Wągsty () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Kolno (Landgemeinde Groß Köllen) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Wągsty liegt am Nordufer des Jezioro Bierdawy () in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 19 Kilometer westlich der Kleinstadt Reszel (Rößel) bzw. 35 Kilometer nordöstlich der jetzigen Kreismetropole und auch Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn (). mini|Dorfstraße in Wągsty
Geschichte Das Gründungsjahr von WangstDietrich Lange: Wangst, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) ist das Jahr 1308: am 29. September jenes Jahres verlieh der ermländische Bischof Eberhard von Neisse an Johannes Belau Land mit allen Nutzungen und Gerichten sowie sechs Freijahren.GenWiki: Wangst Im Jahre 1785 wurde der Ort als königliches Bauerndorf mit 27 Feuerstellen, im Jahre 1820 als königliches Bauerndorf mit 31 Feuerstellen bei 181 Einwohnern erwähnt.
Im Jahre 1874 wurde die Landgemeinde Wangst in den neu gebildeten Amtsbezirk Lautern (polnisch Lutry) im ostpreußischen Kreis Rößel eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Lautern
204 Einwohner waren im Jahre 1885 in Wangst gemeldet, im Jahre 1910 waren es 201. Im Jahre 1933 belief sich ihre Zahl auf 183, und 1939 auf 148.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Rößel
Im Jahre 1945 wurde das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. In diesem Zusammenhang erhielt Wangst die polnische Namensform „Wągsty“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Kolno (Groß Köllen) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masurenzugehörig.
Kirche mini|Die Kapelle in Wągsty Bis 1945 war Wangst in die evangelische Kirche BischofsteinWalther Hubatsch: Geschichte de evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 (polnisch Bisztynek) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche Lautern (polnisch Lutry) im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.
Wągsty gehört katholischerseits auch heute zu Lutry, das jetzt dem Erzbistum Ermland zugeordnet ist. In Wągsty selbst steht eine Kapelle, die von der Pfarrei Lutry betreut wird. Evangelischerseits ist Wągsty zur Kapellengemeinde in Biskupiec (Bischofsburg) ausgerichtet, einer Filialgemeinde der Pfarrei Sorkwity (Sorquitten) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Wągsty ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die bei Lutry (Lautern) von der polnischen Landesstraße 57 (hier im Abschnitt der einstigen deutschen Reichsstraße 128) abzweigt und nach Prosity (Prossitten) führt. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1308 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Kolno (Powiat Olsztyński)