mini|Schlägel in der Bildhauerei Ein Schlägel, früher Schlegel, ist ein Gerät oder Werkzeug zum Schlagen.

Wortherkunft Schlägel und Schlegel leiten sich von über ab. Der Begriff steht in Bedeutungsverwandtschaft zu Flegel, aber auch zu Keule. Die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 legte die Schreibweise auf Schlägel fest, weil der Wortstamm schlagen ist (im Gegensatz zum Hähnchenschlegel).staff.uni-marburg.deduden.de

Werkzeuge mini|Geschlägelte Firste mit Prunen Schlägel steht konkret für mehrere Handwerkzeuge. So für den keulenförmigen Holzhammer, der in der Bildhauerei für das Schnitzen üblich ist und der auch als Knüpfel (Klöppel) bezeichnet wird. Auch ein Schlaghammer (mit viereckigem Querschnitt und hölzernem Stiel) im Bergbau, wie der Fäustel (Fausthammer) trägt diese Bezeichnung (siehe dazu auch Schlägel und Eisen). Entsprechend der bergmännischen Terminologie gehören Schlägel und Eisen zum Gezähe des Bergmanns.

Auch aus anderen Handwerksberufen ist dieser Name für Spezialhämmer überliefert, wie etwa für Dreschflegel-ähnliche Geräte zum Brechen des Flachses. Eine Spaltaxt, also eine Axt mit schwerem, breitem – hammerförmigem – Kopf, nennt man Schlegelhacke oder auch Mösel.

Beim Fassanstich wird ein Schlägel zum Eintrieb des Zapfhahns in das Fass verwendet.

Einzelnachweise

Kategorie:Hammer (Handwerkzeug)