Tuschino (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer nordöstlich von Schelannoje (Henskischken/Hensken) und ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die von der von Schelannoje nach Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg) führenden Regionalstraße 27A-025 (ex R508) abzweigt.

Geschichte mini|Die Gemeinde Groß Tullen auf zwei Messtischblättern von 1933 und 1937 Der Ort wurde um 1564 als Jennis Tullun gegründet und schrieb sich in der Folge Tuln und Tulln.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Reinkenwalde Um 1780 war Tullen ein meliertes Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 170. Um 1870 bestand die Landgemeinde Tullen aus den beiden Dörfern Großtullen und Kleintullen.Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 Seit 1874 gehörte die nun Groß Tullen genannte Landgemeinde zum neu gebildeten Amtsbezirk Henskischken im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Hensken Spätestens seit den 1880er Jahren gab es die Kolonie Neu Tullen, die auch zur Landgemeinde Groß Tullen gehörte. 1924 wurde diese aber der Landgemeinde Plampen angeschlossen. 1938 wurde Groß Tullen in Reinkenwalde umbenannt.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen Tuschino und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Dobrowolski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Tuschino wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei), taucht der Ort nicht mehr auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867 769 in Tullen 1871 771 in Tullen, davon in Großtullen 689, in Kleintullen 82 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 610 davon in Neu Tullen 101 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 621 davon in Neu Tullen 71 1910 631 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 441 ohne Neu Tullen 1939 409

Kirche Groß Tullen/Reinkenwalde gehörte zum evangelischen Kirchspiel Pillkallen.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk