Der DFB-Pokal 2023/24 war die 81. Austragung des Fußballpokalwettbewerbs der Männer. Das Finale fand am 25. Mai 2024 im Berliner Olympiastadion statt – so wie seit 1985 üblich. Pokalsieger wurde Bayer 04 Leverkusen nach einem 1:0-Finalsieg über den 1. FC Kaiserslautern. Leverkusen gewann damit das erste Mal in der Vereinsgeschichte das Double.

Leverkusen hätte als Pokalsieger einen direkten Startplatz in der Ligaphase der UEFA Europa League 2024/25 erhalten. Da Leverkusen bereits als Deutscher Meister für die Champions League qualifiziert war, rückte die TSG 1899 Hoffenheim als Siebtplatzierter der Bundesliga von den Play-offs der UEFA Conference League 2024/25 in die Ligaphase der Europa League auf, und der 1. FC Heidenheim erhielt als Achtplatzierter den freigewordenen Platz in der Conference League.

Titelverteidiger RB Leipzig schied mit einem 0:1 beim VfL Wolfsburg bereits in der 2. Hauptrunde aus. Rekordpokalsieger FC Bayern München scheiterte in derselben Runde mit 1:2 beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken.

Teilnehmende Mannschaften

Für die erste Runde haben sich 64 Mannschaften sportlich qualifiziert:

Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2022/23 2. Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2022/23 3. Ligadie 4 besten teilnahmeberechtigtenMannschaften der Saison 2022/23 20px  FC Bayern München

20px  Borussia Dortmund

20px  RB Leipzig

20px  1. FC Union Berlin

20px  SC Freiburg

20px  Bayer 04 Leverkusen

20px  Eintracht Frankfurt

20px  VfL Wolfsburg

20px  1. FSV Mainz 05

20px  Borussia Mönchengladbach

20px  1. FC Köln

20px  TSG 1899 Hoffenheim

20px  Werder Bremen

20px  VfL Bochum

20px  FC Augsburg

20px  VfB Stuttgart

20px  FC Schalke 04 (II)

20px  Hertha BSC (II) 20px  1. FC Heidenheim (I)

20px  SV Darmstadt 98 (I)

20px  Hamburger SV

20px  Fortuna Düsseldorf

20px  FC St. Pauli

20px  SC Paderborn 07

20px  Karlsruher SC

20px  Holstein Kiel

20px  1. FC Kaiserslautern

20px  Hannover 96

20px  1. FC Magdeburg

20px  SpVgg Greuther Fürth

20px  Hansa Rostock

20px  1. FC Nürnberg

20px  Eintracht Braunschweig

20px  Arminia Bielefeld (III)

20px  SSV Jahn Regensburg (III)

20px  SV Sandhausen (III) x22px|SV Elversberg SV Elversberg (II)

x22px|VfL Osnabrück VfL Osnabrück (II)

x22px|SV Wehen Wiesbaden SV Wehen Wiesbaden (II)

x22px|1. FC Saarbrücken 1. FC Saarbrücken Vertreter der Landesverbände24 Vertreter der 21 Landesverbände des DFB, in der Regel die Landespokalsieger der Saison 2022/23 Baden 20px|FC-Astoria Walldorf  FC-Astoria Walldorf (IV)

Bayern 20px|SpVgg Unterhaching  SpVgg Unterhaching (III) 20px|FV Illertissen  FV Illertissen (IV)

Berlin 20px|TuS Makkabi Berlin  TuS Makkabi Berlin (V)

Brandenburg 20px|Energie Cottbus  Energie Cottbus (IV)

Bremen 20px|FC Oberneuland  FC Oberneuland (V)

Hamburg 20px|FC Teutonia 05 Ottensen  FC Teutonia 05 Ottensen (IV)

Hessen 20px|FSV Frankfurt  FSV Frankfurt (IV) Mecklenburg-Vorpommern 20px|Rostocker FC  Rostocker FC (V)

Mittelrhein 20px|Vereinswappen von Viktoria Köln  FC Viktoria Köln (III)

Niederrhein 20px|Rot-Weiss Essen  Rot-Weiss Essen (III)

Niedersachsen 20px  SV Atlas Delmenhorst (V) 20px  TuS Bersenbrück (V) Rheinland 20px|FC Rot-Weiß Koblenz  FC Rot-Weiß Koblenz (V)

Saarland 20px  FC 08 Homburg (IV) Sachsen 20px|1. FC Lokomotive Leipzig  1. FC Lokomotive Leipzig (IV) Sachsen-Anhalt 20px|Hallescher FC  Hallescher FC (III)

Schleswig-Holstein 20px|VfB Lübeck  VfB Lübeck (III)

Südbaden 20px|Vereinswappen des SV Oberachern e.V.  SV Oberachern (V)

Südwest 20px TSV Schott Mainz (IV) Thüringen 20px|FC Carl Zeiss Jena  FC Carl Zeiss Jena (IV)

Westfalen 20px|Preußen Münster  Preußen Münster (III) 20px  FC Gütersloh (IV)

Württemberg 20px|TSG Balingen Fußball  TSG Balingen Fußball (IV) Ligaebene in Klammern: I = Bundesliga • II = 2. Bundesliga • III = 3. Liga • IV = Regionalliga • V = Oberliga

Zweite Mannschaften desselben Vereins oder derselben Kapitalgesellschaft sind nicht zur Teilnahme am DFB-Pokal zugelassen. In dieser Saison traf dies auf den Zweitplatzierten der 3. Liga 2022/23, SC Freiburg II zu. An seiner Stelle rückte der Fünftplatzierte der dritten Liga, der 1. FC Saarbrücken, nach.

Termine Die Spielrunden wurden an folgenden Terminen ausgetragen:

1. Hauptrunde: 11. bis 14. August 2023 und 26. / 27. September 2023 2. Hauptrunde: 31. Oktober / 1. November 2023 Achtelfinale: 5. / 6. Dezember 2023 Viertelfinale: 30. / 31. Januar 2024 und 6. / 7. Februar 2024 Halbfinale: 2. / 3. April 2024 Finale in Berlin: 25. Mai 2024

Übersicht Die jeweils obere Mannschaft hatte Heimrecht.

V Sieg nach VerlängerungE Sieg im Elfmeterschießen

1. Hauptrunde Die Auslosung der Begegnungen in der 1. Hauptrunde fand am 18. Juni 2023 statt. Losfee im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund war die Stabhochspringerin Sarah Vogel, als Ziehungsleiter fungierte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Die Mannschaften wurden in zwei Lostöpfe unterteilt. Im ersten Lostopf befanden sich die Mannschaften, die in der 2. Bundesliga 2022/23 die Plätze 15 bis 18 belegt hatten, die vier besten teilnahmeberechtigten Mannschaften der 3. Liga 2022/23 sowie die Vertreter der Landesverbände. Im zweiten Topf befanden sich die 18 Bundesligisten sowie die 14 bestplatzierten Zweitligisten der Saison 2022/23. Für jede Paarung wurde eine Mannschaft aus dem ersten Topf gegen eine Mannschaft aus dem zweiten Topf gelost, wobei die Mannschaften des ersten Topfs stets das Heimrecht erhielten.

30 der 32 Begegnungen fanden vom 11. bis 14. August 2023 statt, die Spiele mit Beteiligung der DFL-Supercupteilnehmer FC Bayern München und RB Leipzig wurden am 26. und 27. September 2023 ausgetragen.

2. Hauptrunde Die Auslosung fand am 1. Oktober statt und wurde von Das Erste live übertragen. Die Lose wurden durch den ehemaligen deutschen Fußballnationalspieler Shkodran Mustafi gezogen, Ziehungsleiter war der DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Die Mannschaften wurden wie in der 1. Hauptrunde auf zwei Töpfe verteilt; in einem Topf befanden sich die verbliebenen Mannschaften aus der 3. Liga und darunter, im anderen Topf die verbliebenen Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga. Auch hier erhielten die Mannschaften des erstgenannten Topfes Heimrecht. Sobald einer der beiden Töpfe ausgeschöpft war, wurde die Auslosung mit dem verbleibenden Topf fortgesetzt, in diesem Fall erhielt die zuerst in eine Paarung geloste Mannschaft Heimrecht. Die Spiele wurden am 31. Oktober und 1. November ausgetragen.

Achtelfinale Die Auslosung der Achtelfinal-Begegnungen fand am 5. November 2023 im Rahmen der Liveübertragung der Frauen-Bundesliga-Partie zwischen dem FC Bayern München und VfL Wolfsburg in der Halbzeitpause im ZDF statt. Ausgelost wurde, wie üblich, im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Als Losfee fungierte die Radsportlerin Denise Schindler. Ab dieser Runde wurden die Lose nur noch aus einem Topf gezogen, die zuerst in eine Paarung geloste Mannschaft erhielt in der Regel Heimrecht. Ausgenommen hiervon waren der 1. FC Saarbrücken und der FC 08 Homburg, die aufgrund ihrer Ligazugehörigkeit – im Falle einer Begegnung mit einem Bundes- oder Zweitligisten – grundsätzlich das Heimrecht erhielten.

Für das Achtelfinale konnten sich mehr Zweit- (8) als Erstligisten (6) qualifizieren. Es war das erste Mal seit der Saison 1992/93, dass nur noch sechs Bundesligisten in dieser Runde standen (damals Werder Bremen, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, der Karlsruher SC, 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen).

Viertelfinale Die Begegnungen wurden am 10. Dezember 2023 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund von U17-Fußballnationalmannschaftstrainer Christian Wück und dessen Co-Trainer Jens Nowotny ausgelost und in der Sportschau übertragen. Der 1. FC Saarbrücken, formell der letzte verbliebene Teilnehmer aus dem Topf der Amateurvereine, hatte grundsätzlich Heimrecht. Für das Viertelfinale hatten sich drei Erst- und vier Zweitligisten qualifiziert. Letztmals hatten in der Saison 2003/04 mit Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und Bayern München lediglich drei Bundesligisten die Runde der letzten Acht erreicht. Es waren noch fünf Ex-Pokalsieger vertreten, deren letzte Titelgewinne aus den 1980er- und 1990er-Jahren datieren: Düsseldorf (zuletzt 1980), Leverkusen (1993), Mönchengladbach (zuletzt 1995), Kaiserslautern (zuletzt 1996) und Stuttgart (zuletzt 1997).

Halbfinale Die Begegnungen wurden am 10. Februar 2024 im Aktuellen Sportstudio durch Béla Réthy ausgelost. Der ursprünglich als „Losfee“ vorgesehene U-17-Weltmeister Konstantin Heide musste krankheitsbedingt absagen.

Aufgrund des Nachholspiels wurde das Halbfinale mit einem Doppellos (Saarbrücken/Mönchengladbach) gelost. Zuerst wurde der 1. FC Kaiserslautern gezogen, welcher somit Heimrecht gehabt hätte; da der Drittligist Saarbrücken das Nachholspiel gewonnen und somit das Halbfinale erreicht hatte, wurde nach den Regeln des DFB das Heimrecht getauscht; Kaiserslautern musste somit auswärts im Saarbrücker Ludwigsparkstadion antreten.

Erstmals seit der Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 stand nur noch ein Erstligist im Halbfinale des DFB-Pokals.Novum im DFB-Pokal (12. März 2024; abgerufen am 12. März 2024) auf sport.de

Finale Das Finale fand am 25. Mai 2024 im Berliner Olympiastadion statt. Erstmals seit der Saison 2010/11 stand mit dem 1. FC Kaiserslautern wieder ein Zweitligist im DFB-Pokalfinale.

Beste Torschützen Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 2023/24 aufgeführt.Beste Torschützen 2023/24 des DFB-Pokals auf kicker.de Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.

Rang Spieler Verein Tore 1 Bayer 04 Leverkusen 5 2 SC Paderborn 07 4 FC St. Pauli 4 Hertha BSC 4 5 1. FC Saarbrücken 3 Borussia Mönchengladbach 3 Bayer 04 Leverkusen 3 Hamburger SV 3 Fortuna Düsseldorf 3 Hertha BSC 3 1. FC Kaiserslautern 3 1. FC Nürnberg 3 Bayer 04 Leverkusen 3 hochkant|mini|Amine Adli im Nationaltrikot Marokkos

Prämien aus den Fernseh- und Vermarktungserlösen Der Anteil an den Vermarktungserlösen je Teilnehmer betrug für die erste Runde 215.600 Euro. Klubs, die in die zweite Runde einziehen, verzeichnen Einnahmen in Höhe von 431.200 Euro. Für das Erreichen des Achtelfinales werden 862.400 Euro ausgezahlt. Die Viertelfinalisten erhalten 1.724.800 Euro, die Halbfinalisten 3.449.600 Euro. Die Prämien für den Gewinner und den Verlierer des Finales wurden später bekannt gegeben.

Erreichte RundePrämie pro MannschaftRundeaufsummiert 1. Hauptrunde 215.600 € 2. Hauptrunde 431.200 € 646.800 € Achtelfinale 862.400 € 1.509.200 € Viertelfinale 1.724.800 € 3.234.000 € Halbfinale 3.449.600 € 6.683.600 € Finale (Verlierer) 2.880.000 € 9.563.600 € Finale (Gewinner) 4.320.000 € 11.003.600 €

Einzelnachweise

#202324 Kategorie:Fußballsaison 2023/24