Die Liste keltischer Orts- und Gewässernamen im deutschen Sprachraum verzeichnet Orts- und Gewässernamen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, bei denen eine Herkunft aus dem Keltischen angenommen wird.
Ortsnamen und Gewässernamen stehen in enger Beziehung zueinander, da Siedlungen im Zuge einer Namenübertragung oft nach dem Gewässer benannt wurden, an dem sie lagen (auch das Umgekehrte kommt gelegentlich vor).Deutsches Gewässernamenbuch, Berlin/Boston 2014, S. 1. Mehr als die Hälfte der keltischen Ortsnamen sind Kompositbildungen mit wiederkehrenden Grundworten wie -dunum „Burg“, -durum „Stadt“ oder -magus „Feld“.Gerhard Rasch: Antike geographische Namen nördlich der Alpen, Berlin/Boston 2005, S. 131 f. Komposita mit -magus bezeichneten wohl unbefestigte und nicht auf einer Anhöhe liegende Siedlungen, -dulum dagegen mit einem Tor gesicherte Orte.Albrecht Greule: Schichten vordeutscher Namen im deutschen Sprachgebiet, Berlin/New York 2004, S. 3464 f.
Die Nachsilbe -ācum kennzeichnet die Zugehörigkeit des Orts zu einer Sippe oder Person. Ortsnamen dieses letzteren Typs waren unter römischer Herrschaft häufig.Gerhard Rasch: Antike geographische Namen nördlich der Alpen, Berlin/Boston 2005, S. 147. Es handelt sich eigentlich um eine Hybridbildung: ein keltisches Suffix *-akos, *-akon wurde mit einer lateinischen Flexionsendung versehen. Ortsnamen auf -ācum sind also „sprachlicher Reflex einer zeitlichen wie räumlichen Koexistenz der alteingesessenen keltischen Bevölkerung und der römischen Eroberer.“Monika Buchmüller-Pfaff: Siedlungsnamen zwischen Spätantike und frühem Mittelalter: die -(i)acum-Namen der römischen Provinz Belgica Prima, Tübingen 1990, S. 4.
Alphabetische Liste Der Asteriskos (*) bezeichnet eine erschlossene, in den Quellen nicht belegte Form.
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