Als Carbonsäurederivate bezeichnet man organische Verbindungen, deren funktionelle Gruppe sich formal von einer Carboxygruppe -COOH ableitet.Paula Yurkanis Bruice: Organische Chemie, Pearson Education Inc., 2007, 5. Auflage, S. 831–868, ISBN 978-3-8273-7190-4. Dazu zählen:
Carbonsäureester Carbonsäureamide Carbonsäurehalogenide, also Carbonsäurechloride, Carbonsäurebromide, Carbonsäurefluoride und Carbonsäureiodide Carbonsäuresalze, z. B. SeifePaula Yurkanis Bruice: Organische Chemie, Pearson Education Inc., 2007, 5. Auflage, S. 866–868, ISBN 978-3-8273-7190-4. Carbonsäureanhydride Carbonsäurehydrazide Carbonsäureazide Dithiocarbonsäuren Thiocarbonsäuren Peroxycarbonsäuren DiacylperoxideSiegfried Hauptmann: Organische Chemie, 2. Auflage, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1985, S. 413, ISBN 3-342-00280-8. z. B. Dibenzoylperoxid Hydroxamsäuren Ketene Imidocarbonsäuren und ImidocarbonsäureesterSiegfried Hauptmann: Organische Chemie, 2. Auflage, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1985, S. 427, ISBN 3-342-00280-8. Amidine und Amidrazone Orthoester, z. B. OrthoameisensäuretriethylesterSiegfried Hauptmann: Organische Chemie, 2. Auflage, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1985, S. 421, ISBN 3-342-00280-8. Nitrile werden gelegentlich auch als Carbonsäurederivate betrachtet.Paula Yurkanis Bruice: Organische Chemie, Pearson Education Inc., 2007, 5. Auflage, S. 835, ISBN 978-3-8273-7190-4.
Carbonsäurederivate unterscheiden sich von den übrigen Carbonylverbindungen dadurch, dass am Carbonylkohlenstoff neben einem organische Rest (im Falle der Ameisensäure-Derivate ist dieser organische Rest durch ein Wasserstoffatom ersetzt) ein Heteroatom gebunden ist. Dagegen ist bei Aldehyden ein organischer Rest und ein Wasserstoffatom an die Carbonylgruppe gebunden, bei Ketonen zwei organische Reste und bei Kohlensäurederivaten zwei Heteroatome.
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Kategorie:Stoffgruppe Carbonsaurederivate