James Glen (Jim) Mead (* 6. Mai 1943 in Port Angeles, Washington) ist ein US-amerikanischer Cetologe, der sich vornehmlich mit Schnabelwalen und Delfinen befasst.

Leben Mead schrieb sich nach seinem Abschluss an der Olympia High School an der Yale University ein, wo er 1965 einen Bachelor-Abschluss in Biologie und Geologie erwarb. 1968 graduierte er zum Master of Arts in Geologie an der University of Texas at Austin mit einer Arbeit über die Beschreibung einer permischen Wirbeltierfauna. Während seines Doktoratsstudium in Evolutionsbiologie an der University of Chicago, das er 1972 abschloss, arbeitete er drei Jahre lang auf einer kanadischen Walfangstation in Neufundland. Seine Dissertation Anatomy of the external nasal passages and facial complex in the Delphinidae (Mammalia, Cetacea) behandelte die Gesichtsanatomie von Delfinen.

1972 wurde Mead Kurator für Meeressäuger am National Museum of Natural History der Smithsonian Institution, ein Amt, das er bis 2010 innehatte, als er als Kurator emeritus in den Ruhestand ging.

Meads Forschung umfasst die Evolution und Wechselbeziehungen zwischen Walen und Delfinen sowie die funktionelle Anatomie sowie Verbreitung und Biologie von Walen und Delfinen im westlichen und nördlichen Atlantik. Weiter veröffentlichte anatomische und systematische Studien über Schnabelwale, darunter die Erstbeschreibungen zum Peruanischen Schnabelwal, zum Perrin-Schnabelwal und zu den Schnabelwalarten Berardius minimus und Mesoplodon eueu. 1989 verfasste er die Beiträge über die Zweizahnwale im Werk Handbook of Marine Mammals von Sam H. Ridgway und Richard J. Harrison. 1993 und 2005 schrieb er in Zusammenarbeit mit Robert L. Brownell, Jr. das Kapitel über die Wale und Delfine im Standardwerk Mammal Species of the World. 2017 veröffentlichte er gemeinsam mit Richard Ellis einen Bestimmungsführer über Schnabelwale.

Dedikationsnamen 2007 wurde der Saugwurm Cetritrema meadi, der beim Gervais-Zweizahnwal (Mesoplodon europaeus) parasitiert, nach James G. Mead benannt. 2018 wurde die fossile Walart Salichicethus meadi und im selben Jahr die fossile Delfinart Yaquinacetus meadi, beide aus dem Oligozän, nach ihm benannt.

Schriften

Literatur Keynote Speaker 9th Student Affairs Workshop: James G. Mead In: Student Affairs Committee (Hrsg.): 20th Biennial Conference on the Biology of Marine Mammals December 9–13 2013 Dunedin, New Zealand, S. 4 (PDF, Online)

Weblinks Mitarbeiterprofil bei der Smithsonian Institution Bibliographie bei Google Scholar

Einzelnachweise

Kategorie:Cetologe Kategorie:Kurator einer naturwissenschaftlichen Sammlung Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann