rahmenlos|rechts|Wappen derer von Varchmin Varchmin (auch Verchmin) ist der Name eines hinterpommerschen Uradelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht entlehnt seinen Familiennamen dem gleichnamigen Stammhaus Varchmin bei Köslin. Mit den Angehörigen Nicolaus, Hinricus, Albertus, Nicolaus, Hermanus et Thidericus dicti de Verchemyn wurde die Familie am 19. April 1315 in Kolberg zuerst urkundlich genannt.Pommersches Urkundenbuch, Band 5. Abt. 1: 1311–1316. Stettin 1903, S. 220–221 (Digitalisat) und Mecklenburgisches Urkundenbuch, Band VI: Nr. 3582–4318 (1313–1321), Schwerin 1870, S. 148. Die Stammreihe beginnt um 1413 mit Sivart (Siegfried) von Varchmin. Im 17. Jahrhundert etablierte sich eine Linie in Ostpreußen, deren Stifter George von Varchmin (1681–1762) am 27. Juli 1740 das preußische Indigenat erhalten hat.
Sowohl in Pommern mit Augustin, (Alt) Banzin (1315), Datjow, Gieskow, Latzig (1505–1707), Plümenhagen (1650–1766) und Poppenhagen im Kreis Fürstenthum, sowie auf Granzin (1724) im Kreis Stolp, als auch in Preußen mit Bothkeim (1775–1805) und Heyde (1805–1820) im Kreis Friedland, Pistken im Kreis Lyck (1805), Trimmau im Kreis Wehlau (1807–1820), sowie auf Worlack (1752–1786) und Wotterlack (1752–1775) im Kreis Preußisch Eylau, bestand zeitweise umfangreicher Güterbesitz.Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 3, Berlin 1858, S. 50.
Söhne der Familie bestritten in der preußischen Armee eine Offizierslaufbahn.Rolf Straubel: Grundbesitz und Militärdienst: Kurzbiographien pommerscher Offiziere (1715 bis 1806). 2021. S. 673 f.
mini|hochkant|Wappen derer von Varchmin
Wappen In Rot sechs paarweise (2:1) mit den Mundstücken abwärts-geschrägte goldene Jagdhörner. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken fünf natürliche Pfauenfedern, umgeben von einem Kranz roter Rosen.
Angehörige Hans Ernst von Varchmin (1703–1779), preußischer Oberst bei der Kavallerie Friedrich Wilhelm von Varchmin (1828–1894), preußischer Leutnant, Schriftsteller
Literatur Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch. Band 1, Stettin 1843, S. 71–72, Tfl. XXVII Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil A, 1917, S. 912–915 (Stammreihe); Fortsetzungen: 1922, S. 855–856; 1930, S. 634 Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 9, Leipzig 1870, S. 357–358 Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XV, Band 134 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2004, S. 187–188,
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1315 Kategorie:Pommersches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht