Kościerzyce (deutsch Groß Neudorf) ist ein Ort in der Landgemeinde Lubsza im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Opole in Polen. Durch den Ort verläuft die Droga wojewódzka 457.

Geographie Das Angerdorf Kościerzyce liegt rund sieben Kilometer südlich von Lubsza (Leubusch), drei Kilometer nordöstlich von Brzeg (Brieg) und 50 Kilometer nordwestlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) am rechten Ufer der Oder.

Nachbarorte von Kościerzyce sind im Westen Pisarzowice (Schreibendorf) und im Nordosten Czepielowice (Tschöplowitz).

Geschichte mini|Mariä-Himmelfahrt-Kirche Im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wurde Ort als „villa Costeritz“ erstmals urkundlich erwähnt.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Groß Neudorf zusammen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung Preußens gehörte die Landgemeinde Groß Neudorf ab 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 dem Landkreis Brieg eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1874 wurde der Amtsbezirk Groß Neudorf gegründet, dem die Landgemeinden Groß Neudorf, Neu Moselache und Tschöplowitz sowie der Gutsbezirk Groß Neudorf eingegliedert wurden. Erster Amtsvorsteher war der Inspektor Kleinmichel in Groß Neudorf.Amtsbezirk Groß Neudorf 1885 wurden 994 Zinwohner gezählt.AGOFF Kreis Brieg 1933 waren es 1008 Einwohner, 1939 994 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Brieg.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Groß Neudorf wie fast ganz Schlesien 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es in Kościerzyce umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angegliedert. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Doliniany. 1950 wurde Kościerzyce der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Beim Oderhochwasser 1997 wurde das Dorf komplett überflutet. Seit 1999 gehört es Ort zum Powiat Brzeski.

Sehenswürdigkeiten Unter Denkmalschutz stehen:

Die Römisch-katholische Mariä-Himmelfahrt-Kirche (Kościół Wniebowstąpienia NMP) besteht seit dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich dem hl. Georg geweiht. Der heutige Kirchenbau stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Der Kirchturm besteht aus Fachwerk. Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche steht seit 1964 unter Denkmalschutz.Denkmalregister Woiwodschaft Opole (poln.) S. 94 Kretscham aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Vereine Fußballverein LZS Orlik Kościerzyce

Weblinks

Einzelnachweise

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