Oskar Hoby (* 11. Januar 1918 in St. Gallen; † 5. Juni 1998 in Heiden AR) war ein Schweizer Sänger, Schauspieler und Kabarettist.
Leben Oskar Hoby hatte ursprünglich beabsichtigt, Theologie zu studieren. Auftritte in Schulaufführungen weckten sein Interesse an der Schauspielerei.Porträt bei cyranos.ch, abgerufen am 25. November 2022 Nach der Matura arbeitete Oskar Hoby zunächst in einem Mailänder Hotel und nahm nebenbei Gesangsunterricht. Während des Zweiten Weltkrieges gehörte er der Schweizer Soldatenbühne «Bärentatze» an. Nach Kriegsende ging er unter anderem mit dem «Hegi-Theater» von Emil Hegetschweiler und Alfred Rassers «Cabaret Kaktus» auf Tournee. Von 1950 bis 1953 war Hoby am Stadttheater St. Gallen engagiert, wo er überwiegend in Operetten sang und spielte, aber auch in Opern und im Schauspiel eingesetzt wurde. Gemeinsam mit Alfred Bruggmann gründete er 1953 das «Cabaret Rüeblisaft», das bis 1976 existierte. Hier stand er nicht nur auf der Bühne, sondern fungierte auch als kaufmännischer Leiter und Tourneemanager. Daneben hatte Hoby Engagements in Zürich, dort am Bernhard-Theater, am Schauspielhaus und an der Oper, sowie am Stadttheater Bern und am Theater Kanton Zürich.
Rollen Hobys waren unter anderem Herr Reich in Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai, Kapitän Andy Hawks in Show Boat oder Baron Saint Chamard in Carl Millöckers Operette Die Dubarry. Ab Mitte der 1950er-Jahre arbeitete Oskar Hoby gelegentlich in Nebenrollen für Film und Fernsehen. Daneben hatte er einige Einsätze als Hörspielsprecher, überwiegend in Mundartproduktionen. Seine Stimme ist auch auf Hörbüchern und Schallplatten für Kinder erhalten geblieben.
Filmografie (Auswahl) 1955: Leben und leben lassen 1957: Die Angst vor der Gewalt (Der 10. Mai) 1959: Hinter den sieben Gleisen 1960: Der Herr mit der schwarzen Melone 1960: Anne Bäbi Jowäger 1. Teil 1961: Die Schatten werden länger 1961: Demokrat Läppli 1962: Anne Bäbi Jowäger 2. Teil 1965: Der Schmied seines Glückes 1971: Die Gwundrige 1974: Fluchtgefahr 1976: Die plötzliche Einsamkeit des Konrad Steiner 1978: Anne Bäbi Jowäger 1978: Ursula 1980: Theo gegen den Rest der Welt
Hörspiele 1956: Jakob Stebler: Sägel ohni Wind – Regie: Robert Bichler – SRF 1961: Kurt Früh/Jean-Pierre Gerwig: Es Dach über em Chopf – Regie: Walter Wefel – SRF 1962: Richard Schneiter: Di Yfersüchtige – Regie: Hans Bänninger – SRF 1964: Wolfgang Altendorf: D' Vorundersuechig – Regie: Hans Jedlitschka – SRF 1969: Robert Messerli: Zwüsche Chrüüz und Güggel – Regie: Ulrich Studer – SRF 1987: Max Berner: 's Hüüsli – Regie: Walter Baumgartner – SRF 1987: Hans Peter Treichler: Tisch vier bis sibe: Personalwiehnachte – Regie: Franziskus Abgottspon – SRF 1988: Max Berner: Zivilschutz – Regie: Walter Baumgartner – SRF
Literatur
Weblinks
Oskar Hoby in der Hörspieldatenbank
Oskar Hoby bei hoerspielforscher.de
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Kabarettist (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 1998 Kategorie:Mann