mini|hochkant|Jannis Zamanduridis bei der DOSB-Trainerkonferenz 2012 mini|Jannis Zamanduridis (links) gegen Oscar Wood bei den Olympischen Spielen 2004

Jannis Zamanduridis (* 18. März 1966 in Karl-Marx-Stadt) ist ein ehemaliger deutscher Ringer, Bundestrainer und Sportfunktionär. Im griechisch-römischen Stil wurde er 1990 Vizeweltmeister und gewann 1995 eine Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 belegte er den siebten Platz. Von Januar 2013 bis Mai 2025 war er Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes (DRB).

Sportliche Laufbahn Zamanduridis wuchs in der DDR auf und rang für den SC Motor Zella-Mehlis. 1985 und 1986 wurde er im griechisch-römischen Leichtgewicht DDR-Vizemeister.

Bei den Ringer-Weltmeisterschaften 1990 in Ostia gewann er in der Gewichtsklasse bis 68 kg die Silbermedaille. 1990 wechselte er zur RWG Mömbris-Königshofen. Zwischen 1991 und 1996 wurde er fünfmal deutscher Meister. Bei den Ringer-Weltmeisterschaften 1995 in Prag gewann er erneut in der Klasse bis 68 kg Bronze. Nach der Weltmeisterschaft beendete er zunächst seine internationale Laufbahn. Auf Vereinsebene trat er später für den AC Bavaria Goldbach, den AV Schaafheim und den KSV Köllerbach an.

2003 kehrte Zamanduridis in den internationalen Wettkampfsport zurück. Bei den Weltmeisterschaften in Créteil wurde er in der Gewichtsklasse bis 66 kg Siebter und sicherte dem DRB damit einen Startplatz für die Olympischen Spiele. Als 38-Jähriger nahm er 2004 in Athen erstmals an Olympischen Spielen teil und belegte im griechisch-römischen Weltergewicht ebenfalls Rang sieben.

Trainer- und Funktionärslaufbahn Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete Zamanduridis als Bundestrainer im griechisch-römischen Stil. Im April 2012 schloss er an der Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes ein dreijähriges Diplom-Trainer-Studium ab. Im Januar 2013 ernannte ihn der DRB zum Sportdirektor.

Nach den für den deutschen Ringsport medaillenlosen Olympischen Spielen 2024 leitete der DRB eine Neuordnung seiner sportlichen Führung ein. Der Verband bot Zamanduridis eine Weiterbeschäftigung zu unveränderten Bezügen als Funktionstrainer an. Nachdem er das Angebot ablehnte, kündigte der DRB; Zamanduridis erhob dagegen Klage. Im April 2026 endete die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht in Aschaffenburg durch einen Vergleich. Danach endete das Arbeitsverhältnis zum 31. Mai 2025; Zamanduridis erhielt eine Abfindung von 155.000 Euro brutto. Der DRB hielt die im Verfahren erhobenen Vorwürfe nicht aufrecht. Zum 1. Januar 2026 übernahm Katrin Werkmann das Amt der Sportdirektorin.

Erfolge Jahr Wettbewerb Ort Gewichtsklasse Platz 1990 Weltmeisterschaften Ostia bis 68 kg 2. 1995 Weltmeisterschaften Prag bis 68 kg 3. 2003 Weltmeisterschaften Créteil bis 66 kg 7. 2004 Olympische Spiele Athen bis 66 kg 7.

Daneben gewann Zamanduridis zwischen 1991 und 1996 fünf deutsche Meistertitel.

Auszeichnung Ringer des Jahres 2004

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004 Kategorie:Ringer (Deutschland) Kategorie:Person (Chemnitz) Kategorie:Deutscher Meister (Ringen) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Ringer (AC Bavaria Goldbach) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann