mini|Haus Vaterland (1961) mini|Das Gebäude heute (2019) Das Haus Vaterland in Hamburg war eine „Kombination aus Varieté und Sprechbühne, Kaffeehaus, Bierschwemme und Restaurant“. Im Haus Vaterland gastierten Künstler wie Heinz Erhardt, Peter Frankenfeld und Zarah Leander.Haus Vaterland. Kehraus am Ort der Lebensfreude. In: Matthias Schmoock: Hamburgs verschwundene Orte. Überraschende Geschichten aus der Hansestadt. Hamburger Abendblatt / Bast Medien GmbH, Überlingen 2021, ISBN 978-3-946581-82-6, S. 180 f.
Es war in dem erhaltenen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude an der Ecke Ballindamm und Bergstraße untergebracht. Im Jahr 1972 stellte das zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründete Traditionshaus seinen Betrieb ein und meldete Insolvenz an. Die zunehmende abendliche Unterhaltung durch das Fernsehen hielt auch die einstigen Gäste des Vaterland vom Besuch des Hauses ab.
Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts gehört das Gebäude zur von Hadi Teherani entworfenen Europa Passage. Im Unterschied zu dem benachbarten alten „Europa-Haus“ des Architekten George Radel blieb das Eckhaus Ballindamm / Bergstraße, das nach Planung von Martin Haller ausgeführt worden war, äußerlich erhalten.
Geschichte Das Haus Vaterland schloss kurz nach dem Tod seines Eigentümers, des Unternehmers Jürgen Parbs. Er war der Schwiegersohn von Wilhelm F. A. Burmeister, der das Haus Vaterland nach Ende des Ersten Weltkriegs gegründet hatte. Burmeister schuf das Vaterland aus einer Kombination mehrerer am Ort vorhandener Gaststätten; zu diesen gehörte u. a. das 1904 eröffnete Café Belvedere. Das Café ging auf einen Entwurf von Martin Haller zurück.Haus Vaterland. Kehraus am Ort der Lebensfreude. In: Matthias Schmoock: Hamburgs verschwundene Orte. Überraschende Geschichten aus der Hansestadt. Hamburger Abendblatt / Bast Medien GmbH, Überlingen 2021, ISBN 978-3-946581-82-6, S. 178 f. Das Haus Vaterland verfügte über rund 1000 Plätze.
Literatur Kaffee Vaterland. In: Udo Pini: Zu Gast im alten Hamburg. Erinnerungen an Hotels, Gaststätten, Ausflugslokale, Ballhäuser, Kneipen, Cafés und Varietés. 2. Auflage, Heinrich Hugendubel Verlag, München 1987, ISBN 3-88034-350-0, S. 58. Haus Vaterland. Kehraus am Ort der Lebensfreude. In: Matthias Schmoock: Hamburgs verschwundene Orte. Überraschende Geschichten aus der Hansestadt. Hamburger Abendblatt / Bast Medien GmbH, Überlingen 2021, ISBN 978-3-946581-82-6, S. 178–181.
Einzelnachweise
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