Die Laserkräuter (Laserpitium) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Beschreibung mini|links|Doppeldoldiger Blütenstand des Breitblättrigen Laserkrautes (Laserpitium latifolium)

Vegetative Merkmale Laserkraut-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Die kräftigen Stängel sind nicht hohl und besitzen oft Reste der Blattstiele an ihrer Basis.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die gut ausgebildete Blattscheide ist breit. Die Blattspreite ist mehrfach, meist zwei- bis dreifach gefiedert. Die Form der Fiederabschnitte kann bei den einzelnen Arten recht unterschiedlich sein.

mini|links|hochkant=0.5|Blütendiagramm mini|Illustration von Rauhaar-Laserkraut (Laserpitium halleri) aus Atlas der Alpenflora Generative Merkmale Die doppeldoldigen Blütenstände weisen einen großen Durchmesser auf und enthalten viele weiße oder gelblich-weiße Blüten angeordnet. Sowohl Hüllblätter als auch Hüllchenblätter sind normalerweise zahlreich und an allen Seiten vorhanden und sie sind schmal lanzettlich oder schmal dreieckig. Die freien Hüllblätter besitzen häutige Ränder.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist deutlich fünfzähnig. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Der Fruchtknoten ist unterständig. Es sind zwei Griffel vorhanden. Die Blütenformel ist

Die Spaltfrucht zerfällt in zwei Teilfrüchte an einem Karpophor. Die im Querschnitt rundlichen und nicht abgeflachten Teilfrüchte tragen vier Rückenflügel, von denen sich zwei nahe dem Rand befinden.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11.

Standorte Laserkraut-Arten gedeihen hauptsächlich in Trockenwäldern mit sandigen, stark durchlässigen Böden, an sonnigen Waldrändern oder auf Wiesen mit kalkhaltigen Böden.

Systematik und Verbreitung mini|Französisches Laserkraut (Laserpitium gallicum) mini|Rauhaar-Laserkraut (Laserpitium halleri) mini|Laserpitium hispidum mini|Haarstrang-Laserkraut (Laserpitium peucedanoides) mini|Berg-Laserkraut (Laserpitium siler)

Die Gattung Laserpitium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 248 aufgestellt. Typusart ist Laserpitium gallicum Ein Synonym für Laserpitium ist Siler

Laserpitium-Arten kommen in weiten Teilen Europas vor.

Es gibt mindestens 13 Laserpitium-Arten (Auswahl): Laserpitium affine (Syn.: Laser affine ): Sie kommt in der Türkei und in Georgien vor. Engelwurz-Laserkraut (Laserpitium archangelica , Laser archangelica ): Es ist im östlichen Mitteleuropa und auf der nördlichen Balkanhalbinsel im Gebirgsland verbreitet. Laserpitium eliasii (Syn.: Lucilebutina longiradia subsp. eliasii ): Sie kommt auf der Iberischen Halbinsel vor. Laserpitium emilianum : Sie kommt nur in Marokko vor. Französisches Laserkraut (Laserpitium gallicum ): Es kommt in mehreren Unterarten im Bergland von Spanien, Andorra, Italien und Frankreich sowie in Sardinien und auf Mallorca vor. Laserpitium glaucum (Syn.: Ekimia glauca ): Sie kommt in der Türkei, in Syrien, Jordanien und in Israel vor. Rauhaar-Laserkraut, Hallers Laserkraut (Laserpitium halleri ): Es gibt zwei Unterarten: Laserpitium halleri subsp. halleri: Sie gedeiht in den Alpen in Frankreich, der Schweiz, Italien und Österreich. Laserpitium halleri subsp. cynapiifolium : Dieser Endemit kommt nur auf Korsika vor. Laserpitium hispidum (Syn.: Silphiodaucus hispidus ): Sie kommt ursprünglich in der Ukraine, in der Türkei, im Kaukasusraum und in Russland vor. In Mitteleuropa ist sie in Hessen und in Dänemark in Einbürgerung begriffen. Krapfs Laserkraut (Laserpitium krapfii ), auch Rotrandiges Laserkraut genannt. Es gibt zwei Unterarten: Laserpitium krapfii subsp. krapfii: Sie kommt in Italien, Slowakei, Slowenien, Serbien, Kroatien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Polen und in der Ukraine vor. Laserpitium krapfii subsp. gaudinii (Syn.: Laserpitium gaudinii ): Sie kommt in der Schweiz, in Norditalien, Österreich, Kroatien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina vor. Breitblättriges Laserkraut (Laserpitium latifolium ): Es ist in mehreren Unterarten in Europa und im Iran verbreitet. Laserpitium longiradium (Syn.: Lucilebutina longiradia ): Sie kommt in Spanien vor. Laserpitium nestleri (Syn.: Lucilebutina nestleri ): Sie kommt in Portugal, Spanien, Andorra und Frankreich vor. Glänzendes Laserkraut (Laserpitium nitidum ): Dieser Endemit kommt nur in den italienischen Südalpen zwischen Como und Trient vor. Laserpitium ochridanum (Syn.: Siler zernyi subsp. ochridanum ): Sie kommt nur in Nordmazedonien vor. Laserpitium orospedanum (Syn.: Laserpitium gallicum subsp. orospedanum ): Sie kommt in Spanien vor. Laserpitium petrophilum (Syn.: Ekimia petrophila ): Sie kommt in der Türkei vor. Haarstrang-Laserkraut (Laserpitium peucedanoides ): Es kommt in den Südostalpen von Italien, Österreich, Slowenien und Kroatien vor. Preußisches Laserkraut (Laserpitium prutenicum , Syn.: Silphiodaucus prutenicus ): Es gibt zwei Unterarten: Laserpitium prutenicum subsp. dufourianum (Syn.: Silphiodaucus prutenicus subsp. dufourianus ): Sie kommt nur im nordwestlichen Spanien und südwestlichen Frankreich vor. Laserpitium prutenicum subsp. prutenicum (Syn.: Silphiodaucus prutenicus subsp. prutenicus): Sie ist in Mittel-, Ost- und in Teilen Südeuropas verbreitet, aber nicht im nordwestlichen Spanien und südwestlichen Frankreich. Laserpitium pseudomeum (Syn.: Laserocarpum pseudomeum ): Sie kommt in Griechenland vor. Berg-Laserkraut (Laserpitium siler , Syn.: Siler montanum ): Es gibt etwa fünf Unterarten: Laserpitium siler subsp. garganicum (Syn.: Siler garganicum ): Sie kommt auf Sardinien, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien und kam früher auch in Italien vor. Laserpitium siler subsp. laeve (Syn.: Siler zernyi subsp. laeve ): Sie kommt in Griechenland vor. Laserpitium siler subsp. siculum (Syn.: Siler siculum ): Sie kommt in Italien inklusive Sizilien vor. Laserpitium siler subsp. siler (Syn.: Siler montanum subsp. montanum): Sie ist im Bergland Süd- und Mitteleuropas verbreitet. Laserpitium siler subsp. zernyi (Syn.: Siler zernyi ): Sie kommt im nordöstlichen Albanien und in Nordmazedonien vor. Laserpitium stevenii (Syn.: Laser stevenii ): Sie kommt im Nordkaukasus und in Georgien vor.

Siehe auch Asant

Quellen David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 1–3. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0. Thomas Gaskell Tutin: Laserpitium L. In:

Einzelnachweise Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.

Schmeil-Fitschen: Flora von Deutschland, 89. Auflage, 1993, ISBN 3-494-01210-5.

Albert Thellung: Umbelliferae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1472–1501. Ralf Hand (2011+): Apiaceae.: Datenblatt Laserpitium In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011. Birgit Nordt: Apiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 731.

Weblinks

Thomas Meyer: Laserkraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).

Kategorie:Doldenblütler