Somogytúr ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Fonyód im Komitat Somogy. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Berencsepuszta, Csúcshegy, Gesztenyés und Öreghegy.

Geografische Lage Somogytúr liegt 39 Kilometer nördlich des Komitatssitzes Kaposvár und 17 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Fonyód. Nachbargemeinden sind Látrány, Visz, Karád, Somogybabod, Hács, Gyugy und Szőlősgyörök.

Geschichte Urkundlich wird die Túri puszta erstmals 1082 erwähnt, wobei Tuuri puszta als Anwesen des Domkapitels von Veszprém angegeben wird. Es wurde in den 1200er Jahren als Templerstätte erwähnt. Laut einem Schenkungsbrief aus dem Jahr 1280 war es reich an Weinbergen und Fischteichen. Ende des 15. Jahrhunderts war es als Anwesen mehrerer Adelsfamilien eine Marktstadt, die ein Marktrecht erhielt.

Somogytúr erlebte eine erste Blütezeit vor der türkischen Besatzung und eine zweite nach der Neubesiedlung im 18. Jahrhundert. In der türkischen Besatzungszeit beanspruchten auch der Hauptmann der Burg in Fonyód, die türkischen Wachen von Balatonendréd, Koppány und Balatonsemesz dieses Recht. Nach dem Fall der Burg Fonyód ging der Ort im Jahr 1575 vollständig in den Besitz der Türken über.

Die Siedlung wurde 1580 zur Wüstung, nur sieben Behausungen wurden gezählt. Das alte Dorf stand auf einem Hügel, das neue wurde nach 1710 näher an der Straße gebaut. 1721 wurde hier das mit lehmverputzten Flechtwerkwänden ausgestattete reformierte Bethaus errichtet. Dieses wurde vom Besitzer des Sees, Gáspár Lengyel, abgerissen und an seiner Stelle wurde eine katholische Kirche mit Glockenturm errichtet, die Johannes dem Täufer geweiht ist.

Zu Somogytúr gehörten einst auch Nagy- und Kisbabod, Tard und Berencsepuszta. 1939 wurde aus den Ortsteilen Babodpuszta, Szilváspuszta und Vörösihegy die neue Gemeinde Somogybabod gebildet. Bis zur Verwaltungsreform 2013 gehörte Somogytúr zum Kleingebiet Fonyód.

Sehenswürdigkeiten Herrenhaus Bosnyák–Kunffy Lajos-Kunffy-Büste, erschaffen 1927 von Zsigmond Kisfaludi Strobl Lajos-Kunffy-Gedenkmuseum (Kunffy Lajos Emlékmúzeum) Madonnenrelieftafel aus dem Jahr 1913 Park (Sárfé-park) Reformierte Kirche, erbaut 1787, der Turm wurde 1830–1832 hinzugefügt Römisch-katholische Kirche Keresztelő Szent János, erbaut 1773 im barocken Stil Szent-Flórián-Standbild Standbild Patrona Hungariae

Einzelnachweise

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