Maria Wächtler (* 1981 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche Chemikerin und Hochschullehrerin.

Leben Wächtler studierte Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Diplomarbeit zur Auswertung von Vanadium-Festkörperkernspinresonanzspektren in Haloperoxidasen in der Gruppe von Gerd Buntkowsky wurde mit dem Examenspreis der Universität für die beste Abschlussarbeit der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät sowie dem Bunsen-Bücherpreis der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie ausgezeichnet. In ihrer anschließenden Promotion in der Gruppe von Benjamin Dietzek untersuchte sie insbesondere Rutheniumpolypyridinkomplexen als Lichtsammler in der künstlichen Photosynthese mittels ultraschneller Ultrakurzzeit- und Resonanz-Raman-Spektroskopie. Ihre Doktorarbeit wurde mit dem Promotionspreis Chemie der Universität Jena sowie dem Albert-Weller-Preis der Fachgruppe Photochemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet.

Im Anschluss arbeitete sie als Postdoc am Leibniz-Institut für Photonische Technologien, wo sie seit 2015 die Arbeitsgruppe Ultrakurzzeitspektroskopie und seit 2020 die Arbeitsgruppe Quantenbegrenzte Nanostrukturen leitete. Von 2021 bis 2022 war sie Vorsitzende der young Physical Chemists, der Nachwuchsorganisation der Bunsen-Gesellschaft. Im Oktober 2022 nahm sie den Ruf für eine W2-Professur an der Technischen Universität Kaiserslautern (seit 2023 die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) für Physikalische Chemie an. Wächtler war Mitglied im Landesforschungszentrum Optik und Materialwissenschaften. Im März 2024 wurde sie zur Universitätsprofessorin (W3) an der RPTU in Kaiserslautern ernannt. Nachdem Wächtler 2024 einen Ruf an die Universität Paderborn ablehnte, nahm sie im Januar 2025 den Ruf auf eine W3-Professur für Physikalische Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an.

Forschungsschwerpunkte Maria Wächtlers Forschungsschwerpunkt bildet insbesondere die Untersuchung von Photosensibilisatoren für die künstliche Photosynthese, insbesondere für die lichtgetriebene Wasserstoffherstellung. Zu diesem Zweck nutzt sie unter anderem Ultrakurzzeit-Spektroskopie wie transiente Absorptionsspektroskopie zur Verfolgung von schnellen lichtinduzierten Prozessen, z. B. Ladungs- oder Energietransfers. Hierfür untersuchte sie insbesondere Metallkomplexfarbstoffe auf Rutheniumbasis und später auch auf Basis häufiger Metalle wie Eisen oder Kupfer.

Seit 2020 fokussiert sich ihre Arbeit auf photoaktive Hybridmaterialien auf Basis kolloidaler Halbleiter-Nanopartikel wie Quantenpunkten. Neben dem Einsatz in der lichtgetriebenen Redox-Katalyse sollen diese als Materialien in der Sensorik oder als Bauteile in der nichtlinearen Optik eingesetzt werden.

Veröffentlichungen (Auswahl) Maria Wächtler ist Autorin von weit über 50 begutachteter Forschungsartikeln. Die folgende Auflistung stellt einige ihrer Übersichtsarbeiten zu ihren Forschungsschwerpunkten dar.

Weblinks

Website der Arbeitsgruppe Wächtler der Christian-Albrechts-Universität Kiel Website der Arbeitsgruppe „Quantenbegrenzte Nanostrukturen“ des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien

Einzelnachweise

Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (TU Kaiserslautern) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Frau Kategorie:Physikochemiker