mini|hochkant|Wappen derer von Smerten im Wappenbuch des Westfälischen Adels Die Smerten (auch Smerdten, Schmerten, Smerden o. ä.) waren ein altes westfälisches, früher zur osnabrückischen Ritterschaft zählendes Adelsgeschlecht, dessen Sprossen als Burgmannen zu Quakenbrück und Osnabrück auftraten. Es erlosch noch vor 1577.

Geschichte Die Herren von Smerten stammten aus Schmertheim bei Cloppenburg. Die Familie orientierte sich vorwiegend ins Osnabrückische. Dort waren Wilhelm 1279–1309, Otto, Jakob und Wilhelm 1338, Otto 1422 und Bernhard 1429 Burgmänner zu Quakenbrück, wobei letzterer 1435 in einem Treffen der Osnabrücker gegen die Herforder den Johann von Klenke gefangen nahm.

1350 verkauften Jakob und Otto von Smerten einen Zehnten aus Gut Calhorn im Kirchspiel Essen. Brand von Smerten war 1474 Ratsherr in Quakenbrück.

Herbord von Smerten, ein osnabrückscher Burgmann, verheiratet mit einer geborenen von Campen (Wappen mit Schrägbalken), war 1522 Herr auf dem Rittersitz Vehr, der aber bereits 1540 durch die Erbtochter Elisabeth (Metta) an deren Gatten Johann Caspar (Jasper) von Grothus zu Mesenburg († 1560) gelangte. Mit ihr ist das Geschlecht vor 1577 erloschen, jedoch war der Vorname ihres Enkels Schmerten (vollständig: Schmerten von Grothus zu Vehr, Mesenburg und Bullemühlen († 30. März 1650), verheiratet mit Cornelia von Ledebur zu Langenbrück; dessen vor 1677 kinderlos verstorbener Sohn Conrad von Grothus war noch Burgmann zu Quakenbrück, und die Töchter heirateten in die Familien Kobrinck und Steding).Max von Spießen (1893), S. 36.

Ein mutmaßlicher Bruder des Herbord, Bernhard von Smerten (* ca. 1500 in Quakenbrück; † ca. 1563 in Tallinn) war Mitglied des Livländischen Ordens, Komtur der Ordensburg Fellin und letzter Landvogt von Jerwen. Sein Vater war (wohl der vor April 1524 verstorbene) Klaus von Smerten, Burgmann zu Quakenbrück.

Sagenhafte Abstammung Nach manchen Quellen stammten die Smerten von einem Sohn des Grafen Egilmar von Oldenburg, nämlich Graf Christian (wohl Mörder seines Bruders Egilmar II.), ab. Nach Vertreibung durch die Friesen ließen sich Abkömmlinge der Oldenburger Grafen u. a. bei Zwischenahn nieder, wo ein um 1200 geborener männlicher Nachfahre NN von Oldenburg eine Tochter (* um 1210) des Wilhelm (Frodewin) von Eversen geehelicht haben soll. Der Sohn aus dieser Ehe soll Wilhelm von Smerten (* um 1228) gewesen sein.Private Webseite Ahnen Bernd Josef Jansen. (Abgerufen am 25. März 2023). mini|hochkant|Allianzwappen Dincklage-Langen in Quakenbrück, mit Erwähnung der Smerten’schen Burgmannen

Personen und Filiation (Auszüge)

Wappen Blasonierung: in Gold oben zwei (drei) rote Rosen (Räder) nebeneinander und unter denselben zwei rote Turnierkragen von vier und drei Lätzen übereinander. Auf dem Helm mit rot/goldener Decke zwei (drei) rote Rosen übereinander zwischen zwei goldenen Straußenfedern. Das Wappen findet sich auch auf einem Altarbild zu Sutthausen.

Literatur Otto Gruber: Die Wappen des südoldenburgischen Adels. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1971. Vechta 1970, S. 29. (Digitalisat). Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 8, Friedrich Voigt, Leipzig 1868, S. 234. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 114 (Digitalisat); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 285 (Digitalisat). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2, Berlin 1858, S. 833. Max von Spießen: Die Familie v. Grothus, Grothaus, de magno domo, in Westfalen. In: Jahrbuch für Genealogie, Heraldik und Sphragistik. 1893, S. 36. (PDF; 25,7 MB) Hans Selbach (Hrsg.): Typoskript vom 2. Dezember 1965 (Mikrofiche 13. September 1985) Kleine Nesselage ( Seite 6. Online als Faksimile-PDF (1,27 MB). Private Webseite. Abgerufen am 2. Mai 2023)

Einzelnachweise

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