mini|hochkant=1.6|Panorama Lechtingen Lechtingen ist ein Dorf und ein Ortsteil der Gemeinde Wallenhorst im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Mit 4.583 Einwohnern (Stand 29. Oktober 2020)Einwohnerdaten der Gemeinde Wallenhorst ist Lechtingen der zweitkleinste Ortsteil der Gemeinde.
Beschreibung mini|hochkant|Windmühle Lechtingen mini|hochkant=0.5|Mammutbaum im Arboretum Das Dorf grenzt an die umliegenden Ortsteile Rulle, Wallenhorst und Hollage sowie südlich an die Stadtteile Pye und Haste der Stadt Osnabrück. Zu einem Teil liegt der Piesberg, zeitweise größter Steinbruch Europas, in Lechtingen. Auf der Lechtinger Seite des Piesbergs befindet sich ein Arboretum mit einem 33 Meter hohen Mammutbaum.Stadt Osnabrück / Terra vita Natur- und Geopark: Arboretum mit Mammutbaum
Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit ist die restaurierte Windmühle LechtingenFranz-Josef Albers: (PDF; 1,3 MB). Der Mühlstein. Mai 2009, S. 36–39., an und in der jedes Jahr mehrere Open-Air-Veranstaltungen stattfinden. Die Windmühle Lechtingen gilt als der Ort, an dem die Idee zum Niedersächsischen Mühlentag entstanden ist, aus dem später der Deutsche Mühlentag hervorging, der alljährlich am Pfingstmontag begangen wird.Windmühle Lechtingen:
Neben der Mühle wurde 2013 in einem alten Trafoturm ein Mäusefallen-Museum eingerichtet, auf fünf Quadratmeter befinden sich hunderte Exponate rund um das Thema Mausefalle.
Geschichte Am 1. Juli 1972 wurde Lechtingen in die Gemeinde Wallenhorst eingegliedert.
Politik Bürgermeister und Vorsteher Bis zur Eingemeindung 1972 verfügte Lechtingen über einen eigenen Bürgermeister.
Bürgermeister: 1936–1945: Aloys Stertenbrink 1945–1948: Georg Kreuzkamp 1948–1956: Aloys Stertenbrink 1956–1971: Johannes Werries 1971–1972: Kurt Jünemann
Vorsteher: 1849: Kolon Franz Heinrich Riepenhoff 1858: Kolon Ferdinand Werries 1865–1866: Kolon Wöstmann 1866–1878: Kolon Harenburg 1878–1884: Kolon Heinrich Sprehe 1884–1896: Kolon Heinrich Riepenhoff 1896–1905: Kolon Theodor Ebbeskotte 1905–1911: Kolon Heinrich Riepenhoff 1911–1919: Hofbesitzer Konrad Stertenbrink 1919–1924: Hofbesitzer August Werries 1924–1927: Anton Meyer 1927–1936: Hofbesitzer Bernhard Hanesch
Wappen links|100px|Altes Wappen Blasonierung: In Rot auf schwarzem Berg zwei schräggekreuzt goldene Äste, darüber eine goldene Flamme.
Es gibt zwei Deutungen des Ortsnamens Lechtingen: Jellinghaus (Nachrichten über Dörfer und Bauernhöfe um Osnabrück, Osnabrück 1924) als „Lichte Auen“, Professor Bader (1100 Jahre Wallenhorst, Wallenhorst 1951) als „Ort bei den Lichtsignalen“. Beide Deutungen enthalten die Bezeichnung „Licht“. Der Wappenentwurf stützt sich mehr auf die Deutung von Professor Bader. Demnach wurde in alten Zeiten die Bevölkerung von der Höhe des auf Lechtinger Gebiets gelegenen Piesberges aus durch Feuerzeichen vor drohenden Gefahren gewarnt. Im Wappen erscheinen die Bundesfarben und die ihnen gleichen niedersächsischen Landesfarben. Ausgehend von der Deutung des Ortsnamens ist Schwarz hier zugleich die Andeutung der Nacht, während der das Feuer brannte, und im Rot kann man das Unheil ahnen, vor dem die goldene Flamme warnt.
Einwohnerentwicklung Wohnbevölkerung der Gemeinde Lechtingen mit Gebietsstand vom 27. Mai 1970:Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindestatistik Niedersachsen 1970. Teil 2: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Heft 5: Regierungsbezirk Osnabrück, Hannover 1973, S. 138. Datum Einwohner 17. Mai 1939 1035 13. September 1950 1491 6. Juni 1961 1624 27. Mai 1970 2081 30. April 2014 4865 22. November 2017 4714 29. Oktober 2020 4583
Persönlichkeiten Hier geboren wurde der römisch-katholische Priester, Theologe und Hochschullehrer Hubert Müller (1936–1995). Die Foodjournalistin und Kochbuchautorin Stefanie Hiekmann, die Schauspielerin Jana Klinge sowie der Medienjournalist Stefan Niggemeier wuchsen in Lechtingen auf.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Osnabrück Kategorie:Geographie (Wallenhorst) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Osnabrück) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972