Rudolf Bockholdt (* 25. Februar 1930 in Amsterdam; † 29. Dezember 2007 in Hameln) war ein deutscher Musikwissenschaftler. Schwerpunkte seiner Forschungsarbeiten waren die Musik der Wiener Klassiker und die Musik des 19. Jahrhunderts.Abschnitt nach: Carl Dahlhaus: Rudolf Bockholdt. In: Riemann Musiklexikon 1972.Abschnitt nach: Laurenz Lütteken: Rudolf Bockholdt. In: MGG Online.

Leben und Werk Rudolf Bockholdt studierte von 1950 bis 1956 Musikwissenschaft (Thrasybulos Georgiades und Jacques Handschin), Philosophie (Hans-Georg Gadamer, Karl Jaspers) und Kirchengeschichte (Hans von Campenhausen) in Heidelberg und Basel. Er promovierte 1960 in Heidelberg mit einer Arbeit über Die frühen Messenkompositionen von Guillaume Dufay (= Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte 5, Tutzing 1960).

Seit 1962 wirkte Rudolf Bockholdt als Lehrbeauftragter an der Universität München. Hier habilitierte er sich 1971 mit der Arbeit Berlioz-Studien (= Münchner Veröffentlichunghen zur Musikgeschichte 29, Tutzing 1979). 1977 wurde er ebenda zum Professor ernannt. 1984 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Neuere Musikgeschichte an der Universität Utrecht, den er ablehnte. 1995 trat er in den Ruhestand. Rudolf Bockholdt schrieb unter anderem Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 6 F-Dur, Pastorale (= Meisterwerke der Musik 23, München 1981) und Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert D-Dur KV 451 (= Meisterwerke der Musik 59, München 1991).

Rudolf Bockholdt war Begründer und Herausgeber der Schriftenreihe Studien zur Musik: Münchner Universitätsschriften (München, seit 1982) und Mitherausgeber der Zeitschrift Musiktheorie (Laaber, seit 1997).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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