Otto Hermann Friedrich Ernst Freiherr von Ompteda (* 14. Februar 1864 in Hildesheim; † 13. Juli 1934 in Dresden) war ein sächsischer Generalmajor. mini|Otto von Ompteda Leben Herkunft Otto entstammte der I. Linie des Uradelsgeschlechts von Ompteda. Er war der jüngste Sohn des hannoverschen Hofmarschalls von Georg V. Wilhelm von Ompteda (1832–1912) und dessen Ehefrau Anna, geborene von Mangoldt (1828–1908). Der Schriftsteller Georg von Ompteda (1863–1931) war sein Bruder.
Karriere Ompteda besuchte das Vitzthumsche Gymnasium und das Kadettenhaus in Dresden. 1882 wurde er als Fähnrich dem Schützen-(Füsilier-)Regiment „Prinz Georg“ Nr. 108 der Sächsischen Armee überwiesen und avancierte im Folgejahr zum Sekondeleutnant. Er diente die nächsten drei Jahre als Adjutant des III. Bataillons. 1890 wurde er Premierleutnant und absolvierte ab Oktober 1891 für drei Jahre zur weiteren Ausbildung die Preußische Kriegsakademie in Berlin. Nach seiner Rückkehr zu seinem Stammregiment erfolgte mit der Beförderung zum Hauptmann am 20. September 1894 unter Stellung à la suite die Kommandierung als Adjutant zur 6. Infanterie-Brigade Nr. 64.
1897 trat Ompteda mit der Ernennung zum Kompaniechef im 7. Infanterie-Regiment „König Georg“ Nr. 106 in den Truppendienst zurück. 1898 folgte seine Kommandierung als Adjutant der 2. Division Nr. 24, 1900 der 4. Division Nr. 40 und ab 1901 für die nächsten sechs Jahre beim Generalkommando des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps. In dieser Eigenschaft wurde er am 23. September 1905 zum Major befördert. 1907 wurde er Kommandeur des II. Bataillons im Schützen-(Füsilier-)Regiment „Prinz Georg“ Nr. 108 und 1910 für drei Jahre ins Kriegsministerium kommandiert. In dieser Eigenschaft wurde er am 9. Dezember 1911 zum Oberstleutnant befördert und 1913 als etatmäßiger Stabsoffizier in das 4. Infanterie-Regiment Nr. 103 nach Bautzen versetzt.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er bis Anfang 1915 zum Oberst befördert. Er führte die sogenannte „Brigade Ompteda“, bestehend aus dem Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 103, dem Regiment „Kuhlmann“ und dem Bataillon „Graf Magnis“, und setzte diese während der Herbstschlacht in der Champagne ein. Er diente dort als Abschnittskommandeur und konnte Gegenangriffe der französischen Armee abwehren, wo er auch durch einen Halsschuss einer französischen Patrouille schwer verletzt wurde. Für diese Verdienste wurde er am 23. Dezember 1915 mit dem Kommandeurkreuz II. Klasse des Militär-St.-Heinrichs-Ordens beliehen. In Behandlung wurde er 1916 stellvertretender sächsischer Militärbevollmächtigter in Berlin. Er kehrte 1916 noch an die Front zurück und diente als Kommandeur einer Brigade bei Lille. Er wurde später noch zum Generalmajor befördert und führte von September 1917 bis August 1918 die 46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische) an der Ostfront. 1918 übernahm er die 123. Infanterie-Division (7. Königlich Sächsische) zwischen Metz und Verdun.
Nach Kriegsende bildete sich aus Freiwilligen der 46. Landwehr-Division die Brigade Südlitauen, die zunächst von Generalleutnant Walter von Eberhardt geführt wurde und der sich Ompteda auch anschloss. Die Brigade wurde im Baltikum eingesetzt und kämpfte zusammen mit litauischen Truppen gegen die Invasionstruppen der Roten Armee. Er wurde am 27. März 1919 zum Kommandeur der Brigade ernannt.
Familie Ompteda hatte sich am 23. April 1903 in Dresden mit Ernestine Edle von der Planitz (* 1879) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Kinder Irma (* 1904) und Dietrich (* 1911) hervor.
Literatur Generalmajor a. D. Otto v. Ompteda †. In: Dresdner Nachrichten. Nr. 326 vom 14. Juli 1934, S. 5. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Gerader Jahrgang: Deutscher Uradel. 1924. Vierundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1923, S. 511–512. Entwurf eines Verzeichnisses der ehemaligen Zöglinge der Blochmann-Bezzenberger’schen Erziehungsanstalt und des Vitzthum’schen Gymnasiums aus den Jahren 1824–1890. Albanus, 1901. (Digitalisat)
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Sachsen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Militär-St.-Heinrichs-Ordens Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Otto Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1864 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann