Benoît Richaud (* 16. Januar 1988 in Avignon) ist ein französischer Eiskunstlauf-Choreograf. Zwischen 2005 und 2009 trat er selbst für Frankreich im Eistanz an.
Werdegang
Als Eiskunstläufer Benoît Richaud begann als Kind mit dem Eiskunstlauf nach dem Vorbild seiner Cousine. Er wechselte früh vom Einzellauf zum Eistanz und begann bei Romain Haguenauer zu trainieren. Mit Élodie Brouiller gewann er in der Saison 2005/06 die französischen Junior-Meisterschaften. Im folgenden Jahr gewann das Paar zwei Medaillen im Junior Grand Prix und qualifizierte sich für das Finale, wo sie 7. wurden. Im Anschluss lösten sie ihre Partnerschaft auf. In der Saison 2008/09 trat Richaud mit seiner neuen Partnerin, der Kanadierin Terra Findlay, an. Sie gewannen die Bronzemedaille bei den Französischen Meisterschaften und vertraten Frankreich bei den Europameisterschaften 2009, wo sie 19. wurden. Nach dieser Saison zog sich Richaud vom Wettbewerb zurück.
Als Choreograf Nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn verfolgte Richaud eine Ausbildung in Musik und Schauspiel, unter anderem an der Schauspielschule Cours FlorentBenoît Richaud on choreography,feelings, music, and figure skating, Interview im Olympic Channel Podcast, 9. Dezember 2020, abgerufen am 2. Januar 2023 (englisch). und begann, sich auf Choreografie für den Eiskunstlauf zu spezialisieren.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 wurde Richaud in den Wettkämpfen wiederholt in der sogenannten Tränenecke mit den Teamjacken unterschiedlicher Nationen gezeigt, da ihn insgesamt 16 Athletinnen und Athleten aus 13 Ländern engagiert hatten. Das Regelwerk erlaubt die gleichzeitige Betreuung aus dem Pool verschiedener Verbände. Richaud gilt als einer der gefragtesten Choreografen im Eiskunstlauf. Zugleich gilt er als pragmatisch und für ihn stehen bei den Nationalteams vor allem die konkrete Arbeit an der Choreografie und deren Umsetzung im Wettkampf im Vordergrund. Privat trägt Richaud meist schwarze Kleidung.
Als Choreograf ist Richaud unter anderem bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit der dreimaligen Weltmeisterin Kaori Sakamoto, dem Vize-Europameister von 2022 Daniel Grassl und dem Europameister von 2023 Adam Siao Him Fa.
Richaud ist bekannt für außergewöhnliche Programme, die darauf abzielen, nicht nur Fans des Eiskunstlaufs zu gefallen. Einige der von ihm choreografierten Programme erlangten Aufmerksamkeit in Medien und Social Media weit über Eiskunstlauf-Kreise hinaus, darunter Maé-Bérénice Méités Programm zu Musik von Beyoncé, Ivett Tóths Programm zu AC/DC und Adam Siao Him Fas Star-Wars-Programm.
Richaud arbeitete außerdem mit Daisuke Takahashi, Denis Ten, Satoko Miyahara, Mai Mihara,Mai Mihara in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 2. April 2018 auf archive.org, abgerufen am 3. April 2022 (englisch). Michal Březina,Michal Březina in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 2. Dezember 2017 auf archive.org, abgerufen am 2. Januar 2023 (englisch). Eliška Březinová,, abgerufen am 2. Januar 2023. Bradie Tennell,, abgerufen am 2. Januar 2023. Ekaterina Kurakova,Ekaterina Kurakova in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 22. März 2022 auf archive.org, abgerufen am 2. Januar 2023 (englisch). Donovan Carrillo,, abgerufen am 2. Januar 2023. Deniss Vasiļjevs,Deniss Vasiļjevs in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 23. Mai 2015 auf archive.org, abgerufen am 3. April 2022 (englisch). Eva-Lotta Kiibus, abgerufen am 2. Januar 2023. und Lindsay van Zundert., abgerufen am 2. Januar 2023.
Ergebnisse im Eistanz Mit Terra Findlay Meisterschaft/Saison2008/09Europameisterschaften19.Französische Meisterschaften3.Juniorenwettbewerb/Saison2008/09Juniorenweltmeisterschaften10.Junior Grand Prix Belarus3.Junior Grand Prix Frankreich4. Mit Élodie Brouiller Juniorenwettbewerb/Saison2005/062006/07Juniorenweltmeisterschaften13.7.Junior-Grand-Prix-Finale7.Junior Grand Prix Estland5.Junior Grand Prix Frankreich3.Junior Grand Prix Japan4.Junior Grand Prix Mexiko2.Französische Juniorenmeisterschaften1.2.
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Einzelnachweise
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