mini|Schloss Bitschin. Das Schloss Bitschin () befindet sich in Bycina (deutsch Bitschin) im Powiat Gliwicki der Woiwodschaft Schlesien in Polen.
Geschichte Das Schloss wurde Ende des 17. Jahrhunderts durch den Kanzler der Fürstentümer Oppeln und Ratibor Graf Albert Leopold Graf von Paczensky von Tenczin erbaut. Nach einem Brand im Jahr 1867 wurde es umgebaut. 1778 gelangte es an das Adelsgeschlecht Strachwitz und 1787 an die von Seherr-Thoß. Ab dem Jahr 1845 besaßen es die Fürsten Hohenlohe-Oehringen-Ingelfingen, die es nach einem Brand 1867 umbauten. mini|Hugo zu Hohenlohe-Oehringen, 1878. Ende des 19. Jahrhunderts bestand der zum Herrensitz dazugehörige Bestand aus fünfzehn Rittergüter und Vorwerke, gebunden an die Familienfideikommissherrschaft Bitschin, geleitet vom Domänenrat Klewitz mit Sitz in Slawentzitz. EigentümerSchlesisches Güter-Adreßbuch. Verzeichniß. 1894. Fünfte Ausgabe, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1894, S. 466 f. war zu jener Zeit Sr. Durchlaucht Hugo Fürst zu Hohenlohe-Oehringen, Herzog von Ujest. Der Fürst war Erb-Reichsmarschall, erbliches Mitglied des Preußischen Herrenhauses und General der Infanterie á la suite, residierte in Slawentzitz. Die Herrschaft Bitschin wiederum war Teil des Fürstlich Hohenlohe’schen Domänenbesitz.
Nach dem Übergang Schlesiens an Polen infolge des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde die der Hl. Dreifaltigkeit geweihte Schlosskirche 1946 renoviert. Danach diente sie bis 1993 als Pfarrkirche.
Nach dem Zusammenbruch der Volksrepublik Polen wurde das Schlossgebäude von einem privaten Investor erworben. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde eine der Fassaden renoviert, danach wurden die Arbeiten eingestellt.
Bauwerk Der dreistöckige Barockbau mit Mansardendach steht auf L-förmigem Grundriss. Über einem Gartenportal befindet sich die Inschrift „Albertus Leopold: Comes a Tencin ann. D. 1700“. Die Südostfassade ist fünfzehnachsig. In der südöstlichen Ecke befindet sich die Kapelle der Hl. Dreifaltigkeit. Auf dem Gewölbe der Kapelle wurde um 1730 ein spätbarockes Gemälde ausgeführt, das unter anderem Mariä Himmelfahrt und die vier Evangelisten darstellt. Das Schloss kann derzeit nur von außen besichtigt werden.
Literatur Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Hrsg. Georg Dehio-Nachfolge / Dehio-Vereinigung e.V., Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 194.
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Historische und aktuelle Bilder sowie geographische Lage
Einzelnachweise
Kategorie:Schloss in der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Kulturdenkmal in der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Gmina Rudziniec Kategorie:Schlossruine in Polen Kategorie:Barockbauwerk in Polen Kategorie:Schloss in Schlesien Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren