Tim Holland (* 31. August 1987 in Tübingen) ist ein deutscher Lyriker und Essayist.

Leben und Werk Tim Holland studierte nach einer Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seine Texte wurden in Zeitungen (u. a. B.Z., taz), Literaturzeitschriften (u. a. BELLAtriste, Edit, Epilog, Kolik, Poetin, STILL u.a.) und Anthologien (u. a. Jahrbuch der Lyrik und Lyrik von Jetzt 3) veröffentlicht. Im Frühjahr 2016 erschien sein Lyrikdebüt vom wuchern im gutleut Verlag und wurde u. a. in der Süddeutschen Zeitung besprochen. 2022 erschien beim Verlag Matthes & Seitz Berlin sein zweiter Gedichtband wir zaudern, wir brennen für den er den ver.di Literaturpreis Lyrik erhielt. Eine bearbeite Fassung des Langgedichts wurde mit dem Titel Die drei Jahreszeiten - Diorama einer mehr-als-menschlichen Revolution als kybernetische Installation beim Poesiefestival Berlin 2023 aufgeführt.

2023 und 2024 war Holland für die Staatliche Kunstsammlungen Dresden im ländlichen Raum in Sachsen und 2024 und 2025 beauftragt durch die Urbanen Künste Ruhr in mehreren Städten des Ruhrgebiets tätig.

Holland übersetzte Gedichte von Vito Acconci und Keith Waldrop und Gebärdensprachpoesien von Rafael-Evitan Grombelka. Mit Tristan Marquardt und Hannes Munzinger gründete er 2017 den hochroth Verlag München im Rahmen des europäischen Verlagsnetzwerkes hochroth. Die Laudatio zu Hollands Leselenz-Stipendium hielt José F.A. Oliver. 2026 erhielt er ein Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds.

Veröffentlichungen Einzeltitel

Wenn Muskeln weinen. Zwischen ­Krafttraining und Doomscrolling. MaroVerlag, Augsburg, ISBN 978-3-87512-638-9.

Angst. Verlagshaus Berlin, Berlin 2026, ISBN 978-3-910320-29-1.

wir zaudern, wir brennen. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2022, ISBN 978-3-7518-7002-3. vom wuchern. gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-936826-90-6. theorie des waldes. gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-936826-91-3.

Übersetzungen Unmögliche Liebe. Die Kunst des Minnesangs in neuen Übertragungen. Mit Übersetzungen von Tim Holland. Hanser, München 2017, ISBN 978-3-446-25654-5. Keith Waldrop: gravitationen 1. Mit Übersetzungen von Tim Holland. Gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-936826-19-7. Keith Waldrop: gravitationen 2. Mit Übersetzungen von Tim Holland. Gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-936826-18-0. handverlesen – Gebärdensprachpoesie in Lautsprache. Mit Übersetzungen von Tim Holland. hochroth München 2023, ISBN 978-3-949850-11-0

als Herausgeber Kollaps und Hope Porn. 13 Zukunftsaussichten (mit Lukas Dubro). MaroVerlag, Augsburg 2022, ISBN 978-3-87512-855-0. zu:texten – Wie geht Lyrik? (mit Cathleen Henschke). Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2021. ISBN 978-3-96311-530-1.

Auszeichnungen 2013: Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2020: Stipendium des Deutschen Preises für Nature Writing 2021: Stipendium des Recherchestipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa 2022: Ver.di-Literaturpreis Berlin-Brandenburg für den Lyrikband wir zaudern, wir brennen 2023: Leselenz-Stipendium 2023: Stadtschreiber in GelsenkirchenThomas Richter: Autor Tim Holland wird Gelsenkirchens neuer Stadtschreiber In: WAZ (Lokalteil Gelsenkirchen), abgerufen am 26. Juli 2023 2026: Stipendium des Künstlerdorfs Schöppingen 2026: Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds e.V.

Weblinks

Kurzbiographie und Angaben zum Werk von Tim Holland bei literaturport Kurzbiographie und Angaben zum Werk von Tim Holland bei Poetenladen Webseite von Tim Holland

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Lyrik Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Mann