Tribseer ist ein Stadtgebiet im Zentrum von Stralsund. Es ist in die Stadtteile Tribseer Vorstadt, Tribseer Siedlung, Tribseer Wiesen und Schrammsche Mühle gegliedert.www.stralsund.de, Kleinräumige Gliederung - Stadtgebiete und Stadtteile, abgerufen am 5. März 2023 Im Jahr 2022 lebten hier 10.460 Menschen. mini|OSM-Karte des Stadtgebiets Tribseer (2023)
Geschichte Das im Stadtteil Tribseer Vorstadt gelegene Rostocker Werk, eine sternförmige Schanze, wurde in den 1860er Jahren als Teil der Verteidigungsanlagen Stralsunds errichtet, sie war von Wassergräben und Erdwällen umgeben. Nach der Entfestung der Stadt Stralsund wurden hier Bäume gepflanzt.www.stralsund-akademie.de, Angela Pfennig: Bäume auf dem Rostocker Werk, abgerufen am 28. März 2023 Das Rostocker Werk wurde 1997 in die Liste der Baudenkmale in Stralsund mit der Nummer 92 aufgenommen.
Von 1993 bis 2019 wurden in der Tribseer Vorstadt ca. 400 Wohnhäuser gebaut.www.ses-stralsund.de, „Entwicklungsgebiet Kleiner Wiesenweg“, abgerufen am 28. März 2023
Die Schrammsche Mühle an der Rostocker Chaussee, die einem der vier Stadtteile den Namen gab, wurde Anfang der 1990er Jahre abgerissen, hier entstand ein Einkaufszentrum.
Nach 1998 wurde südöstlich der Tribseer Siedlung mit der Erschließung von Baugebieten begonnen.bauleitplaene-mv.de, „Bebauungsplan Nr. 41“, Februar 1998, abgerufen am 28. März 2023 In dem Stadtteil Tribseer Wiesen entstanden zahlreiche Einfamilienhäuser.www.ostsee-zeitung.de, „Stralsunder protestieren gegen Baupläne für Feuchtgebiet“, 24. November 2018, abgerufen am 28. März 2023
Verkehr Im Stadtgebiet liegt der Stralsunder Hauptbahnhof. Von dort aus gibt es eine Eisenbahnstrecke in Richtung Rostock sowie eine Strecke in Richtung Berlin bzw. Rügen, deren Gleise sich durch die Tribseer Vorstadt ziehen.
Bedeutende Straßen im Stadtgebiet sind der Carl-Heydemann-Ring als Teil der Landesstraße 213, die Rostocker Chaussee, der Tribseer Damm und die Barther Straße. Begrenzt wird das Stadtgebiet im Westen von der Kreisstraße 26 und vom Schwarzen Weg, im Südwesten von der Bundesstraße 105, im Südosten von der Bundesstraße 96 und im Osten von der Bahnstrecke.
Einwohner + Einwohnerentwicklung im Stadtgebiet Tribseer in Stralsund Jahr Tribseer(gesamt) TribseerVorstadt TribseerSiedlung TribseerWiesen SchrammscheMühle Stralsund(gesamt) 1992 12.206 7.205 4.693 98 210 70.851 1996 10.858 6.116 4.472 108 162 63.860 2000 10.035 5.441 4.077 424 93 60.135 2004 9.597 5.041 3.732 720 104 58.283 2008 9.418 4.939 3.557 827 95 57.081 2012 9.599 5.039 3.487 972 101 57.415 2016 10.163 5.302 3.481 1.251 129 59.139 2020 10.451 5.526 3.478 1.317 130 59.290
Einrichtungen Der Stralsunder Hauptbahnhof stellt den Eisenbahn-Verkehrsknotenpunkt der Stadt dar.
Von 1936 bis 1937 wurde die Lutherkirche in der Tribseer Siedlung gebaut.
In der Tribseer Vorstadt steht ein Verwaltungsgebäude, das als Landratsamt vom Landkreis Vorpommern-Rügen genutzt wird. Hier war bis zur „Wende“ die Kreisverwaltung für den Kreis Stralsund, dann das Arbeitsamt untergebracht. Die Bundesagentur für Arbeit bezog einen Neubau am Carl-Heydemann-Ring/Tribseer Damm.
Sport Stadion an der Kupfermühle
Weblinks
www.stralsund.de, „Rahmenplan Tribseer Vorstadt“
Einzelnachweise www.stralsund.de, „Statistisches Jahrbuch 2018 der Hansestadt Stralsund“, abgerufen am 28. März 2023 , „Statistisches Jahrbuch 2012 der Hansestadt Stralsund“, abgerufen am 28. März 2023 www.stralsund.de, „Statistisches Jahrbuch 2018“, abgerufen am 30. März 2023 www.stralsund.de, „Bevölkerung in den Stadtgebieten und Stadtteilen“, abgerufen am 5. März 2023 Hansestadt Stralsund (Herausgeber): Stralsund. Ein Almanach. Von der Wende bis zur Gegenwart, Redieck & Schade, Rostock, 1998, ISBN 3-00-002897-8
Kategorie:Ortsteil von Stralsund