mini|Jane Drew mit Ehemann Maxwell Fry 1984 Der Jane-Drew-Preis ist ein Architekturpreis, der seit 1998 jährlich von der Architekturzeitschrift Architects’ Journal an eine Person verliehen wird, die sich durch „Vielfalt, Innovation und Zusammenarbeit in der Architektur“ auszeichnet. Benannt ist er nach der englischen Architektin der Moderne Jane Drew (1911–1996), „die eine Fürsprecherin für Frauen in einem von Männern dominierten Beruf war“.

Geschichte Der Jane-Drew-Preis entstand 1997 bei Gesprächen zwischen einer Gruppe von Architektinnen des Royal Institute of British Architects (RIBA) und dem Arts Council of England. Die Namensgeberin Jane Drew, hatte unter anderem das erste Architekturbüro gegründet, in dem nur Frauen arbeiteten, und sie war die erste Architekturprofessorin an der Harvard University und am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Der Preis wurde im Januar 1998 mit einer Zeremonie im Institute of Contemporary Arts in London eingeführt. Das RIBA hatte für die erste Preisvergabe 1998 zu Nominierungen aufgerufen, woraufhin eine Jury unter vier Nominierungen (die Bauherrin Jane Priestman, der Künstler Martin Richman, die Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson und das Architekturbüro Fashion Architecture Taste) Kathryn Gustafson wählte, die ein Preisgeld in Höhe von 10.000 £ und eine Skulptur von Eduardo Paolozzi erhielt.

Der Preis ist inzwischen Teil der W Awards (ehemals Women in Architecture Awards), eines Programms von The Architectural Review und Architects’ Journal. Laut den Einreichungsrichtlinien wird seit 2014 mit dem Preis ein Beitrag zum Status von Frauen in der Architektur gewürdigt.

Gewinner 1998: Kathryn Gustafson, Landschaftsarchitektin 1999–2011: nicht vergeben 2012: Zaha Hadid, Architektin 2013: Eva Jiřičná, Architektin 2014: Kathryn Findlay, Architektin 2015: Yvonne Farrell und Shelley McNamara, Architektinnen und Gründerinnen von Grafton Architects 2016: Odile Decq, Architektin und Mitbegründerin des Studio Odile Decq 2017: Denise Scott Brown, Architektin, Planerin, Autorin, Lehrbeauftragte und Leiterin vom Venturi, Scott Brown and Associates 2018: Amanda Levete, Architektin und Leiterin von AL_A 2019: Liz Diller, Architektin und Gründerin von Diller Scofidio + Renfro 2020: Yasmeen Lari, Architektin 2021: Kate Macintosh, Architektin 2022: Farshid Moussavi, Architektin 2023: Kazuyo Sejima, Architektin 2024: Iwona Buczkowska, Architektin und Stadtplanerin 2025: Anne Lacaton, Architektin 2026: Barbara Buser, Architektin

Einzelnachweise

Kategorie:Erstverleihung 1998 Kategorie:Architekturpreis