mini|Susanna Fritscher in einer ihrer Installationen (2020)|hochkant=1.3 Susanna Fritscher (* 1960 in Wien) ist eine österreichische Malerin und Installationskünstlerin, die in Frankreich lebt und arbeitet.

Leben Susanna Fritscher begann ein Studium der Kunstgeschichte und der Angewandten Keramik in Wien, das sie jedoch nach einem Jahr abbrach, unter anderem aufgrund des von ihr als einengend empfundenen Meisterklassen-Prinzips.Almuth Spiegler: Der zarte FarbverlaufderDinge. In: Die Presse am Sonntag. 26. März 2017, S. 79. Abgerufen am 27. März 2023. 1983 zog sie nach Frankreich und setzte ihre Studien an der Kunsthochschule in Bourges fort. Seit ca. 1996 unterhält sie ein Atelier in dem Pariser Vorort Montreuil.Susanna Fritscher. In: khm.at. Abgerufen am 27. März 2023.

Fritscher stellt ihre Werke seit den 1990er Jahren regelmäßig aus. Sie nahm unter anderem 2017 an der 14. Biennale d’art contemporain de Lyon teil. Kunstkritiker J. Emil Sennewald bezeichnete ihren Beitrag, eine raumgreifende Äolsharfe, als eines der Highlights der Biennale.J. Emil Sennewald: 14. Lyon Biennale - Les mondes flottants. In: artlog.net. Kunstbulletin 11/2017. Abgerufen am 27. März 2023. In Einzelausstellungen wurden Fritschers Installationen unter anderem vom Musée des Beaux-Arts de Nantes (2017), Centre Pompidou-Metz (2020) und Kunsthistorischen Museum Wien (2021) präsentiert.

Werk mini|Deckengestaltung in den Archives nationales in Pierrefitte-sur-Seine Von 1980 bis 1988 schuf Susanna Fritscher zunächst Installationen in der Landschaft, bis sie Anfang der 1990er Jahre in den Innenraum und zur Malerei wechselte. Dabei setzt sie bevorzugt die Farbe Weiß und deren Nuancen ein. Als Trägermaterial kommen unter anderem Plexiglas, Acrylglas oder Folie zum Einsatz. Ihre großflächigen Malereien („flottants“) stehen im Dialog mit der Architektur. Ihre Installationen beeinflussen, wie der Besucher den Raum wahrnimmt. Sie sind gleichzeitig raumgreifend und minimalistisch, häufig spielen Licht und Bewegung eine bedeutende Rolle. Bei einigen ihrer Arbeiten versieht sie Wände, Böden und Decken der Räume mit spiegelnden oder durchsichtigen Beschichtungen und Verkleidungen. Ein wiederkehrendes Element ihrer jüngeren Projekte sind leichte Materialien (z. B. lange, von der Decke hängende Silikonfäden), die das Licht reflektieren und sich im Luftstrom bewegen. Um 2010 begann Fritscher, Klänge in ihre Installationen zu integrieren. Auch einige großflächige Videoprojektionen gehören seit dieser Zeit zu ihrem Gesamtwerk.15 minuten susanna fritscher.überschattung. In: aut.cc. Abgerufen am 27. März 2023.

Werke (Auswahl) Gestaltung der Glaswände der Passierbrücken und Lichthöfe der Terminals am Flughafen Wien-Schwechat in Weiß und Schwarz, 2006–2012, Architekten Baumschlager Eberle rotspiegelnde Deckengestaltung in Eingangshalle und Foyer der Archives nationales in Pierrefitte-sur-Seine, 2008–2012, Architekt Massimiliano Fuksas Flügel klingen, Soundinstallation (Äolsharfe), 9 weiß angemalte PVC-Röhren (Länge 3,1 m, Durchmesser 7,5 cm), Rotationsmotor, 2017 Biennale d’art contemporain de Lyon Für die Luft (Rien que de l'air), Installation, 14,90 × 10,33 m, Höhe 6,27 m, Silikonfäden (1,1 × 0,75 mm) und Stahl, 2017/2019, Sammlung Centre PompidouFür die Luft (Rien que de l'air). In: centrepompidou.fr. Abgerufen am 27. März 2023.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2011: Überschattung – 15 Minuten Susanna Fritscher, 15 Minuten Ruedi Baur, aut. architektur und tirol, Innsbruck 2013: Blanc de titre, Palais de Tokyo, Paris 2014: Promenade blanche / Weisse Reise, Frac Franche-Comté, Besançon 2017: De l’air, de la lumière et du temps / Nur mit Luft mit Licht und mit Zeit, Musée des Beaux-Arts de NantesInstallation « De l’air, de la lumière et du temps ». In: museedartsdenantes.nantesmetropole.fr. Abgerufen am 27. März 2023. 2019: Für die Luft (Rien que de l'air), Louvre Abu Dhabi 2020: Susanna Fritscher. Frémissements (Flirren), Centre Pompidou-MetzSusanna Fritscher. Flirren. In: centrepompidou-metz.fr. Abgerufen am 27. März 2023. 2021: Susanna Fritscher, Theseustempel, Kunsthistorisches Museum Wien 2022: Susanna Fritscher. fragilités, Galerie Rudolfinum, PragSusanna Fritscher. fragilités. In: oekfprag.at. Abgerufen am 27. März 2023.

Ausstellungsbeteiligungen 2012: Si j'avais un marteau, Musée des Beaux-Arts de Nantes 2014: Formes Simples, Centre Pompidou-Metz 2015: Simple formes: contemplating beauty, Mori-Kunstmuseum, Tokio 2017: 14. Biennale d’art contemporain de Lyon

Literatur

Blanc de Titre/Blanc of Title : The Art of Susanna Fritscher. Springer Wien, Wien 2012, ISBN 978-3-7091-1061-4.

Weblinks

Homepage von Susanna Fritscher Filme mit und über Susanna Fritscher bei museumsfernsehen.de

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Frankreich) Kategorie:Installationskünstler (Frankreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Frau