Die Liste von Steinen im menschlichen Körper umfasst Steine, die im menschlichen Körper aufgrund in der Regel krankhafter Prozesse entstehen können.
Liste
Stein Körperregion Weitere Bezeichnungen Zusammensetzung Anmerkungen Abbildung Dakryolith Tränenwege Tränengangsstein Pilzknäuel von Vertretern der Gattung Candida oder um inkrustierte (kalkartige) Konglomerate von Bakterien (Streptomyces försteri oder Actinomyces). Gelegentlich bestehen die Tränensteine aus Zelltrümmern (Detritus) und Fibrin. Rhinolith Nasenhöhle Nasenstein Ein Rhinolith bildet sich in der Regel um den Kern eines kleinen Fremdkörpers, eines Blutgerinnsels oder eines Sekrets durch langsame Ablagerung von Kalzium- und Magnesiumkarbonat- und Phosphatsalzenmini|Rhinolith im Röntgenbild Sialolith Speicheldrüse Speichelstein Zentrale organische Matrix aus Glykoproteinen, Mukopolysacchariden, Lipiden und Zelltrümmern von Bakterien und den Gangwänden mit konzentrischen anorganischen Anlagerungen, vorwiegend aus Calciumphosphat (z. B. Brushit, Apatit, Whitlockit, Hydroxylapatit und Weddellit) mini|Speichelsteine Tonsillolith Krypten der Gaumenmandel Mandelstein, Tonsillenstein Mineralisierte Ablagerungen von abgestoßenen Schleimhautzellen und Speiseresten mini|Tonsillolith, der Gaumenmandel anhaftend Calculus dentis Zahnhals Zahnstein(PO4)6]), Proteinen und Kohlenhydraten mini|Zahnstein Pneumolith, BronchialsteinGünter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, Loseblattsammlung 1966–1977, 5. Ordner (Membra–R-Zellen-Adenom), München / Berlin / Wien 1973, ISBN 3-541-84005-6, S. P 203. Lunge, Bronchien Lungenstein Zumeist Tuberkulosebedingter verkalkter peribronchialer Lymphknoten, seltener ein in einen Bronchus dislozierter Bronchusknorpel. Bezoar Magen Magenstein Konvolut verschluckter, unverdaubarer Materialien Trichotillomanie und Trichophagie kann zu einem Trichobezoar und zum Rapunzelsyndrom führen mini|Bezoare im Deutschen Apothekenmuseum in Heidelberg Enterolith Darm Kotstein, Koprolith, Fekalom, Faecalith Massiv eingedickter, eingetrockneter Darminhalt mini|OP-Präparat von einem Hund, Darmabschnitt bei Ileus durch Kotstein Cholelith, Cholezystolith, Choledocholith Gallenblase, Gallengang Gallenstein Cholesterin, Bilirubin-Calcium mini|Aufgeschnittene Gallenblase mit zahlreichen großen und kleinen Steinen Pankreolith,Pankreasstein In: pschyrembel.de Calculus pancreaticusGünter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, Loseblattsammlung 1966–1977, 5. Ordner (Membra–R-Zellen-Adenom), München / Berlin / Wien 1973, ISBN 3-541-84005-6, S. P 14. Bauchspeicheldrüse Pankreasstein Kalziumkarbonat, Kalziumphosphat Pankreassteine entstehen meist im Rahmen einer chronischen Pankreatitis oder bei Stauung von Pankreassekret Nephrolith Niere Nierenstein Calciumoxalat (65 %), Harnsäure (15 %), Struvit (11 %), Calciumphosphat (9 %), Cystin (1 %), Xanthin (1 %) Struvit-Steine treten vor allem im Zusammenhang mit Infektionen auf und werden daher auch als Infektsteine bezeichnet mini|Nierenstein Urolith, Ureterolith, Urethralith Ableitende Harnwege, Ureter, Harnblase Harnstein, Harnleiterstein, Blasenstein, Harnröhrenstein Calciumoxalat, Calciumphosphat, Harnsäure, Struvit, Cystin, Xanthin mini|Nieren- und Blasensteine, Illustration von 1914 ProstatasteinProstatastein In: pschyrembel.de Prostata Corpora amylacea Verkalktes nekrotisches Gewebe nach einer Prostatitis. mini|Histologisches Präparat von Corpora amylacea der Prostata Lithopädion Bauchhöhle, Uterus Steinkind, Steinfrucht Abgestorbener Fötus, der durch Aufnahme von Kalk eingekapselt und mumifiziert ist mini|Kalzifizierter Fötus, der über 50 Jahre im Bauchraum einer Frau verblieben war PhlebolithVenenstein In: flexikon.doccheck.com Vene Venenstein Verkalkter oder verknöcherter Thrombus in einer Vene Statolith Ohr Ohrstein, Otolith, Otokonien Calcit Statolithen und Otokonien sind essenziell für das Gleichgewichts- und Hörorgan des Menschen. Eingebettet in eine gelartige Matrix im Innenohr übertragen sie ihre Bewegungen bei Lageänderungen und Schallwellenaufnahme auf Sinnes- und Haarzellen. Statolithen sind nur wenige Mikrometer groß. Omphalolith Bauchnabel Nabelstein Feste Masse aus retinierten Hornzellen mit Melaninpigment
Weblinks Steine im Körper Beispiele aus der Körpersteinkollektion der Pathologisch- anatomischen Sammlung im “Narrenturm“ – Naturhistorisches Museum Wien
Einzelnachweise
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