mini|300px|Karte mini|300px|1: Miyahara-Grube, 2: Manda-Gruben, A:Hatsushima, B: Miikeshima, H: Hafen

Das Miike-Kohlebergwerk () war ein japanisches Kohlebergwerk auf Kyūshū an der Präfekturgrenze von Kumamoto und Fukuoka.

Übersicht 1469 soll das Kohlevorkommen von einem Bauern aus dem Dorf Inari () im Landkreis Miike () entdeckt worden sein, als er sah, wie ein Lagerfeuer einen schwarzen Stein auf dem Berg Inari () entzündete. Der Yanagawa-Klan () eröffnete 1771 eine Grube am neben dem Berg Inari () gelegenen Berg Hirano ().

Als der Miike-Klan () 1856 eine Kohlenmine auf dem an den Berg Hirano angrenzenden Berg Haeyama () eröffnete, kam es zu einem Grenzstreit. 1873 entschied das Industrieministerium (), dass diese Kohlenminen als staatliche Minen geführt werden sollten. 1875 wurden sie unter die Kontrolle der Abteilung für Bergbauarbeiter-Wohnheime des Industrieministeriums gestellt, womit der Bergbau als Miike-Mine begann. 1876 wurde unter der Leitung des britischen Ingenieurs Frederick Anthony Potter der Oura-Schacht () ausgehoben, und auch in Miyahara () und Manda () wurden neue Minen ausgehoben, wodurch die Modernisierung der Kohleminen begann.

1889 wurde das Bergwerk an Mitsui & Co. verkauft und das Unternehmen mit dem Namen „Miike-Tankō“ () mit Dan Takuma als Manager gegründet. Das Kohlefeld wurde durch zwei Schägschäche von ca. 2 km Länge in einer Täufe von 520 m erschlossen. Abgebaut wurde in der Hauptsohle und zwei weiteren Ebenen. Da sich alle Abbaugebiete unterhalb der Ariake-See befanden, wurden später zur Belüftung und zum Transport die künstlichen Inseln Hatsushima () und Miikeshima () in der Meeresbucht errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Kohleindustrie zurückging, brach 1959 ein Arbeitskampf aus, der sich zu einem großen sozialen Problem entwickelte (Siehe Miike-Streik). 1963 kam es in der Mikawa-Grube zu einem relativ kleinen Grubenbrand bzw. Kohlenstaubexplosion. Da nur unzureichende Schutzmaßnahmen existierten konnte sich Kohlenstoffmonoxid in der ganzen Grube ausbreiten. Bei dem Unglück starben 458 Menschen, 675 weitere wurden schwer verletzt und 839 erlitten eine Kohlenmonoxidvergiftung. Die Kohleförderung wurde 1977 wegen sinkender Kohlenachfrage, die Wasserhaltung 1997 eingestellt und die Schäche verfüllt. Nach der Schließung der Mine wurden zugehörige Einrichtungen als national wichtige Kulturgüter und historische Stätten ausgewiesen. Im Jahr 2015 wurden die Miyanohara-Grube und die Manda-Grube als Weltkulturerbe innerhalb der „Stätten der industriellen Meiji-Revolution Japans: Eisen- und Stahl-, Schiffbau- und Kohleindustrie“ registriert.

Bilder

Literatur S. Noma (Hrsg.): Miike Coal Mines. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 958. https://www.mlit.go.jp/tagengo-db/en/R6-00508.html

Weblinks

Information zu Miike Kohlebergwerk in der Kotobank, japanisch

Kategorie:Kohlebergwerk Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Japan Kategorie:Kyūshū