mini|Albrecht Graf von Mandelsloh Johann Albrecht Friedrich Graf von Mandelsloh (* 22. Oktober 1861 in Gifhorn; † 10. November 1933 in Zschachwitz) war ein sächsischer Generalleutnant.
Leben Herkunft Albrecht entstammte dem niedersächsischen Uradelsgeschlecht von Mandelsloh. Er war ein Sohn des Gustav Graf von Mandelsloh (1825–1872) und dessen Ehefrau Luise, geborene Gräfin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Sein Vater war Herr auf Ribbesbüttel, Ausbüttel und des Burglehns in Gifhorn. Sein älterer Bruder Otto Asche (1860–1906) schlug eine Offizierslaufbahn in der Preußischen Armee ein und stand zuletzt als Hauptmann und Kompaniechef im Anhaltinischen Infanterie-Regiment Nr. 93.
Militärkarriere Mandelsloh besuchte seit Ostern 1876 das Vitzthumsche Gymnasium in Dresden, wo ein Herr Janvocius sein Tutor war. Nach seinem Abitur trat er 1882 in das Schützen-(Füsilier)-Regiment „Prinz Georg“ Nr. 108 der Sächsischen Armee ein und avancierte bis Ende Januar 1884 zum Sekondeleutnant. In den folgenden Jahren wurde er 1891 zum Premierleutnant und 1896 zum Hauptmann befördert. Er wurde am 22. September 1906 zum Major befördert und war dem Schützen-(Füsilier-)Regiment „Prinz Georg“ Nr. 108 aggregiert. Er diente 1912 als Kommandeur des III. Bataillons im 8. Infanterie-Regiment „Prinz Johann Georg“ Nr. 107. Als etatmäßiger Stabsoffizier im 7. Infanterie-Regiment „König Georg“ Nr. 106 erfolgte am 22. Mai 1912 seine Beförderung zum Oberstleutnant.Sächsisches Kriegsministerium (Hrsg.): Sächsisches Militär-Verordnungsblatt. Nr. 15 vom 23. Mai 1912, S. 81.
Während des Ersten Weltkriegs war er als Oberst Kommandeur des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 106 und nahm beim XII. (Königlich Sächsisches) Reserve-Korps an den Kämpfen an der Westfront teil. Im Gefecht bei Vaudesincourt wurde Mandelsloh am 26. September 1914 verwundet. Im weiteren Kriegsverlauf war er Kommandeur der 177. Infanterie-Brigade bei der 96. Infanterie-Division (6. Königlich Sächsische). Er konnte in dieser Position an der Ostfront, während der Brussilow-Offensive im Juli 1917, einen russischen Durchbruch einer österreichisch-ungarischen Stellung auffangen und weitere Angriff verhindern. Dafür wurde ihm am 26. August 1917 das Kommandeurkreuz II. Klasse des Militär-St.-Heinrichs-Ordens verliehen. Nachdem er am 25. März 1918 seine Beförderung zum Generalmajor erhalten hatte, wurde er am 7. August 1918 zum Kommandeur der 46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische) ernannt, die er im Osten führte.
Nach Kriegsende war Mandelsloh mit seinen unterstellten Truppen noch im Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen und Weißrussland. Er übergab das Kommando am 22. Februar 1919 an Walter von Eberhardt und wurde daraufhin am 7. März 1919 in Genehmigung seines Abschiedgesuches mit Pension und der Erlaubnis zum Tragen seiner Uniform zur Disposition gestellt.Militär-Wochenblatt. Nr. 121 vom 12. April 1919, S. 2230. Nach seiner Verabschiedung erhielt er 1921 noch den Charakter als Generalleutnant.
Familie Mandelsloh heiratete am 24. Mai 1898 in Dresden Miczi von Radnotfay, mit der er zwei Kinder hatte: Asche (1901–1938), Staats- und Völkerrechtler ⚭ 1937 Hildegard Belling (* 1905) Elisabeth (* 1903)
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1922. Fünfundneunzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 590. Der Königlich Sächsische Militär-St. Heinrichs-Orden 1736–1918. Ein Ehrenblatt der Sächsischen Armee. Wilhelm und Bertha von Baensch-Stiftung, Dresden 1937, S. 98, 445.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Sachsen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Militär-St.-Heinrichs-Ordens Kategorie:Infanterist (Sachsen) Albrecht Kategorie:Titulargraf Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1861 Kategorie:Gestorben 1933 Kategorie:Mann