Siechhaus ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).
Geografie Die Einöde lag auf einer Höhe von am rechten Ufer der Wörnitz unmittelbar südöstlich von Dinkelsbühl.
Geschichte Der Ort wurde in der Stiftungsurkunde eines Sifrid Berlin erstmals erwähnt („sant Leonhards kirchen außerhalb der statt bey sundersiechen gelegen“). Das Siechenhaus befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Leonhardskapelle, die seit 1530 die Friedhofskirche der Stadt Dinkelsbühl ist.
Siechhaus lag im Fraischbezirk der Reichsstadt Dinkelsbühl. Das Anwesen hatte die Siechenpflege der Reichsstadt Dinkelsbühl als Grundherrn.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 405ff. 1634 wurde im Dreißigjährigen Krieg die Kirche samt dem Siechenhaus von den schwedischen Besatzern zerstört. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus zwei Anwesen. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten diese die Nummern 750 und 772. Im Jahr 1809 wurde Siechhaus infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Munizipalgemeinde Dinkelsbühl zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535.
Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1852 1871 1885Einwohner 4 2 2 4 3 HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1840 und 1852 wurden diese als „Häuser“ bezeichnet und 1836 und 1885 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 Quelle
Literatur
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Wüstung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1387 Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach