mini|Robert Bateman Robert McLellan Bateman OC, OBC, RCA (* 24. Mai 1930 in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Naturmaler, Naturfotograf und Geograph.Robert Bateman Biography
Leben Bateman war bereits in seiner Kindheit von der Natur fasziniert. Er zeichnete die Vögel in der Umgebung seines Hauses in Toronto und malte kleine Bilder mit Vögeln in ihren Lebensräumen. Er ließ sich von der Group of Seven, einem prominenten Kreis kanadischer Landschaftsmaler, inspirieren. Später widmete er sich abstrakten Naturbildern, die stark von den Arbeiten Franz Klines beeinflusst waren. Erst Mitte der 1960er Jahre wechselte er zu seinem heutigen Stil, dem Realismus. 1954 machte er seinen Abschluss in Geographie am Victoria College der University of Toronto. Anschließend besuchte er das Ontario College of Education und er hatte Privatunterricht am Toronto Arts and Letters Club bei Gordon Payne. Zudem war er ein Schüler von Carl Schaefer. Weitere Studienaufenthalte hatte er an der Carleton University in Ottawa, an der Brock University in St. Catharines, an der McMaster University in Hamilton, Ontario und an der University of Guelph in Ontario. Ab 1957 reiste Bateman 14 Monate lang in einem Land Rover mit seinem Freund J. Bristol Foster um die Welt. Auf ihrem Weg durch Afrika, Indien, Südostasien und Australien fertigte Bateman zahlreiche Bilder und Skizzen an.
Bateman wurde Highschool-Lehrer für Kunst und Geographie und unterrichtete 20 Jahre lang, bis er 1976 Vollzeitkünstler wurde. Von 1970 bis 1976 hatte er eine Lehrtätigkeit an der Lord Elgin High School in Burlington, Ontario. In Nigeria war er zwei Jahre als Lehrer des Canada’s External Aid Program tätig. Seine Freizeit widmete er der Malerei in der Natur. 1977 begann Mill Pond Press mit der Herstellung signierter Drucke in limitierter Auflage von einigen seiner Gemälde, mit denen im Laufe der Jahre Millionensummen für Umweltschutzzwecke gesammelt wurden. In den 1970er und 1980er Jahren erlangte sein Werk große Anerkennung. Robert Batemans Ausstellung 1987 in der Smithsonian Institution in Washington, D.C., zog ein großes Publikum für einen lebenden Künstler an. 1999 erklärte die Audubon Society of Canada Bateman zu einem der 100 größten Umweltaktivisten des 20. Jahrhunderts.
Robert Batemans realistischer und anschaulicher Malstil, der unter anderen auch von Andrew Wyeth inspiriert ist, spiegelt sein tiefes Verständnis und seine Wertschätzung für die Natur wider. Er zeigt Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum und ermutigt den Betrachter, die natürliche Welt genau zu beobachten. Die meisten von Batemans Gemälden sind in Acryl und Eitempera auf verschiedenen Medien gemalt und wurden in großen Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Er war Gegenstand mehrerer Filme und Bücher, darunter The Art of Robert Bateman (1981), The World of Robert Bateman (1985), An Artist in Nature (1990), Natural Worlds (1996), Thinking Like a Mountain (2000), Birds (2002), New Works (2010), Life Sketches (2015), Bateman’s Canada (2017) sowie mehrere Kinderbücher.
Robert Bateman lebt mit seiner Frau Birgit Bateman auf Saltspring Island in British Columbia. Er hat insgesamt fünf Kinder von zwei verschiedenen Ehefrauen. Die Robert Bateman Secondary School in Abbotsford, British Columbia und die Robert Bateman High School in Burlington, Ontario wurden nach ihm benannt.
Aufgrund seiner langjährigen Exposition gegenüber den Materialien, die er für die Herstellung seiner Bilder benötigte, meldete sich Bateman 2005 freiwillig, um sich auf mögliche Chemikalien in seinem Körper untersuchen zu lassen, die nachweislich gesundheitsschädlich sind. Die Untersuchung wurde von der Organisation Environmental Defence gesponsert. In seinem Körper wurden 32 krebserregende Stoffe, 19 endokrine Modulatoren, 16 Stoffe, die für die Atemwege giftig sind, und 42 Stoffe, die für die Fortpflanzungsorgane giftig sind, gefunden.
Ehrungen Lebenslanges Mitglied der Royal Canadian Academy of Arts Queen Elizabeth Silver Jubilee Medal, 1977 Ehrendoktorwürde der Carleton University, 1982 Officer of the Order of Canada, 1984 Ehrenmitgliedschaft des World Wildlife Fund, 1985 (verliehen von Prinz Philip) Society of Animal Artists Award of Excellence 1979, 1980, 1981, 1986, 1990, 2008; Lifetime Achievement 2010 Lescarbot Award, verliehen von der kanadischen Regierung, 1992 Rachel Carson Award, verliehen von der Society of Environmental Toxicology and Chemistry, Washington D.C., 1996 Order of British Columbia, 2001 Rungius Medal, verliehen durch das National Museum of Wildlife Art, 2001 Queen’s Jubilee Medal, 2002 Roland Michener Conservation Award, verliehen von der Canadian Wildlife Federation, 2003 Ideas for Life Award, Kanadische Umweltpreise, 2006 Human Rights Defender Award, verliehen von Amnesty International, 2007 Niagara Escarpment Lifetime Achievement Award, 2009 Royal Canadian Geographical Society Gold Medal, 2013 World Ecology Award, University of Missouri-St. Louis, 2015 International Brandwein Medal, Brandwein Institute, 2017 Jay N. Ding Darling Award, The Wildlife Society, 2017
Schriften Ramsay Derry: The Art of Robert Bateman. Madison Press Books, 1981 (deutsch: Tiere in der Landschaft. Die Kunst des Malers Robert Bateman, BLV Verlagsgesellschaft, München, 1984) Ramsay Derry: The World of Robert Bateman. Madison Press Books, 1984 Robert Bateman, Anthony W. Diamond, Rudolf L. Schreiber: Save the Birds. Press Syndicate of the University of Cambridge, 1989 Rick Archbold: Robert Bateman: An Artist in Nature. Madison Press Books, 1990 Rick Archbold: Robert Bateman: Natural Worlds. Madison Press Books, 1996 mit Rick Archbold: Safari. 1998 mit Rick Archbold: Thinking Like a Mountain. Penguin Books, 2000 mit Kathryn Dean: Birds. Madison Press Books, 2002 (deutsch: Vögel, Komet, 2004) mit Ian Coutts: Backyard Birds. Madison Press Books, 2005 mit Nancy Kovacs: Birds of Prey. Madison Press Books, 2007 mit Nancy Kovacs: Polar Worlds. Madison Press Books, 2008 mit Nancy Kovacs: Vanishing Habitats. Madison Press Books, 2010 Bateman: New Works. Greystone Books, 2010 Hope & Wild Apples. Bateman Foundation, 2012 Sight Unseen. Paul Gilbert, Bateman Foundation, 2014 Life Sketches: A Memoir. Simon & Schuster, 2015 Robert Bateman's Canada. Simon & Schuster, 2017
Filmografie Down to Earth, Zephyr Films, 2001 Life and Times of Robert Bateman, Canadian Broadcasting Corporation, 1997 Robert Bateman, Art Gallery of Greater Victoria, 1994 A Day in the Life of Robert Bateman, Canadian Broadcasting Corporation, 1985 Robert Bateman – Artist/Naturalist, Canadian Broadcasting Corporation, Spectrum, 1984 [Produktion: Donna Lu Wigmore] Robert Bateman – A Celebration of Nature, Canadian Broadcasting Corporation. Take 30, 1983 [Produktion: Brigitte Berman] The Nature Art of Robert Bateman, Eco-Art Productions, 1981 [Produktion: Norm Lightfoot] Images of the Wild: A Portrait of Robert Bateman, National Film Board of Canada, 1978 [Regie: Norm Lightfoot, Produktion: Beryl Fox] Robert Bateman, Canadian Broadcasting Corporation, This Land, 1972 [Produktion: John Lucky]
Literatur Colin S. MacDonald: A Dictionary of Canadian Artists, Band 1, 1975, S. 254
Nicholas Hammond: Modern Wildlife Painting. Pica Press, Sussex 1998, ISBN 1-873403-55-0, Artists’ Biographies, S. 226.
Weblinks Offizielle Website The Bateman Foundation Robert Bateman Essays Audio-Interview mit Bateman, Oktober 2010 Royal Roads University: Robert McLellan Bateman Honorary Degree
Einzelnachweise
Kategorie:Tiermaler Kategorie:Naturfotograf Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert) Kategorie:Geograph (21. Jahrhundert) Kategorie:Officer of the Order of Canada Kategorie:Träger des Order of British Columbia Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Mann