini|Barbara Junge (2014) Erika Just (1922–2011), Tanzfilme Marion Keller (1910–1998), Dokumentarfilme, Leiterin der Wochenschau Der Augenzeuge Johanna Kleberg (* 1938), Dokumentarfilme Monika Krauße-Anderson (1929–2021), Animationsfilme Dagmar Langanki (* 1950), Dokumentarfilme Erna Latz Lisette Mahler (* 1926), Dokumentar- und Werbefilme Charlotte Martens (1898–1983), Lehrfilme Sabine Meienreis (* 1938), Animationsfilme Helke Misselwitz (* 1947), Dokumentarfilme mini|hochkant|Helke Misselwitz (2009) Erika Müller Eva Natus-Šalamoun (1936–2014), Animationsfilme Gitta Nickel (1936–2023), Dokumentarfilme Dagnija Osite-Krüger (* 1946), Dokumentarfilme Ursula Pohle (1913–1999), Kurzspielfilme Helga Porsch (1943–2010), Dokumentarfilme Ingrid Poss (1939–2019), Dokumentarfilme Marianne Prütz (* 1926), Dokumentarfilme Ina Rarisch (1926–2012), Animationsfilme Marion Rasche (* 1944), Animations- und Dokumentarfilme Ingrid Reschke (1936–1971), Spielfilme, erste DEFA-Regisseurin eines langen Spielfilms Ellen Richardt (1941–1985), Dokumentarfilme Andrea Ritterbusch (* 1955), Dokumentarfilme Ingrid Sander (1931–2006), Dokumentarfilme Elke Schieber (* 1947), Dokumentarfilme Evelyn Schmidt (* 1949), Spielfilme mini|Evelyn Schmidt (2023) Sibylle Schönemann (* 1953), Dokumentarfilme Regina Sommermeyer (* 1952), Dokumentarfilme Annemarie Stabrey (* 1941), Dokumentarfilme Marianne Supplieth (1930–1989), Dokumentarfilme Lotte (Lotti) Thiel (1923–1999), Dokumentarfilme Regina Thielemann (* 1953), Dokumentarfilme Annelie Thorndike (1925–2012), Dokumentarfilme Tamara Trampe (1942–2021), Dokumentarfilme Petra Tschörtner (1958–2012), Dokumentarfilme miniatur|Petra Tschörtner (2009) Hannelore Unterberg (* 1940), Spielfilme Renate Wekwerth (1929–2016), Dokumentarfilme Christl Wiemer (1929–2021), Animationsfilme Traute Wischnewski (* 1930), Dokumentarfilme Leonija Wuss-Mundeciema (* 1939), Dokumentarfilme

Fernsehen der DDR Ursula Bonhoff Gabriele Denecke Christa Mühl Ingrid Sander, politische Dokumentar- und Spielfilme Ursula Schmenger Annelies Thomas

Hochschule für Film und Fernsehen

Die wenigen Regie-Studentinnen an der Filmhochschule Babelsberg konnten dort mehrere Filme drehen (für einige blieben diese dann aber die einzigen).

Gabriele Denecke, drei Filme, einer verboten, danach beim Fernsehen Petra Tschörtner, drei Filme, ein Preis, danach Dokumentarfilme Sibylle Schönemann, drei Filme, erst 1990 DEFA-Film

Bundesrepublik Deutschland 1951–1990 Seit 1947 gab es vereinzelt Dokumentarfilme von westdeutschen Regisseurinnen.Suche Dokumentarfilmgeschichte, nach Jahren; Elisabeth Wilms, Erni Priemel, Sybille Sibylle Cles-Reden und Hanna Hirsch waren dort die frühesten genannten Der erste Spielfilm einer Regisseurin in der Bundesrepublik wurde wahrscheinlich 1961 von Erica Balqué gedreht. Insgesamt gab es mehr als dreißig Filmregisseurinnen bis 1990. Die erfolgreichsten waren Margarethe von Trotta und Doris Dörrie.

1940er- und 1950er-Jahre Elisabeth Wilms, 1947–1974, über 10 Dokumentarfilme, erste bekannte Filmregisseurin in Westdeutschland, hatte bereits 1943 privat angefangen Ernie Priemel, 1947–1984, über 30 Dokumentarfilme, meist mit ihrem Ehemann Gero Priemel Sibylle Cles-Reden, 1948–1953, 7 Reisedokumentarfilme aus Griechenland, Italien, u. a. Hanna Hirsch, 1951–1956, 8 Kurzlehrfilme, davon drei in eigener Produktionsfirma Maria Daelen, 1951, ein medizinischer Kurzaufklärungsfilm Trude Kolman, 1955–1968, Theater- und Fernsehregisseurin

1960er-Jahre Erica Balqué, 1961, ein Spielfilm, ansonsten über 20 Regieassistenzen mit dem Ehemann Helmut Käutner Elisabeth Kern Jeanine Meerapfel Erika Runge Helke Sander May Spils, 1964– Ula Stöckl, 1964– Claudia von Alemann, 1964– Birgit Hein, 1968–2013

1970er-Jahre Cynthia Beatt Dagmar Beiersdorf Christel Buschmann Dagmar Damek Doris Dörrie Ingemo Engström Rosemarie Fendel Heidi Genée Ilse Hofmann Marianne Lüdcke Elfi Mikesch Ulrike Ottinger Helga Reidemeister Helma Sanders-Brahms, 1970– Katrin Seybold Rosi S.M. Monika Teuber Margarethe von Trotta Gisela Tuchtenhagen

1980er-Jahre Gloria Behrens Jutta Brückner Hannelore Conradsen Pia Frankenberg Monika Funke-Stern Esther Gronenborn Nina Grosse Alexandra von Grote Petra Haffter Dagmar Hirtz Claudia Holldack Barbara Kappen Beate Klöckner Maria Knilli Brigitte Krause Gabi Kubach Hilde Lermann Caroline Link Vivian Naefe Marianne Rosenbaum Vérénice Rudolph Margit Saad Claudia Schröder Monika Treut Maria Theresia Wagner Angelika Weber Ute Wieland Bettina Woernle Gabriela Zerhau

Deutschland seit 1990 Allgemeines