mini|Generalmajor von Wilucki bei der Paradeaufstellung des 3. Feldartillerie-Regiment Nr. 32 anlässlich des Regimentsjubiläums im März 1914 (zweiter von links). Hesso Theodor Adolf Wilucki, seit 1907 von Wilucki (* 13. März 1854 in Dresden; † 10. Juli 1929 ebenda) war ein sächsischer Generalmajor.
Leben Herkunft Hesso stammte aus der III. Linie der briefadeligen Familie von Wilucki, welche sich zeitweilig der Schreibweise „von Wilucky“ bediente und in der Vorgeneration die Namensführung von Wilucki dienstlich nutzte, ohne das zu diesem Zeitpunkt schon adelsrechtlich nachweisbar eine Zustimmung vorlag.Christoph Franke, Edgar Hans von Brunner: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XVI, Band 137 der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2005, ISBN 3-7980-0837-X, S. 234. Er war ein Sohn des sächsischen Hauptmanns Theodor von Wilucki-Cabel (1813–1875) und dessen Ehefrau Julie, geborene von Taubadel-Dankwitz (1822–1893). Er hatte zwei Brüder, den sächsischen Amtshauptmann Bartusch von Wilucki (* 1846), sächsischer Adelsstand 1907, und den preußischen Oberförster und Oberleutnant der Landwehr Andreas von Wilucki (* 1863). Die vettermäßigen Vorfahren hatten mit Cabel einen Grundbesitz in der Niederlausitz, der sich in den Familienlinien mehrfach genealogisch unterzweigte.
Militärkarriere Wilucki besuchte von 1866 bis Ostern 1869 das Vitzthumsche Gymnasium zu Dresden und wechselte dann auf die Lehr- und Erziehungs-Anstalt von Dr. Christian Friedrich Krause. 1873 trat er in das 1. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 12 der Sächsischen Armee ein und avancierte bis Ende Januar 1875 zum Sekondeleutnant. In den folgenden Jahren erhielt er am 17. September 1882 den Charakter als Premierleutnant. Nach Beförderung zum Hauptmann am 20. März 1889 wurde er als Batteriechef in das 2. Feldartillerie-Regiment Nr. 28 versetzt. Nach Beförderung zum Major am 30. März 1898 wurde er Kommandeur der I. Abteilung im 3. Feldartillerie-Regiments Nr. 32. Im nächsten Jahr erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur der I. Abteilung im 7. Feldartillerie-Regiment Nr. 77 in Leipzig. 1901 beauftragte man Wilucki zunächst mit der Führung des 6. Feldartillerie-Regiments Nr. 68 in RiesaRangliste der Königlich-Sächsischen Armee für das Jahr 1902 (Nach dem Stande vom 1. Januar). C. Heinrich, Dresden 1902, S. 77. Digitalisat, In: SLUB Dresden, ff. SLUB. und nach Beförderung zum Oberstleutnant am 21. April 1902 folgte seine Ernennung zum Kommandeur. Nach Beförderung zum Oberst am 28. Oktober 1904 wurde er diensttuender Flügeladjutant von König Friedrich August III. Am 28. Februar 1907 wurde er in den erblichen sächsischen Adelsstand erhoben.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1917. Elfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1916, S. 953. (Digitalisat)
Unter Belassung in seiner Stellung als Flügeladjutant wurde er am 15. April 1908 zum Kommandeur der 3. Feldartillerie-Brigade Nr. 32 ernannt und am 15. November 1908 zum Generalmajor befördert. Im Mai 1909 erhielt er das Komturkreuz des Albrechts-Orden. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Wilucki am 24. September 1910 mit der Erlaubnis zum Tragen der Generalsuniform zur Disposition gestellt und anlässlich seiner Verabschiedung mit dem Komturkreuz des Sächsischen Verdienstordens ausgezeichnet.Königlich Sächsisches Militär-Verordnungsblatt. Nr. 30 vom 24. September 1910, S. 178. Er wohnte im Ruhestand in Pirna,Siehe Literatur: Wer ist's? Zeitgenossenlexikon. Verlag von H. A. Ludwig Degener, Leipzig 1909. (Digitalisat) zuletzt allerdings in Dresden.
Familie Er heiratete 1879 in Dresden Hermine von Ahlefeld, Tochter der Josephine Block (1827–1891) und des Gutsbesitzers Hermann von Ahlefeldt-Ludwigsburg (1806–1855).Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1902. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1901, S. 9. Digitalisat.Leipziger Tageblatt und Anzeiger 26.04.1879. Leipzig 1879, S. 2375. (Digitalisat) und bekam vier Söhne mit ihr, von denen zwei schon im Kindesalter starben. Konrad und Günther wurden später auch Offiziere in der sächsischen Armee, respektive der Marine-Infanterie; waren 1932 jeweils Major.
Literatur Herrmann A. L. Degener (Hrsg.): Wer ist's?.Zeitgenossenlexikon. IV. Ausgabe, Selbstverlag von H. A. Ludwig Degener, Leipzig 1909, S. 1556. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1917. Elfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1916, S. 952 f. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. Zugleich Adelsmatrikel. 1929. 21. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1928, S. 728 f.
Weblinks Familie von Wilucki, Hrsg. Familienverband 2025.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Sachsen) Kategorie:Komtur II. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Komtur 2. Klasse) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Komtur II. Klasse) Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (II. Klasse) Kategorie:Artillerist (Sachsen) Kategorie:Nobilitierter (Sachsen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1929 Kategorie:Mann